{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083225,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083225,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3225","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nationaler Forschungsschwerpunkt Sesam. Wer tr\u00e4gt die Verantwortung?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Wie stellt er sich dazu, dass 10,2 Millionen \u00f6ffentliche Forschungsgelder in ein Projekt flossen, das gescheitert ist, bevor es begann? Wie sieht die genaue Abrechnung aus? Welche Forschungsresultate sind konkret von der Kernstudie zu erwarten? </p><p>2. Wer tr\u00e4gt beim Bund die Verantwortung f\u00fcr die Bewilligung dieses Forschungsschwerpunktes, und wie stellen sich die verantwortlichen Stellen zum Abbruch des Projektes? </p><p>3. Wer hat die Rahmenbedingungen festgelegt, unter welchen Sesam starten konnte? Wurden die gesetzlichen und verfassungsm\u00e4ssigen Grundlagen abgekl\u00e4rt? </p><p>4. Warum wurde von den Verantwortlichen keine Pilotstudie verlangt, eine Mindestanforderung f\u00fcr ein Forschungsprojekt dieser Gr\u00f6sse? Warum wurde nicht durch Vorstudien die praktische Durchf\u00fchrbarkeit des Projektes getestet? Diese h\u00e4tten gezeigt, dass die Rekrutierung der M\u00fctter in der Praxis schwierig werden k\u00f6nnte. </p><p>5. Welche Teilprojekte werden weitergef\u00fchrt, und wie werden diese weiterfinanziert? Wie viele Forschungsgelder flossen bereits in diese Teilprojekte? </p><p>6. Welche Lehren ziehen Bundesrat und verantwortliche Stellen aus diesem Fiasko eines hochgejubelten Nationalen Forschungsschwerpunktes?</p>","ReasonText":"<p>Im M\u00e4rz 2005 bewilligte der Nationalfonds das Projekt Sesam als Nationalen Forschungsschwerpunkt. 3000 Kinder, ihre Eltern und Grosseltern sollten w\u00e4hrend 20 Jahren kontinuierlich untersucht werden, um Daten und Erkenntnisse \u00fcber unsere psychische Gesundheit und Krankheiten zu gewinnen. Dieser \"Datenschatz\" sollte wie im Projektbeschrieb zusammengefasst \"die Position des Landes in einem Feld von gr\u00f6sster strategischer Bedeutung f\u00fcr Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltig st\u00e4rken\". Trotz kritischen Stimmen bez\u00fcglich gen\u00fcgender gesetzlicher Grundlagen und Durchf\u00fchrbarkeit wurde das Projekt von Bundesrat Couchepin und dem Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung (SBF) mit Begeisterung bewilligt. Der Schweizerische Nationalfonds finanzierte den Forschungsschwerpunkt Sesam mit \u00fcber 20 Millionen Franken. Davon sind bisher 10,2 Millionen Franken bereits geflossen. </p><p>Am 13. M\u00e4rz 2008 musste die Projektleitung von Sesam bekanntgeben, dass sie die Kernstudie einstellen m\u00fcsse, weil sich praktisch keine werdenden M\u00fctter f\u00fcr die Studie zur Verf\u00fcgung stellen wollten. Die Teilstudien werden weitergef\u00fchrt, doch der Schweizerische Nationalfonds verliert 10 Millionen Franken, ohne dass ein Resultat vorliegt. Das wirft einige Fragen zur Verantwortlichkeit dieses Fiaskos auf.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) ist gem\u00e4ss den allgemeinen Zust\u00e4ndigkeiten (Art. 8c Forschungsverordnung, SR 420.11) betreffend Auswahl- und Entscheidverfahren der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) f\u00fcr die Beurteilung der wissenschaftlichen Aspekte zust\u00e4ndig. Er st\u00fctzt sich dabei auf ausgewiesene ausl\u00e4ndische Expertenpanels ab. Das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung (SBF) ist demgegen\u00fcber f\u00fcr die forschungs- und hochschulpolitische Beurteilung zust\u00e4ndig und holt diesbez\u00fcglich auch die Stellungnahme des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates (SWTR) ein. Das SBF unterbreitet schliesslich dem Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) einen begr\u00fcndeten Antrag zum Entscheid. Dieses Verfahren wurde im M\u00e4rz 2005 mit dem Entscheid des EDI zur Lancierung des NFS Sesam abgeschlossen.</p><p>Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnen die Fragen folgendermassen beantwortet werden:</p><p>2./3. Zust\u00e4ndigkeit bzw. Verantwortlichkeit: Nach Abschluss des erw\u00e4hnten Entscheidverfahrens oblag es dem Leitungsgremium des NFS Sesam gem\u00e4ss Vertrag mit dem SNF, s\u00e4mtliche zur Durchf\u00fchrung der Projekte notwendigen Bewilligungen einzuholen. Wie der Bundesrat in seiner Antwort auf die Interpellation Graf 05.3684, \"Nationaler Forschungsschwerpunkt Sesam\", ausgef\u00fchrt hat, haben auch die Genehmigungsinstanzen entsprechende rechtliche Abkl\u00e4rungen vorgenommen. Am 25. Juli 2007 wurde dieser Prozess mit der Freigabe der (Kern-)Studie durch die Ethikkommission beider Basel (EKBB) abgeschlossen, und es konnte mit der Rekrutierung von Studienteilnehmerinnen begonnen werden. Die Leitung des NFS Sesam musste dann im M\u00e4rz 2008 feststellen, dass das mit dem SNF vereinbarte Ziel betreffend Anzahl Studienteilnehmerinnen nicht mehr in der vorgegebenen Frist erreicht werden konnte, und hat am 13. M\u00e4rz 2008 beim SNF den Abbruch der Kernstudie beantragt. Gest\u00fctzt auf Artikel\u00a08g der Forschungsverordnung (Abbruch von Nationalen Forschungsschwerpunkten) pr\u00fcft der SNF zurzeit die Sachlage und wird voraussichtlich im Sommer 2008 beim EDI diesbez\u00fcglich einen Antrag stellen.</p><p>Beim NFS Sesam m\u00fcssen zwei Sachlagen unterschieden werden: einerseits die Beurteilung des Forschungsvorhabens unter ethischen Kriterien und andererseits die rein wissenschaftliche Vorgabe betreffend die notwendige Anzahl Probanden. Wie dargelegt, ist die Kernstudie (entsprechend den Kriterien der Ethikkommission) mit geringf\u00fcgigen Anpassungen genehmigt worden. Dass heute die notwendige Anzahl Probanden nicht zur Verf\u00fcgung steht, stellt eine andere Sachlage dar, tangiert aber keineswegs die von den Experten best\u00e4tigte wissenschaftliche Qualit\u00e4t des Vorhabens. Dies kommt bei Forschungsprojekten mit Kohorten oft vor, sowohl bei \u00f6ffentlich wie auch bei privat finanzierten Vorhaben.</p><p>4. Pilotstudie: Wie dies bei jeder derartigen Studie der Fall ist, hatte auch der NFS Sesam eine Pilotstudie geplant. Die Ethikkommission beider Basel (EKBB) verlangte von Sesam jedoch den Verzicht auf die vorgesehene Etappierung in Pilot- und Hauptstudie, verkn\u00fcpft mit der Auflage, die Kernstudie als Ganzes zur Beurteilung nach ethischen Kriterien einzureichen. Angesichts der Kritik verschiedener Kreise an Sesam w\u00e4re es aus politischen Gr\u00fcnden undenkbar gewesen, Rekrutierungstests mit M\u00fcttern ohne vorangehende Beurteilung durch eine Ethikkommission durchzuf\u00fchren. Zudem w\u00e4ren solche Versuche ohne Kenntnisse der genauen Auflagen wenig aussagekr\u00e4ftig gewesen. Die Kernstudie als Ganzes wurde in der Folge am 25. Juli 2007 nach einem fast zweij\u00e4hrigen Bewilligungsprozess freigegeben. Diese Verz\u00f6gerung und die Verbindung der beiden Stufen (Pilot- und Hauptstudie) f\u00fchrten schliesslich dazu, dass Sesam ohne Pilotstudie mit der eigentlichen Rekrutierung der Probandinnen beginnen musste.</p><p>1./5. Teilstudien und Finanzierung: Genaue Angaben zu den seit dem Start des NFS Sesam bereits gewonnenen Forschungsresultaten und zu den bisher verwendeten Bundesmitteln k\u00f6nnen zum jetzigen Zeitpunkt ausserhalb des SNF-Reportings nicht gemacht werden. Wie bei allen NFS \u00fcblich, wurde aber auch der NFS Sesam entsprechend den etablierten und standardisierten Verfahren beim SNF von Beginn an j\u00e4hrlich von einem internationalen Expertengremium hinsichtlich der Erf\u00fcllung der wissenschaftlichen Ziele beurteilt. Auch musste der NFS Sesam j\u00e4hrlich Rechenschaft \u00fcber die finanzielle Situation ablegen. Neben der finanziellen Beurteilung (Zwischenbericht) wird auch die Frage betreffend die eventuelle Weiterf\u00fchrung von Teilprojekten Gegenstand der obenerw\u00e4hnten Abkl\u00e4rungen des SNF sein. Grunds\u00e4tzlich besteht die M\u00f6glichkeit, sie zu Ende zu f\u00fchren, sofern die Teilstudien durch den Abbruch der Kernstudie nicht betroffen sind.</p><p>6. Schlussfolgerungen/Konsequenzen: Der NFS Sesam wurde 2005 zusammen mit f\u00fcnf weiteren NFS in einem kompetitiven Verfahren ausgew\u00e4hlt. Die unabh\u00e4ngigen Experten sprachen dem Forschungsvorhaben h\u00f6chste Qualit\u00e4t auf internationalem Niveau zu. Auch was die Lancierung einer grossangelegten Kohortenstudie in der Schweiz zur Thematik der psychischen Gesundheit anbelangte, beurteilten die Experten die Situation \u00e4usserst positiv. Gem\u00e4ss ihrer Einsch\u00e4tzung war die Schweiz f\u00fcr die Durchf\u00fchrung einer multigenerational angelegten Studie dieses Typs eines der wenigen pr\u00e4destinierten L\u00e4nder (zuverl\u00e4ssige Meldeverfahren, Verf\u00fcgbarkeit pr\u00e4nataler Diagnostik, geringe Bev\u00f6lkerungsmobilit\u00e4t). Bei allen innovativen Forschungsvorhaben bleibt immer ein Restrisiko, dass unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten. Ob und wieweit das Risiko betreffend die Probandenrekrutierung bei Kohortenstudien \u00fcber eine konsolidierte Absch\u00e4tzung (Machbarkeitspr\u00fcfung) insk\u00fcnftig minimiert werden k\u00f6nnte, wird der SNF im Rahmen seiner Abkl\u00e4rungen \u00fcberpr\u00fcfen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1211328000000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268956800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"36|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690490906390)\/","SubmissionDate":"\/Date(1205971200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4802,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wissenschaft und Forschung|Gesundheit"}}