{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083277,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083277,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3277","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Der Ern\u00e4hrung den Vorrang geben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zum Zwecke einer gr\u00f6sseren Nahrungsmittelproduktion bestimmte gesetzliche Bestimmungen im Landwirtschaftsbereich zu \u00fcberarbeiten und Brachen und Buntbrachen abzuschaffen. Zur F\u00f6rderung der Artenvielfalt m\u00fcssen Mittel eingesetzt werden, welche die Nahrungsmittelproduktion nicht beeintr\u00e4chtigen.</p>","ReasonText":"<p>Der weltweite Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat verschiedene Auswirkungen.</p><p>Der Ackerbau findet in den Industriel\u00e4ndern pl\u00f6tzlich wieder mehr Anerkennung, und es scheint auch in den Entwicklungsl\u00e4ndern, die ihre Produktion erh\u00f6hen k\u00f6nnten, zu einer Aufwertung zu kommen.</p><p>W\u00e4hrend die Schweiz ihre Nahrung aber immer bezahlen k\u00f6nnen wird, haben viele L\u00e4nder schlichtweg keinen Zugang mehr dazu.</p><p>Angesichts dieser Tatsache muss die Schweizer Agrarpolitik etwas daf\u00fcr tun, dass die Schweiz mehr als die gegenw\u00e4rtigen 60 Prozent Selbstversorgung erreicht. Die Landwirtschaft muss wieder in ihre Ern\u00e4hrerrolle zur\u00fcckfinden. </p><p>Vor dem Hintergrund der gegenw\u00e4rtigen Nahrungsmittelkrise ist das Anlegen von Brachen ethisch nicht tragbar. Abgesehen davon, dass Buntbrachen sowieso nur ein paar Wochen im Jahr sch\u00f6n anzusehen sind, f\u00fchrt jede einzelne Parzelle, die mit einer Buntbrache belegt ist, zu einer zus\u00e4tzlichen Lebensmitteleinfuhr, was wiederum heisst, dass irgendwo auf dieser Welt M\u00e4nner, Frauen und Kinder ihrer lebensnotwendigen Nahrung beraubt werden. So gesehen ist jede Brachparzelle wie ein Schlag ins Gesicht derer, die Hunger leiden. In dieser Hinsicht muss die Zweckm\u00e4ssigkeit aller Umweltmassnahmen, die unsere landwirtschaftlichen Ertr\u00e4ge in irgendeiner Form beeintr\u00e4chtigen, unbedingt noch einmal neu durchdacht werden. Vorab soll die Abschaffung der Brachen aber erst einmal ein Zeichen der Solidarit\u00e4t mit den Entwicklungsl\u00e4ndern sein, das sehr rasch umgesetzt werden kann. </p><p>F\u00fcr eine nachhaltige \u00d6ko- und Umwelteffizienz muss die Artenvielfalt durch das Anlegen von Ackerschonstreifen und die Optimierung der Standorte (Geb\u00fcschr\u00e4nder, Waldr\u00e4nder, extensiv genutzte Wiesen usw.) beg\u00fcnstigt werden. Zudem k\u00f6nnten die f\u00fcr diese Umweltprogramme zugelassenen Fl\u00e4chen begrenzt werden.</p><p>Mit den eingesparten Beitr\u00e4gen k\u00f6nnten die Agrarinvestitionen, die der Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung dienen (Milch, Obst und Gem\u00fcse, Getreide), aufgestockt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat hat verschiedentlich zu Fragen der Ern\u00e4hrungssicherheit und des Selbstversorgungsgrades Stellung genommen, u. a. im Rahmen der Motion Schibli vom 20. Dezember 2006 (06.3880, F\u00f6rderung der inl\u00e4ndischen Nahrungsmittelproduktion) und der dringlichen Interpellation der gr\u00fcnen Fraktion vom 26. Mai 2008 (08.3243, Ern\u00e4hrungskrise und Lebensmittelsicherheit). Im Wesentlichen wurde festgestellt, dass:</p><p>- der Selbstversorgungsgrad (SVG) in den Jahren 2004-2006 59 Prozent betrug. Die Schweiz verf\u00fcgte 1950 \u00fcber einen vergleichbaren SVG, wobei die Bev\u00f6lkerungszahl damals deutlich geringer war. L\u00e4nder mit einem h\u00f6heren Selbstversorgungsgrad als die Schweiz verf\u00fcgen auch \u00fcber eine gr\u00f6ssere landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che pro Einwohner;</p><p>- der intensiven Bodennutzung und damit einem weiteren Wachstum der landwirtschaftlichen Produktion durch das Erfordernis der \u00f6kologischen Nachhaltigkeit Grenzen gesetzt sind;</p><p>- der Fl\u00e4chenverbrauch f\u00fcr die Biotreibstoffproduktion, die \u00c4nderung der Konsumgewohnheiten in L\u00e4ndern mit hohem Wirtschaftswachstum sowie die Spekulation mit Nahrungsmitteln den Anstieg der Weltmarktpreise f\u00fcr Agrarrohstoffe gef\u00f6rdert haben.</p><p>Im Jahre 2006 wurden 3214 Hektaren Ackerland als Bunt- oder Rotationsbrachen bewirtschaftet. Gemessen an der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4che der Schweiz betr\u00e4gt der Anteil Bunt- und Rotationsbrachen 0,3 Prozent. Ver\u00e4nderungen beim Selbstversorgungsgrad h\u00e4ngen viel st\u00e4rker von den Faktoren Wetter, Marktpreis und Fl\u00e4che pro Kopf der Bev\u00f6lkerung ab. </p><p>Die Anlage von 7 Prozent \u00f6kologischer Ausgleichsfl\u00e4che (\u00f6AF) auf jedem Landwirtschaftsbetrieb ist ein wesentlicher Bestandteil des \u00f6kologischen Leistungsnachweises. In intensiven Ackerbaugebieten sind viehlose Betriebe auf diese Elemente angewiesen, da sie ihren Anteil an \u00f6AF nicht mit extensiv und wenig intensiv genutzten Wiesen erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Bunt- und Rotationsbrachen sind hier wichtige Elemente der Vernetzung. Buntbrachen erf\u00fcllen wertvolle \u00f6kologische Funktionen f\u00fcr Fauna und Flora und sind damit durch die Gew\u00e4hrleistung der funktionalen Biodiversit\u00e4t Grundlage f\u00fcr die langfristige Erhaltung der Versorgungssicherheit. Die spezifischen Funktionen von Buntbrachen sind nicht ersetzbar durch andere \u00f6kologische Ausgleichsfl\u00e4chen wie Hecken oder extensive Wiesen. In einer durch die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-T\u00e4nikon durchgef\u00fchrten Evaluation wurde festgehalten, dass Bunt- und Rotationsbrachen ein wirksames Instrument zur Erhaltung und F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t im Ackerbaugebiet sind.</p><p>Bunt- und Rotationsbrachen k\u00f6nnen bei Versorgungsengp\u00e4ssen wieder in die Produktion genommen werden. Anders verh\u00e4lt es sich mit dem irreversiblen Verlust von fruchtbarem Kulturland durch Versiegelung und Verwaldung.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1219190400000)\/","SubmittedBy":"Glauser-Zufferey Alice","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1259841942153)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237831173)\/","SubmissionDate":"\/Date(1212537600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4804,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}