{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083194,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083194,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3194","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Sicherung der Selbstversorgung unserer Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Agrarpolitik 2015","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, im Rahmen der Agrarpolitik 2015 dem Nettoselbstversorgungsgrad unseres Landes einen zentralen Stellenwert zu geben und zur Sicherung eines Selbstversorgungsgrades von mindestens 60 Prozent entsprechende Massnahmen vorzuschlagen.</p>","ReasonText":"<p>Der Selbstversorgungsgrad in unserem Land ist mittlerweile auf etwa 55 Prozent gesunken und w\u00fcrde im Falle eines Agrarfreihandelsabkommens mit der EU ins Bodenlose st\u00fcrzen. Viele andere Staaten in Europa weisen hingegen einen Selbstversorgungsgrad von \u00fcber 100 Prozent aus. Mit dieser bedenklich tiefen Eigenversorgung ist es der schweizerischen Landwirtschaft nicht mehr m\u00f6glich, ihren Auftrag gem\u00e4ss Artikel\u00a0104 der Bundesverfassung, n\u00e4mlich die sichere Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Nahrungsmitteln in Zeiten einer gest\u00f6rten Zufuhr, zu erf\u00fcllen. Es muss deshalb in normalen Versorgungslagen alles darangesetzt werden, dass eine \u00f6kologische, inl\u00e4ndische Nahrungsmittelproduktion sichergestellt ist. Damit verhindern wir einen drohenden Versorgungsengpass und die Schw\u00e4chung unserer Unabh\u00e4ngigkeit.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zur Frage der Versorgungssicherheit und des Selbstversorgungsgrads hat der Bundesrat bereits im Rahmen der Motion Schibli vom 20. Dezember 2006 (06.3880: F\u00f6rderung der inl\u00e4ndischen Nahrungsmittelproduktion) Stellung genommen. Im Wesentlichen wurde festgestellt, dass</p><p>- der Selbstversorgungsgrad (SVG) 59 Prozent betr\u00e4gt (2004-2006);</p><p>- der SVG in der Schweiz auch schon niedriger war (siehe Anhang);</p><p>- die Schweiz 1950 \u00fcber einen vergleichbaren SVG verf\u00fcgte, wobei die Bev\u00f6lkerungszahl damals deutlich geringer war (4,7 Millionen gegen\u00fcber heute 7,5 Millionen, also +60 Prozent);</p><p>- der gegenw\u00e4rtige Konsum \u00fcber dem Energiebedarf der Bev\u00f6lkerung liegt (siehe Anhang);</p><p>- die L\u00e4nder, die einen h\u00f6heren SVG ausweisen als die Schweiz, \u00fcber eine gr\u00f6ssere landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che pro Einwohner verf\u00fcgen (Schweiz: 0,14 ha, Deutschland: 0,21 ha, Italien: 0,23 ha, \u00d6sterreich: 0,4 ha und Frankreich: 0,45 ha);</p><p>- die L\u00e4nder wie Japan (40 Prozent) oder Norwegen (50 Prozent), die einen niedrigeren SVG ausweisen als die Schweiz, \u00fcber eine kleinere landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che pro Einwohner verf\u00fcgen;</p><p>- gewisse \u00f6kologische Faktoren einem weiteren Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion Grenzen setzen. Verglichen mit den Nachbarl\u00e4ndern werden Schweizer B\u00f6den intensiv bewirtschaftet. Nur eine vern\u00fcnftige Nutzung des Bodens kann eine nachhaltige Produktion langfristig sicherstellen;</p><p>- f\u00fcr entwickelte L\u00e4nder mit einer hohen Kaufkraft der SVG nicht alleiniger Garant f\u00fcr die Versorgungssicherheit ist, da auch der internationale Handel und die Lagervorr\u00e4te dazu beitragen;</p><p>- mit den Agrarreformen, die zurzeit vollzogen werden, der verfassungsm\u00e4ssige Auftrag in Zukunft erf\u00fcllt werden kann.</p><p>Auch nach einer umfassenden Markt\u00f6ffnung gegen\u00fcber der EU wird die Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet sein. Wahrscheinlich sind zwar Produktionsverschiebungen zu erwarten. Erste Modellrechnungen zeigen, dass mit einer leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen pflanzlichen Produktion zu rechnen ist, w\u00e4hrend die tierische Produktion, insbesondere die Milchproduktion, ansteigen wird. Insgesamt werden nach diesen vorl\u00e4ufigen Ergebnissen die produzierten Kalorien um 4 Prozent zur\u00fcckgehen. Je nachdem wie sich die inl\u00e4ndische Nachfrage entwickelt, resultiert daraus ein R\u00fcckgang des SVG um wenige Prozentpunkte. Der R\u00fcckgang des Nettoselbstversorgungsgrads (Produktion ohne eingef\u00fchrte Futtermittel) wird etwas h\u00f6her ausfallen. F\u00fcr die Frage der Versorgungssicherheit ist in erster Linie die Erhaltung des Produktionspotenzials von Bedeutung, in zweiter Linie die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che, und zwar in allen Regionen der Schweiz. Eine marktorientierte Landwirtschaft sichert das Vorhandensein von entsprechenden Produktionsmitteln, Infrastrukturen, Know-how und Verarbeitungsbetrieben. Damit kann auch in Krisensituationen eine gen\u00fcgende Versorgung der Bev\u00f6lkerung sichergestellt werden. Eine wichtige Rolle f\u00fcr die Erhaltung der Versorgungssicherheit spielt der Sachplan Fruchtfolgefl\u00e4chen (FFF) des Bundes, der von den Kantonen die dauerhafte Sicherung eines Mindestumfangs an bestgeeigneten Landwirtschaftsfl\u00e4chen verlangt.</p><p>Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass die Versorgungssicherheit mittelfristig gew\u00e4hrleistet ist. Die Agrarreformen, die zurzeit vollzogen werden, erm\u00f6glichen auch in Zukunft die Erf\u00fcllung des Verfassungsauftrags, selbst wenn ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU abgeschlossen wird. In diesem Fall wird es zu einer Spezialisierung hin zu Produktionen mit hoher Wertsch\u00f6pfung kommen, ohne Reduktion der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che. Die Schweizer Agrarpolitik wird in jedem Fall unabh\u00e4ngig bleiben. N\u00f6tigenfalls k\u00f6nnte die inl\u00e4ndische Nahrungsmittelproduktion prim\u00e4r durch eine Ausdehnung der offenen Ackerfl\u00e4che erh\u00f6ht werden.</p><p>Anhang 1</p><p>Entwicklung des Selbstversorgungsgrades in der Schweiz (1908 bis 2005), kalorienm\u00e4ssiger Anteil (Prozent)</p><p>1908-1912: 53,1</p><p>1934-1936: 52,2</p><p>1943-1945: 70,5</p><p>1946-1955: 55,7</p><p>1979-1981: 65,5</p><p>2003: 56,4</p><p>2004: 60,2</p><p>2005: 59,0</p><p>2006: 57,0</p><p>Durchschnitt 2004-2006: 58,7</p><p>Quellen: Die Schweizerische Landwirtschaft 1914 bis 1980, Hans Brugger, Verlag Huber Frauenfeld, 1985; 6. Landwirtschaftsbericht; 7. Landwirtschaftsbericht; Botschaft AP 2011; 2005: Sch\u00e4tzung BLW</p><p>Der gegenw\u00e4rtige SVG bezieht sich auf einen durchschnittlichen t\u00e4glichen Pro-Kopf-Konsum von 3363 Kalorien, was weit \u00fcber unserem Energiebedarf liegt (max. 2500 kcal f\u00fcr M\u00e4nner und 2000 kcal f\u00fcr Frauen mit einer sitzenden T\u00e4tigkeit und max. 3600 bzw. 2900 kcal bei k\u00f6rperlich anstrengender T\u00e4tigkeit).</p><p>Die Entwicklung des SVG nach dem Zweiten Weltkrieg ist Ausdruck einer deutlichen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, die mit einem Bev\u00f6lkerungszuwachs um 60 Prozent von 4,7 auf 7,5 Millionen zwischen 1950 und 2004 einherging, wobei sich der SVG auf einem Stand von rund 60 Prozent einpendelte. Zu Beginn der Achtzigerjahre \u00fcberschritt er die Marke von 65 Prozent. Damals musste der Bund Massnahmen ergreifen, um \u00dcbersch\u00fcsse bei der tierischen Produktion zu verhindern (Milchkontingentierung, Beschr\u00e4nkung von Fleisch- und Eierproduktion, Stallbaustopp).</p><p>Die Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken k\u00f6nnen heruntergeladen werden unter: Ratsbetrieb / Curia Vista / Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken, die in der Gesch\u00e4ftsdatenbank nicht abgebildet werden k\u00f6nnen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1212105600000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1355270400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779238004877)\/","SubmissionDate":"\/Date(1205971200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}