{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083076,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083076,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3076","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Miliz verabschiedet sich aus den Generalstabslehrg\u00e4ngen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 15. Februar 2008 wurde der 100. Jahrgang von Generalstabsoffizieren der Schweizer Armee bef\u00f6rdert. Laut VBS-Pressemitteilung nahm an den Lehrg\u00e4ngen zum ersten Mal auch ein ausl\u00e4ndischer Offizier teil, und die feierliche Promotion habe im Beisein von 300 Ehreng\u00e4sten aus Politik, Wirtschaft und Milit\u00e4r stattgefunden. Was das VBS in der Medienmitteilung hingegen verschwieg, war der Anteil der Milizoffiziere an den neu brevetierten Generalstabsangeh\u00f6rigen. Der \u00fcbliche Hinweis auf den zivilen Nutzen der milit\u00e4rischen F\u00fchrungsausbildung f\u00fcr die Privatwirtschaft fehlte ebenfalls. Die Nachfrage beim Bereich Kommunikation zeigt schlagartig den Grund: Von den 27 Lehrgangsabsolventen sind gerade noch vier echte Milizoffiziere respektive keine Berufsoffiziere oder Angestellte des VBS. Im Jahre 2005 betrug der Anteil neu brevetierter Generalstabsoffiziere aus der Privatwirtschaft noch 52 Prozent, im Jahre 2006 waren es 42 Prozent, im Jahre 2007 37,5 Prozent und im laufenden Jahr also gerade noch 14,8 Prozent. Es muss damit gerechnet werden, dass n\u00e4chstes Jahr gar keine Milizoffiziere mehr an diesen Kursen teilnehmen. Damit hat sich die Miliz in nur f\u00fcnf Jahren aus dem Generalstab verabschiedet, was zur Folge hat, dass mittelfristig die St\u00e4be der grossen Verb\u00e4nde und die Kommandos auf Stufe Abteilung und Bataillon vermehrt aus Berufsoffizieren oder VBS-Angestellten bestehen werden. Vor dem Hintergrund dieser dramatischen Entwicklung wird der Bundesrat gebeten, dringend die folgenden Fragen zu beantworten: </p><p>1. Wie l\u00e4sst sich erkl\u00e4ren, dass sich trotz des immer wieder vom VBS betonten zivilen Nutzens der milit\u00e4rischen F\u00fchrungsausbildung die Privatwirtschaft nun offenbar endg\u00fcltig von der Armee verabschiedet hat?</p><p>2. Teilt er die Einsch\u00e4tzung, dass durch das absehbare, restlose Verschwinden von Milizoffizieren aus den Schl\u00fcsselpositionen der Armee deren Attraktivit\u00e4t f\u00fcr die Miliz und die Privatwirtschaft, aber auch die Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung noch mehr schwinden werden?</p><p>3. Wie kann es sein, dass einerseits das VBS st\u00e4ndig neue Projekte zum Aufzeigen des zivilen Nutzens der milit\u00e4rischen F\u00fchrungsausbildung (zivile Zertifikate, Abkommen mit Hochschulen, Transfer-Kurse, riesige Armeeshows usw.) auflegt, andererseits aber der Anteil Miliz in den F\u00fchrungslehrg\u00e4ngen derart dramatisch sinkt?</p><p>4. Was gedenkt er kurz- und mittelfristig gegen diese f\u00fcr unsere Milizarmee dramatische Entwicklung zu tun?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Generalstabsausbildung ist in der Vorbereitung nach wie vor der intellektuell aufwendigste milit\u00e4rische Lehrgang, welcher in der Schweizer Armee absolviert werden kann. Diese intensive Vorbereitung ist n\u00f6tig, um den zu verarbeitenden Stoff in den kurzen Lehrgangszeiten noch erfassen und verarbeiten zu k\u00f6nnen. Betrachtet man die Jahre 2001 und 2008, so sieht man, dass die Anzahl neupromovierter Generalstabsoffiziere von 49 auf 27 pro Jahr fiel. In dieser Zeitspanne variierte der Anteil Milizoffiziere betr\u00e4chtlich. Im Jahr 2005 betrug dieser sogar 77 Prozent. Von einem einheitlichen Trend kann somit nach Ansicht des Bundesrates zurzeit nicht die Rede sein, ebenso nicht von einer durchschlagenden Abstinenz der \"freien Wirtschaft\".</p><p>Die H\u00f6here Kaderausbildung der Armee (HKA) zeigt gegen\u00fcber den Arbeitgebern mit mehreren j\u00e4hrlichen Arbeitgebertagen den zivilen Nutzen der milit\u00e4rischen Kaderausbildung allgemein, aber auch der Generalstabsausbildung auf. Der Bundesrat h\u00e4lt hier auch fest, dass die Milizanteile in anderen Lehrg\u00e4ngen der HKA unver\u00e4ndert hoch sind und dort nur selten ein Berufsmilit\u00e4r teilnimmt.</p><p>2. Der Bundesrat weist darauf hin, dass diverse Schl\u00fcsselpositionen der Armee durch Milizoffiziere besetzt sind. So sind momentan mehrere HSO-Stellen durch Milizoffiziere belegt, was in fr\u00fcheren Jahren h\u00f6chst selten oder nicht der Fall war. Der strategische Zielwert f\u00fcr die Teilnahme von Miliz und Berufsmilit\u00e4rs in den Generalstabskursen liegt bei je 50 Prozent.</p><p>3./4. Die vom Interpellanten genannten Projekte sollen den durch die milit\u00e4rische F\u00fchrungserfahrung erzielten Mehrwert aufzeigen und den Bekanntheitsgrad respektive Nutzen der milit\u00e4rischen Ausbildung f\u00fcr die zivilen Unternehmen st\u00e4rken. Dies ist ein Prozess, der \u00fcber mehrere Jahre hinweg stattfindet. Die Anerkennung der Generalstabsausbildung an der HTW Chur als geleistete H\u00e4lfte eines MBA (Kostenersparnis etwa 12 000 Franken; Zeitersparnis etwa die H\u00e4lfte des Kurses) ist ein Beweis daf\u00fcr, dass die F\u00fchrungsausbildung der Armee weiterhin gesch\u00e4tzt und als wertvoll empfunden wird.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1212105600000)\/","SubmittedBy":"Miesch Christian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1222880830663)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9","Category":null,"Modified":"\/Date(1690549852980)\/","SubmissionDate":"\/Date(1205366400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik"}}