{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083189,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083189,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3189","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Familienbasierte Pr\u00e4vention im Fr\u00fchbereich","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Der Bundesrat wird eingeladen, gest\u00fctzt auf den Bericht \"Pr\u00e4vention von Jugendgewalt 2006\" die n\u00e4chsten Schritte an die Hand zu nehmen und die Umsetzung zentraler Massnahmen im Fr\u00fchbereich zu begleiten und zu koordinieren. </p><p>2. In der laufenden Legislatur ist f\u00fcr kantonale Programme und Massnahmen im Fr\u00fchbereich f\u00fcr die familienbasierte Pr\u00e4vention ein Sonderkredit von 7 Millionen Franken zu bewilligen.</p><p>3. Unterst\u00fctzt werden sollen geeignete Beratungs- und Unterst\u00fctzungsmassnahmen zur Verbesserung der Kompetenz und St\u00e4rkung der Verantwortung von Erziehungsberechtigten im Fr\u00fchbereich.</p><p>4. Die vom Bund unterst\u00fctzten Massnahmen und Programme sollen darauf zielen, gezielt die soziale und gesellschaftliche Kompetenz zu st\u00e4rken und damit die Integrations- und Leistungsf\u00e4higkeit der heranwachsenden Kinder in Familie, Beruf und Gesellschaft zu f\u00f6rdern und zu verbessern. </p><p>5. Der Fokus ist insbesondere auf Familien mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Risiken zu legen.</p>","ReasonText":"<p>Die Entwicklung der pers\u00f6nlichen Gesundheit wird wesentlich vom Bildungsniveau mitbestimmt. Und die Verhaltensmuster im famili\u00e4ren Umfeld der ersten Lebensjahre werden sozial weitergereicht: Schwere Konflikte und Krisen \u00fcbertragen sich von den Eltern h\u00e4ufig auf ihre Kinder. Ungen\u00fcgende Bildung, eine schlechte gesellschaftliche Integration oder permanente schwere, innerfamili\u00e4re Konflikte verst\u00e4rken sich gegenseitig und gef\u00e4hrden die gesunde Entwicklung und die Leistungsf\u00e4higkeit der heranwachsenden Kinder. Dies hat hohe volkswirtschaftliche Kosten zur Folge: 50 Prozent der psychischen Erkrankungen zeigen sich ein erstes Mal bis zum 14. Lebensjahr, und die betroffenen Jugendlichen besitzen ein 8- bis 10-fach erh\u00f6htes Risiko, im Erwerbsalter wegen einer psychischen Erkrankung eine IV-Rente zu beziehen. Stark erh\u00f6ht ist bei diesen jungen Menschen dann auch die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Suchterkrankungen und Suizide. </p><p>Experten betonen unisono, dass die massgeblichen Pr\u00e4gungen f\u00fcr die sp\u00e4tere Entwicklung vom letzten Schwangerschaftsdrittel bis etwa zum 3. Lebensjahr stattfinden. Die Kompetenz der Erziehungsberechtigten im Fr\u00fchbereich entscheidet folglich massgeblich dar\u00fcber, ob die gesunde Entwicklung ihrer Kinder nachhaltig positiv oder nachhaltig negativ beeinflusst wird. Insbesondere in dieser pr\u00e4genden Phase vor dem Kindergarten und vor der Einschulung sind namentlich gerade Familien und Alleinerziehende mit besonderen sozialen Risiken durch Fachpersonen oder mit Fachwissen kaum zu erreichen. Das hat auch damit zu tun, dass diesbez\u00fcgliche vom Bund oder von Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz unterst\u00fctzte Programme weitgehend inexistent sind; dies im Gegensatz zu Programmen ab Kindergarten und Schulalter, f\u00fcr die seit dem Jahr 2000 etwa 14 Millionen Franken investiert wurden, welche aber mittlerweile wieder abgesetzt wurden. </p><p>Mit unterst\u00fctzenden Informationen und Massnahmen sollen die Kantone ermuntert und unterst\u00fctzt werden, um in Respektierung der elterlichen Erziehungsgewalt insbesondere Familien mit besonderen sozialen, gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Risikofaktoren entsprechende Informationen und Programme anzubieten und diesbez\u00fcglich in die Verantwortung zu nehmen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Motion\u00e4rin verweist auf den Bericht \"Pr\u00e4vention von Jugendgewalt. Wege zu einer evidenzbasierten Pr\u00e4ventionspolitik\", den die Eidg. Ausl\u00e4nderkommission (EKA) im Jahr 2006 ver\u00f6ffentlicht hat. Dieser bildete die Entscheidgrundlage f\u00fcr die EKA, geeignete Projekte im Bereich der Pr\u00e4vention von Gewalt finanziell zu unterst\u00fctzen.</p><p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Motion\u00e4rin, dass familienbasierte Pr\u00e4vention im Fr\u00fchbereich notwendig und wirkungsvoll ist. Er misst daher Projekten, welche Familien mit sozialen und gesundheitlichen Risiken unterst\u00fctzen, ein besonderes Gewicht zu. Aus diesem Grund hat der Bund bereits eine Reihe von unterst\u00fctzenden Massnahmen in unterschiedlichen thematischen Zusammenh\u00e4ngen ergriffen:</p><p>- Migration/Integration: Das Bundesamt f\u00fcr Migration (BFM) beteiligt sich im Rahmen des Schwerpunktprogramms 2008-2011 zur F\u00f6rderung der Integration von Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern an niederschwelligen Angeboten in den Bereichen Sprache und Bildung sowie Modellvorhaben, welche die Integrationspraxis f\u00f6rdern.</p><p>- Elternbildung: Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) leistet einen finanziellen Beitrag an das Pilotprojekt \"primano\", welches insbesondere durch das Hausbesuchsprogramm \"schritt:weise\" Kinder im Vorschulalter aus sozial benachteiligten Familien f\u00f6rdern will. Das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV) unterst\u00fctzt den Schweizerischen Bund f\u00fcr Elternbildung (SBE), der die Tr\u00e4gerschaft f\u00fcr das Programm \"FemmesTische\" innehat.</p><p>- Gesundheit: Im Rahmen des Nationalen Programms Ern\u00e4hrung und Bewegung (NPEB 2008-2012), welches noch vor der Sommerpause 2008 vom Bundesrat verabschiedet werden soll, sind sozio\u00f6konomisch benachteiligte Menschen und Familien wichtige Zielgruppen.</p><p>Im Weiteren wird der Bundesrat im Rahmen der Umsetzung der Motion SGK-N 06.3001, \"Strategie zur Armutsbek\u00e4mpfung\", zus\u00e4tzliche Massnahmen f\u00fcr sozial benachteiligte Kinder im Vorschulalter pr\u00fcfen. Zudem engagieren sich auch die Kantone, Gemeinden und privaten Organisationen durch Massnahmen im Fr\u00fchbereich.</p><p>Aus der Sicht des Bundesrates wird somit die familienbasierte Pr\u00e4vention im Fr\u00fchbereich bereits vielfach angegangen, und es besteht zurzeit kein weiterer Handlungsbedarf. Er lehnt daher eine Erweiterung des Engagements des Bundes und insbesondere die Bewilligung eines Sonderkredits in der H\u00f6he von 7 Millionen Franken ab.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1212105600000)\/","SubmittedBy":"Gallad\u00e9 Chantal","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268956800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1690489422700)\/","SubmissionDate":"\/Date(1205971200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}