{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083122,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083122,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3122","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Teilnahme der Schweiz an der n\u00e4chsten internationalen Studie zum Illetrismus","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ende 2007 hat sich das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) beim Bundesamt f\u00fcr Berufsbildung und Technologie (BBT) sowie beim Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung (SBF) nach ihrer Meinung zu einer Teilnahme der Schweiz an der n\u00e4chsten internationalen Studie zum Illetrismus (OECD Programme for the International Assessment of Adult Competencies, PIAAC) erkundigt. Beide \u00c4mter haben eine Teilnahme aus finanziellen Gr\u00fcnden ausgeschlossen. Daraufhin hat das BFS der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitgeteilt, die Schweiz nehme weder an den Vorarbeiten zur Studie noch an der Studie selbst teil, die 2011 durchgef\u00fchrt werden soll.</p><p>Der Bundesrat hat jedoch beschlossen, Illetrismus aktiv zu bek\u00e4mpfen, und das Bundesamt f\u00fcr Kultur (BAK) hat ein Netzwerk aufgebaut, mit dem diese Problematik angegangen werden soll. Verschiedene Organisationen, die Illetrismus bek\u00e4mpfen, werden finanziell gef\u00f6rdert; vor allem weil der Bund dank den Zahlen und Statistiken solcher internationaler Studien von der tats\u00e4chlichen Situation Kenntnis nehmen konnte. So konnte der Anteil der Schweizerinnen und Schweizer, denen Lesen und Schreiben schwerf\u00e4llt, auf 600 000 Personen beziffert werden. Die Kosten, die sich aus dieser Situation ergeben, belaufen sich sch\u00e4tzungsweise auf \u00fcber eine Milliarde Franken. Die Weigerung, an dieser Studie teilzunehmen, erscheint mir daher unlogisch, denn eine Teilnahme w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, die Situation regelm\u00e4ssig einzusch\u00e4tzen und die Mittel entsprechend anzupassen. Deshalb stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wurde der Bundesrat dar\u00fcber informiert, dass die zwei erw\u00e4hnten \u00c4mter eine Teilnahme an dieser Studie abgelehnt haben?</p><p>2. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass eine regelm\u00e4ssige Einsch\u00e4tzung der Situation unabdingbar ist, wenn Illetrismus so wirksam wie m\u00f6glich bek\u00e4mpft werden soll?</p><p>3. Alle j\u00fcngeren Forschungsarbeiten zum Illetrismus st\u00fctzen sich auf die Daten der internationalen Studie zu den Kompetenzen von Erwachsenen (Adult Literacy and Life Skills Survey, ALL). Wenn die Schweiz an der Studie von 2011 nicht teilnimmt, bedeutet das, dass wir bis 2021 \u00fcber keine neuen quantitativen Angaben zum Illetrismus verf\u00fcgen. Wenn der Bundesrat nicht an dieser internationalen Studie teilnehmen will, hat er wenigstens eine eigene Studie vorgesehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Es ist nicht die Aufgabe des Bundesrates, \u00fcber die Teilnahme der Schweiz an einer Studie der OECD zu befinden. Die Entscheidung der beiden \u00c4mter beruhte auf der Stellungnahme der Schweizerischen Koordinationskonferenz Bildungsforschung (Coreched), in der die wichtigsten Institutionen der Bildungsforschung wie die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, der Schweizerische Nationalfonds zur F\u00f6rderung der wissenschaftlichen Forschung, die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Bildungsforschung, das BFS, das SBF und das BBT vertreten sind.</p><p>2. Die Pr\u00fcfung des Projekts der OECD zur Durchf\u00fchrung des Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) hat ergeben, dass die geplante Studie keine zus\u00e4tzlichen Informationen zu den Studien der IALS (International Adult Literacy Survey) aus den Jahren 1994, 1996 und 1998 und der ALL (Adult Literacy and Life Skills Survey) von 2003 liefern wird. Da sich die Bedingungen f\u00fcr die Lese- und Schreibf\u00e4higkeit von Erwachsenen seit 2003 nicht wesentlich ver\u00e4ndert haben d\u00fcrften, entsprechen die 2011 zu erwartenden Resultate von PIAAC wahrscheinlich den Feststellungen der entsprechenden Studien, die seit den 1990er Jahren durchgef\u00fchrt wurden.</p><p>Der Illetrismus ist ein zentrales Problem unserer Gesellschaft, das zweifellos besser erfasst werden muss, indem beispielsweise jene Faktoren gepr\u00fcft werden, die dazu f\u00fchren, oder indem die getroffenen Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung evaluiert werden. Mit der vorgesehenen Methodik von PIAAC k\u00f6nnen solche Fragen jedoch nicht angegangen werden. Fachleute stellen zudem die Durchf\u00fchrbarkeit der Studie infrage. Vorgesehen ist eine repr\u00e4sentative Umfrage bei Erwachsenen in Form eines 1- bis 2-st\u00fcndigen Interviews. Die Resultate aus \u00e4hnlichen Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Beteiligung mit rund 40 Prozent \u00e4usserst schwach ist, sodass die Resultate nicht als repr\u00e4sentativ betrachtet werden k\u00f6nnen. </p><p>Die Kosten einer Beteiligung der Schweiz an PIAAC wurden f\u00fcr eine erste Runde auf 5,6 Millionen Franken gesch\u00e4tzt. Angesichts der Vorbehalte gegen\u00fcber der Methodik der Studie und gegen\u00fcber der Frage, ob sie tats\u00e4chlich zu neuen Resultaten f\u00fchren k\u00f6nnte, r\u00e4t die Coreched zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt der Schweiz von einer Beteiligung an PIAAC ab. </p><p>Ausserdem war keines der betroffenen \u00c4mter (SBF/BBT) bereit, in diese Studie zu investieren, da mit den verf\u00fcgbaren Mitteln nicht alle Gesuche finanziert werden k\u00f6nnen und andere Projekte des BFS wie die Einf\u00fchrung eines Identifikators f\u00fcr Lernende, die Befragung der Hochschulabg\u00e4nger und die soziale Lage der Studierenden als vorrangig eingestuft wurden.</p><p>3. Weiter gilt es zu beachten, dass PIAAC als permanentes Programm im Sinne der Pisa-Studie konzipiert ist. Bisher haben 24 L\u00e4nder ihre Teilnahme an der ersten Runde angek\u00fcndigt. Bei der Lancierung der ALL war ein \u00e4hnlich ausgepr\u00e4gtes Interesse zahlreicher L\u00e4nder festzustellen. Letztlich haben jedoch nur gerade sieben L\u00e4nder die Studie durchgef\u00fchrt, darunter auch die Schweiz. Die Resultate sind aber gerade auch im Hinblick auf einen internationalen Vergleich interessant. Es ist daher wichtig, dass sich die Interessenkundgebung an PIAAC durch eine tats\u00e4chliche Teilnahme dieser L\u00e4nder an der ersten Runde auch best\u00e4tigt. Sofern bei der Durchf\u00fchrung dieser ersten Runde die erw\u00e4hnten methodischen Vorbehalte ausger\u00e4umt werden, kann sich die Schweiz immer noch an den folgenden Runden beteiligen. Die OECD hat deren Rhythmus noch nicht festgelegt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1212105600000)\/","SubmittedBy":"Marra Ada","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268956800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1690551999583)\/","SubmissionDate":"\/Date(1205884800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung"}}