{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083269,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083269,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3269","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Weltlandwirtschaftsbericht der Uno","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu pr\u00fcfen und Bericht zu erstatten, wie die Schlussfolgerungen des Weltlandwirtschaftsberichtes der Uno und der Weltbank (IAASTD) in der Landwirtschaftspolitik im Inland und im Ausland im Zusammenhang mit Entwicklungshilfe, Forschung, Innovation und Handel umgesetzt werden k\u00f6nnen.</p><p>Der internationale Bericht zur Landwirtschaft (International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development, IAASTD) ruft die Weltgemeinschaft zu fundamentalen Ver\u00e4nderungen in der Landwirtschaft auf, um rasant steigenden Preisen, Hunger, sozialer Ungerechtigkeit und \u00f6kologischen Desastern Einhalt zu gebieten. Der Bericht ist der Konsens von \u00fcber 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsam von Regierungen, Uno-Organisationen, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen ausgew\u00e4hlt wurden.</p><p>Sein Fazit: Das alte Paradigma einer industriellen Landwirtschaft mit hohem Energie- und Chemikalieneinsatz ist nicht mehr zeitgem\u00e4ss. Die volle Einbeziehung lokalen und indigenen Wissens, die St\u00e4rkung von B\u00e4uerinnen, Forschungsschwerpunkte auf kleinb\u00e4uerliche und agro\u00f6kologische Anbaumethoden, gute Bildung und Technologietransfer und mehr nachhaltig vernetzte Forschung vor Ort sind wesentliche Elemente einer Landwirtschaft, die den Weg aus der derzeitigen Krise weisen.</p><p>Deutlicher als je zuvor betont der Bericht, dass die Landwirtschaft kein Produktionssystem wie jedes andere ist, sondern dass seine Funktionen f\u00fcr Natur und Gesellschaft ebenso wichtig sind. Er weist deutlich darauf hin, dass Staaten und Gemeinden demokratisch und souver\u00e4n ihre Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftspolitik selbst bestimmen m\u00fcssen und die kleinsten Landwirte die gr\u00f6ssten Verlierer des Weltmarktes sind. Den Bericht, der im April dieses Jahres im s\u00fcdafrikanischen Johannesburg von 60 Regierungen verabschiedet wurde, hat auch die Schweiz akzeptiert und unterschrieben. </p><p>Der Bericht des Weltlandwirtschaftsrates zeigt auf, dass es mit einer multifunktionalen Landwirtschaft, die \u00f6kologische und gesellschaftliche Leistungen mit einbezieht, und einem Recht der L\u00e4nder auf ihre eigene Grundversorgung mit Lebensmitteln m\u00f6glich ist, alle Menschen unserer Erde zu ern\u00e4hren. Die Schweiz hat diesen in seiner Art einmaligen und weitsichtigen Weltlandwirtschaftsbericht ebenfalls unterzeichnet. Sie muss nun ihr politisches Handeln danach ausrichten.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der IAASTD-Bericht (International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development) ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit verschiedener Regierungen, die 2002 begann und von der Weltbank, der FAO, dem GEF (Global Environment Facility), dem UNDP (United Nations Development Programme), dem Unep (United Nations Environment Programme), der Unesco (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) und der WHO (World Health Organisation) kofinanziert wurde. Das Ziel dieser Arbeit war, die Rolle zu evaluieren, welche die landwirtschaftlichen Kenntnisse, Wissenschaften und Technologien bei der Bek\u00e4mpfung von Hunger und Armut,  der Verbesserung der Lebensbedingungen im l\u00e4ndlichen Raum sowie der \u00f6kologisch, sozial und wirtschaftlich vertr\u00e4glichen Entwicklung spielen.</p><p>Die Schweiz hat sich \u00fcber die Deza an der Finanzierung dieses Prozesses beteiligt. Verschiedene Schweizer Wissenschaftler waren zudem stark in dieses Projekt involviert. So fungierte Prof. H. Herren als Vizepr\u00e4sident und Prof. H. Hurni von der Universit\u00e4t Bern als Hauptautor eines Kapitels des Berichtes.</p><p>In der Schlusserkl\u00e4rung der regierungs\u00fcbergreifenden Vollversammlung, die im April 2008 in Johannesburg stattfand, w\u00fcrdigten die Schweiz und andere Regierungen den einzigartigen Charakter des Vorgehens. Es wurde allgemein anerkannt, dass der Bericht unterschiedliche Ansichten darstellt, die in einen generellen Konsens \u00fcber die Wichtigkeit von landwirtschaftlichen Kenntnissen, Wissenschaften und Technologien im Dienste der Entwicklung hinauslaufen. Der IAASTD-Bericht stellt einen wichtigen Beitrag und eine erfreuliche Initiative dar, die es von allen Regierungen zur Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele zu verfolgen gilt. Die Regierungen - einige mit Vorbehalten - haben die Zusammenfassung zuhanden der Entscheidungstr\u00e4ger, die eine Reihe von Schlussfolgerungen und Handlungsachsen darlegt, gutgeheissen.</p><p>Der Bundesrat nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass im Bericht ein besonderes Gewicht auf die Multifunktionalit\u00e4t der Landwirtschaft gelegt wird. Zudem entsprechen die zentralen Handlungsachsen den Grunds\u00e4tzen und Zielen der Schweizer Agrarpolitik und der Strategie der Schweizer Entwicklungshilfe. Zu diesen Ans\u00e4tzen geh\u00f6ren die F\u00f6rderung der lokalen Agrarproduktion durch landwirtschaftliche Familienbetriebe, die Entwicklung nachhaltiger und ressourcenschonender Produktionsmethoden auf der Grundlage von guter landwirtschaftlicher Praxis und einem gezielten Einsatz der Hilfsmittel sowie der Zugang zu Kenntnissen, genetischen Ressourcen, M\u00e4rkten und Produktionsmitteln. Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz mit internationalen Institutionen wie den Zentren der Beratungsgruppe f\u00fcr internationale Agrarforschung (CGIAR) und dem Internationalen Zentrum f\u00fcr Landwirtschaft und Biowissenschaften (Center for Agriculture and Bioscience International, Cabi) wird bereits nach den im Bericht dargelegten Grunds\u00e4tzen ausgerichtet.</p><p>An der 16. Sitzung der Uno-Kommission f\u00fcr nachhaltige Entwicklung, am Weltern\u00e4hrungsgipfel der FAO sowie an der 9. Konferenz der Mitgliedstaaten der Konvention \u00fcber die biologische Vielfalt unterstrich die Schweiz die Wichtigkeit des IAASTD-Berichtes als Referenzdokument f\u00fcr die Erarbeitung von Strategien zur Intensivierung der Investitions- und Forschungst\u00e4tigkeiten in der Landwirtschaft.</p><p>Zus\u00e4tzlich zu den obigen Ausf\u00fchrungen ist der Bundesrat bereit, die Analyse der Schlussfolgerungen des IAASTD-Berichtes hinsichtlich der Schweizer Agrar- und Entwicklungspolitik im Rahmen des Berichtes \u00fcber die Nahrungsmittelkrise und die Rohstoff- und Ressourcenknappheit, der zur Beantwortung des Postulates Stadler 08.3270 zuhanden des Parlamentes verfasst wird, weiter zu vertiefen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.","FederalCouncilProposal":18,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1219190400000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1276732800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779238050230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1212019200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4804,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Landwirtschaft"}}