{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083391,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083391,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3391","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Wirtschafts- und familienpolitische Bedeutung aktiver Vaterschaft","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht vorzulegen und insbesondere folgende Fragestellungen zu beantworten: </p><p>1. Welche Position nehmen die Schweizer V\u00e4ter (auch im internationalen Vergleich) bez\u00fcglich Verteilung von Erwerbs- und Nichterwerbsarbeit zwischen den Geschlechtern und bez\u00fcglich relevanter gesundheitlicher, sozialer und \u00f6konomischer Indikatoren ein? </p><p>2. Wie wirkt sich vermehrte teilzeitliche Erwerbst\u00e4tigkeit von M\u00e4nnern mit Kindern unter 15 Jahren auf Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarktpartizipation, Erwerbsquote, Gesundheitsausgaben und demografische Entwicklung der Schweiz aus? Es ist eine Kosten-Nutzen-Analyse vorzunehmen. </p><p>3. Welche Faktoren verhindern eine st\u00e4rkere Beteiligung der M\u00e4nner im h\u00e4uslich-famili\u00e4ren Bereich? Welche \u00c4nderungen in der Wirtschafts- und Familienpolitik, im Sozialversicherungs- und Steuersystem sind n\u00f6tig, um ein st\u00e4rkeres Engagement der M\u00e4nner im h\u00e4uslich-famili\u00e4ren Bereich zu erm\u00f6glichen?</p>","ReasonText":"<p>Mit der Emanzipation der Frau und der Steigerung ihrer Erwerbsquote ist die Forderung nach st\u00e4rkerer Beteiligung der M\u00e4nner im Bereich der Kinderbetreuung und des Haushalts zum breitgeteilten Konsens geworden. Trotzdem nimmt die Zahl der M\u00e4nner, die ihr famili\u00e4res Engagement mit einer Teilzeitanstellung kombinieren, nur schwach zu (2007 11,9 Prozent, 1991 7,8 Prozent). Gesundheitsdaten weisen auf betr\u00e4chtliche geschlechterspezifische Belastungen mit entsprechenden betriebs- und volkswirtschaftlichen Folgekosten hin. </p><p>Laut einer Studie des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) sind die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie und die hohen Aufwendungen f\u00fcr Kinder die zwei wesentlichsten Gr\u00fcnde, weshalb Paare heutzutage auf Kinder verzichten und ein markanter Geburtenr\u00fcckgang bei gutausgebildeten Personen zu verzeichnen ist. F\u00fcr die Wohlfahrt der Schweiz ist es deshalb wichtig, das Gebot nach gelebter Gleichstellung im Arbeitsbereich so zu realisieren, dass sowohl M\u00e4nner wie Frauen m\u00f6glichst produktiv sind und gesund bleiben. </p><p>Der verlangte Bericht will die entsprechenden Wissens- und Datenl\u00fccken auf M\u00e4nnerseite beheben. Im Ausland gibt es bereits verschiedene vergleichbare Anstrengungen. In \u00d6sterreich existiert z. B. sogar eine eigene \"M\u00e4nnerpolitische Grundsatzabteilung\" im Bundesministerium f\u00fcr Soziales und Konsumentenschutz.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das Postulat verlangt einen Bericht, welcher die Beteiligung der V\u00e4ter im h\u00e4uslich-famili\u00e4ren Bereich beleuchtet und die gesellschaftlichen Auswirkungen vermehrter Teilzeiterwerbst\u00e4tigkeit von V\u00e4tern aufzeigt. Mit dieser Thematik haben sich bereits verschiedene vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) in den vergangenen Jahren publizierte Studien eingehend besch\u00e4ftigt: \"Rollenteilung im Haushalt\" (Sozialberichterstattung Schweiz - Dritter statistischer Bericht; BFS 2003); \"Familienarbeit, Erwerbsmuster und Arbeitsteilung im Haushalt\" (Informationen aus der Demografie; BFS 2005); \"Arbeitsplatz Haushalt: Zeitaufwand f\u00fcr Haus- und Familienarbeit und deren monet\u00e4re Bewertung\" (BFS Aktuell; 2006).</p><p>Gem\u00e4ss Volksz\u00e4hlung 2000 bildet das h\u00e4ufigste Erwerbsmuster bei Paaren Teilzeitarbeit der Frau und Vollzeitarbeit des Mannes (33 Prozent), das zweith\u00e4ufigste Vollzeitarbeit des Mannes und Nichterwerbst\u00e4tigkeit der Frau (28 Prozent). Der Anteil teilzeiterwerbst\u00e4tiger M\u00e4nner hat in den vergangenen 15 Jahren nur wenig zugenommen und ist noch heute klein (12 Prozent; SAKE 2007). Diese Zahlen widerspiegeln den weiterhin sehr deutlichen geschlechterspezifischen Unterschied im Arbeitsmarktverhalten. Diese nach wie vor traditionell gepr\u00e4gte Rollenteilung scheint heute f\u00fcr viele Familien einen gangbaren Kompromiss zwischen den Anforderungen des Berufs- und Familienlebens darzustellen.</p><p>Die Wahl eines Familienmodells ist eine private, von jedem Paar individuell zu beantwortende Frage. Die Gesellschaft hat die Aufgabe, mit der Schaffung m\u00f6glichst g\u00fcnstiger Rahmenbedingungen f\u00fcr die Familien auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu f\u00f6rdern. Allerdings ver\u00e4ndern sich die Rollenverst\u00e4ndnisse im Verh\u00e4ltnis von Frau und Mann nur langsam. Entsprechende Bewusstseinsprozesse k\u00f6nnen durch \u00d6ffentlichkeitsarbeit zus\u00e4tzlich gef\u00f6rdert werden. Es sei hier an die Kampagnen \"Fairplay-at-home\" und \"Fairplay-at-work\" des Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann erinnert.</p><p>Neben den erw\u00e4hnten, privaten Gr\u00fcnden spielt die nach wie vor mangelnde Bereitschaft der Wirtschaft eine wichtige Rolle, familienfreundliche Massnahmen wie beispielsweise vermehrte Schaffung von Teilzeitstellen und Jobsharing sowie Einf\u00fchrung von Jahresarbeitszeit gezielt anzubieten. Information und Sensibilisierung auch der Wirtschaft kann und soll einen Kulturwandel bewirken. Seitens des Bundes ist das Seco in diesem Bereich seit einigen Jahren aktiv. Zu erw\u00e4hnen ist beispielsweise das in Zusammenarbeit mit den Verb\u00e4nden der Arbeitgebenden erarbeitete KMU-Handbuch \"Beruf und Familie\". Im Rahmen dieser Sensibilisierung soll dem Abbau von H\u00fcrden, mit welchen sich M\u00e4nner konfrontiert sehen, die Teilzeit arbeiten m\u00f6chten, insk\u00fcnftig besonderes Gewicht zukommen.</p><p>Der Bundesrat setzt seine Schwerpunkte zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei der F\u00f6rderung flexibler Arbeitszeitmodelle auf betrieblicher Ebene, bei der F\u00f6rderung familienerg\u00e4nzender Kinderbetreuung sowie bei der Reform der Familienbesteuerung. Er erachtet es deshalb - auch eingedenk der limitierten Ressourcen in der Bundesverwaltung - als nicht zielf\u00fchrend, einen Bericht zur Bedeutung aktiver Vaterschaft zu erstellen.</p><p>Der Bundesrat beantragt somit Ablehnung des Postulats, da die massgebenden Fakten bekannt und durch Studien belegt sind. Ein weiterer Bericht w\u00fcrde zu keinen neuen, f\u00fcr die politische Arbeit wesentlichen Erkenntnissen f\u00fchren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1219795200000)\/","SubmittedBy":"Hochreutener Norbert","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1229685747260)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|28","Category":null,"Modified":"\/Date(1690539757487)\/","SubmissionDate":"\/Date(1213228800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4804,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Soziale Fragen"}}