{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083293,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083293,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3293","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verst\u00e4rkung der \u00f6kologischen Agrarforschung und Nutzbarmachung der Resultate","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der aktuelle Bericht des Uno-Landwirtschaftsrats (IAASTD-Bericht) fordert angesichts von Wasserknappheit, schwindender Artenvielfalt, Bodenerosion, Klimaschwankungen, sinkenden Ertr\u00e4gen und steigenden Preisen eine radikale Neuorientierung der Landwirtschaft und der Agrarforschung. Hunger und Armut k\u00f6nnen weltweit nur mit einer Landwirtschaft bek\u00e4mpft werden, die sich an hohen \u00f6kologischen Standards orientiert. Damit diese Neuorientierung geschehen kann, brauchen die B\u00e4uerinnen und Bauern vor Ort entsprechendes Wissen und K\u00f6nnen. </p><p>Die Schweiz besitzt schon viel Wissen und Erfahrung in der praktischen Umsetzung im Bereich der \u00f6kologischen Landwirtschaft. Sie besitzt mit dem Fibl ein weltweit anerkanntes Forschungsinstitut f\u00fcr den biologischen Landbau. </p><p>Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen: </p><p>1. Sieht er vor, gem\u00e4ss den Forderungen des IAASTD-Berichts, die Agrarforschung im Bereich der \u00f6kologischen Landwirtschaft massiv aufzustocken? </p><p>2. Sieht er vor, sich vermehrt an internationalen Forschungsprogrammen f\u00fcr eine nachhaltige Landwirtschaft zu beteiligen? </p><p>3. Welche konkreten Massnahmen sieht er vor, um den Bauern und B\u00e4uerinnen in den von Hunger und Armut bedrohten L\u00e4ndern unser Wissen und unsere praktische Erfahrung mit dem \u00f6kologischen Landbau zug\u00e4nglich zu machen (Informationskampagnen, Schulung vor Ort, Praktika in der Schweiz, F\u00f6rderprogramme f\u00fcr Frauen usw.)? </p><p>4. Wie will er das Schweizer Engagement in der CGIAR (Consultative Group on International Agricultural Research) verst\u00e4rken? Mit welchen Schritten will er in diesem Gremium insbesondere auf eine Neuausrichtung im Sinne des IAASTD-Berichts hinwirken? </p><p>5. Teilt er die Ansicht, dass mit diesen Aktivit\u00e4ten ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Millenniumsziele geleistet werden kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bund (Deza, Seco und BLW) engagiert sich namentlich zusammen mit Forschungsinstitutionen wie der ETH, Universit\u00e4ten, den landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Agroscope und dem Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau (Fibl) in der Entwicklung und Umsetzung von Agrarsystemen. Mit der Unterst\u00fctzung der CGIAR und der beiden internationalen Organisationen Cabi (Zentrum f\u00fcr Landwirtschaft und Biowissenschaften) und Icipe (Internationales Insekten-Forschungsinstitut) durch die Deza liefert die Schweiz einen Beitrag zur Probleml\u00f6sung in der Ern\u00e4hrungssicherung, zur Landwirtschaft-Klimawandel-Problematik und zur nachhaltigen Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen. Zudem f\u00f6rdert sie die Vernetzung vor Ort mit nationalen und lokalen Partnern sowie die Zusammenarbeit mit Bauernorganisationen und Kleinbauern und hilft beim Aufbau von Forschungskapazit\u00e4ten wie auch von Frauenf\u00f6rderungsprogrammen, um nur eine Auswahl zu nennen. Mit der Mitfinanzierung der FAO IPM Facility (Integrated Pest Management) durch die Deza gew\u00e4hrleistet die Schweiz zudem die Beratung von Regierungen in der Politikentwicklung zur umweltgerechten Anwendung von Pestiziden gem\u00e4ss internationalen Standards.</p><p>1. Das BLW investiert mit der Finanzierung von Agroscope und der Teilfinanzierung des Fibl einen beachtlichen Teil seiner landwirtschaftlichen Ressortforschung in die Entwicklung \u00f6kologischer Anbaumethoden. Deza und Seco sind gefordert, ihren Mitteleinsatz - ausgehend von deren aktuellen Budgets und vor dem Hintergrund der weltweiten Herausforderungen - zugunsten der Agrarforschung und zur St\u00e4rkung einer nachhaltigen Landwirtschaft zugunsten von Entwicklungsl\u00e4ndern zu \u00fcberpr\u00fcfen. Eine Aufstockung der Budgets erachtet der Bundesrat angesichts der bereits eingesetzten Mittel und der Budgetrestriktionen des Bundes finanzpolitisch als nicht angebracht. </p><p>Der Bundesrat unterstreicht die Wichtigkeit des Berichts des International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development (IAASTD-Bericht) als Referenzdokument f\u00fcr die Erarbeitung von Strategien zur Intensivierung der Investitions- und Forschungst\u00e4tigkeiten in der Landwirtschaft. Er hat sich bereit erkl\u00e4rt, die Analyse der Schlussfolgerungen des IAASTD-Berichts hinsichtlich der Schweizer Agrar- und Entwicklungspolitik im Rahmen des Berichts \u00fcber die Nahrungsmittelkrise und die Rohstoff- und Ressourcenknappheit, der zur Beantwortung des Postulates Stadler 08.3270 zuhanden des Parlamentes verfasst wird, weiter zu vertiefen.</p><p>2. Der Bundesrat begr\u00fcsst es, wenn sich die private wie auch die \u00f6ffentliche Forschung noch st\u00e4rker an internationalen Forschungsprogrammen beteiligt und vernetzt. Die Budgeterh\u00f6hung des mit einem Themenschwerpunkt in der Agrarforschung ausgestatteten 7. Forschungsrahmenprogramms der EU bietet hierzu gute Chancen f\u00fcr die Schweizer Forschenden, sich international zu positionieren. In mehreren L\u00e4ndern arbeitet die Deza eng mit Schweizer Forschungsinstitutionen im Bereich der F\u00f6rderung der nachhaltigen organischen Landwirtschaft zusammen.</p><p>3. Wie bereits ausgef\u00fchrt, bestehen konkrete Massnahmen der Deza, um den B\u00e4uerinnen und Bauern in den vom Hunger bedrohten L\u00e4ndern unser Wissen und unsere Erfahrung zug\u00e4nglich zu machen. In allen F\u00f6rdermassnahmen steht die nachhaltige Landwirtschaft im Vordergrund. Zus\u00e4tzlich bestehen Programme des Seco zur Umsetzung dieser Erkenntnisse und zur direkten F\u00f6rderung des Know-hows \u00fcber den lokalen Anbau von Bioprodukten und den Aufbau lokaler Zertifizierungsstellen in Entwicklungsl\u00e4ndern. Diese Unterst\u00fctzung bildet die Basis f\u00fcr die weiterf\u00fchrende Kooperation des Seco mit verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und Privatunternehmen bei der F\u00f6rderung internationaler Wertsch\u00f6pfungsketten im Bereich des Handels mit biologischen Produkten.</p><p>4. Die Deza unterst\u00fctzt die CGIAR j\u00e4hrlich mit rund 12 Millionen Franken (Programmbeitr\u00e4ge). Zus\u00e4tzlich finanziert die Schweiz bilaterale Projekte der anwendungsorientierten Agrarforschung in Partnerschaft mit der CGIAR in Deza-Schwerpunktl\u00e4ndern mit rund 9 Millionen Franken via Projektbeitr\u00e4ge. Die Schweiz bringt Anliegen der IAASTD aktiv in die Steuerungsorgane der CGIAR ein. Neben der Deza sind auch ausgewiesene Fachleute schweizerischer Forschungsinstitutionen in diese Prozesse eingebunden.</p><p>5. Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass die Verst\u00e4rkung der \u00f6kologischen Agrarforschung und die Nutzbarmachung der Resultate substanziell zur Erreichung der Millenniumsziele beitragen k\u00f6nnen. Die Mittel, die der Bund zur Verf\u00fcgung stellt, fokussieren auf die am meisten von der Armut betroffenen Bev\u00f6lkerungsschichten. Die Zusammenarbeit basiert auf den national formulierten Armutsreduktionsstrategien und erfolgt in Absprache mit anderen Geldgebern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1221004800000)\/","SubmittedBy":"Sozialdemokratische Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1223048296870)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237595387)\/","SubmissionDate":"\/Date(1212969600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4804,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Landwirtschaft"}}