{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083676,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083676,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3676","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Reduktion synthetischer Chemikalien in der Muttermilch. Pr\u00e4vention","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Pr\u00e4ventionsstrategien zur Reduktion von synthetischen Chemikalien, namentlich auch von hormonaktiven Stoffen, in der Muttermilch zu erarbeiten. Diese sollen insbesondere umfassen: </p><p>- bessere Aufkl\u00e4rung der Konsumenten, besonders der Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter;</p><p>- gut sichtbare und lesbare Deklarationen f\u00fcr Kosmetika;</p><p>- Weiterf\u00fchrung und Vertiefung der Grundlagenforschung mit dem Ziel der Risikoevaluation.</p>","ReasonText":"<p>Die steigenden Zahlen synthetischer Chemikalien, teils mit hormonartigen Wirkungen, geben weltweit Anlass zu Besorgnis. In der Interpellation 08.3030 wurde der Bundesrat gebeten, zu dieser Problematik Stellung zu nehmen. Zahlreiche nationale (NFP50) und europ\u00e4ische Forschungsprogramme (Credo Cluster) befassen sich mit hormonartig wirksamen Chemikalien als Verursacher von St\u00f6rungen der Entwicklung und Fortpflanzung und als Ursache beeintr\u00e4chtigter Funktionen des Nerven- und Immunsystems. Besonders empfindlich ist die Zeit vor und nach der Geburt. In dieser Phase k\u00f6nnen minimale Ver\u00e4nderungen von Konzentrationen nat\u00fcrlicher Hormone oder die Anwesenheit hormon\u00e4hnlich wirksamer Fremdstoffe Entwicklungsprozesse nachhaltig st\u00f6ren. Das Resultat kann bereits bei Geburt in Form einer Lage-Anomalie der Hoden (Risikofaktor f\u00fcr Hodenkrebs) oder als Harnr\u00f6hren-Fehlbildung auftreten, oder es kann mit Verz\u00f6gerung erst im Erwachsenenalter als verringerte Geschlechtsfunktion, reduzierte Fruchtbarkeit oder als Erkrankung der Fortpflanzungsorgane beobachtet werden. </p><p>Die Muttermilchstudie (NFP50) zeigte, dass das Neugeborene mit der Muttermilch l\u00e4ngst verbotene Substanzen wie DDT, PCB oder chlorierte Pestizide aufnimmt, neu aber auch verschiedene synthetische Parf\u00fcmstoffe oder UV-Filter aus Kosmetika. Einige dieser Stoffe sind als hormonaktiv identifiziert. </p><p>Der zunehmende Eintrag von Chemikalien in die Muttermilch muss \u00fcberwacht und reduziert werden. Zudem zeigen neue Studien, dass Stoffgemische st\u00e4rkere Wirkungen als Einzelsubstanzen entfalten.</p><p>Die Vorteile der Muttermilch (Immunabwehr) liegen auf der Hand. Ziel ist nicht der Ersatz der Muttermilch, sondern die Reduktion der synthetischen Chemikalien in ihr.</p><p>Die wissenschaftlichen Erkenntisse sind deutlich genug, um aktiver zu werden. Die Bev\u00f6lkerung ist heute kaum informiert, weil die Materie zu komplex ist, sodass sie sich nicht eigenst\u00e4ndig vorsorglich verhalten kann. Es dr\u00e4ngt sich eine Pr\u00e4ventionsstrategie des Bundes auf, insbesondere f\u00fcr Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter und f\u00fcr Kinder.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Reduktion von Fremdstoffen in der Muttermilch ist ein wichtiges Thema, und der Bundesrat setzt sich seit Jahren in verschiedenen Bereichen ein, um das Vorkommen von Umweltkontaminanten zu verringern. Im Konnex mit den kantonalen Umweltschutzmassnahmen (in diesem Kontext weniger belastende Kehrichtverbrennungsanlagen; Kl\u00e4ranlagen) bestehen heute griffige Massnahmen zum Schutz der Bev\u00f6lkerung und der Umwelt (z. B. Verbot von PCBs). Sie haben dazu gef\u00fchrt, dass die Belastung durch sch\u00e4dliche Stoffe in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen hat. </p><p>Die Schweiz hat spezifisch das Stockholmer \u00dcbereinkommen vom 22. Mai 2001 \u00fcber persistente organische Schadstoffe (POP-Konvention; SR 0.814.03) im Juli 2003 ratifiziert, und dieses ist im Mai 2004 in Kraft getreten. Damit ist die Schweiz verpflichtet, die Produktion und die Verwendung dieser Stoffe zu verbieten bzw. Massnahmen zu treffen, um deren unbeabsichtigte Freisetzung zu verringern oder zu verhindern. Der Bundesrat hat im April 2006 den nationalen Durchf\u00fchrungsplan zum Stockholmer \u00dcbereinkommen verabschiedet und dort Massnahmen aufgelistet, um die Belastung der Bev\u00f6lkerung mit diesen langlebigen und global transportierten Stoffen zu minimieren. Es wird aber noch Jahre dauern, bis die Belastungen nicht mehr signifikant sind. Der Bericht des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit \"Dioxine und PCB in Schweizer Lebensmitteln\" (BAG, Januar 2008; Quelle: www.bag.admin.ch; Stichwort Dioxine) zeigt konkret auf, dass die Fremdstoffbelastung von Muttermilch in den vergangenen Jahrzehnten massiv und stetig zur\u00fcckgegangen ist. </p><p>Angesichts dieser hoffnungsvollen Entwicklung erachtet der Bundesrat die Erarbeitung einer zus\u00e4tzlichen, spezifischen Pr\u00e4ventionsstrategie zur Reduktion von synthetischen Chemikalien, namentlich von hormonaktiven Stoffen, als nicht sinnvoll. Die bereits heute bestehenden Grundlagen im Chemikalienrecht erlauben es unter Ber\u00fccksichtigung der internationalen Entwicklung, kritische Anwendungen (z. B. bestimmte Flammschutzmittel) zu untersagen bzw. ein Totalverbot auszusprechen.</p><p>Der Bundesrat geht mit der Motion\u00e4rin einig, dass die Aufkl\u00e4rung der Konsumentinnen und Konsumenten, insbesondere von Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter, wichtig ist. Er verweist auf die bestehenden breiten Informationsangebote von verschiedenen Tr\u00e4gern auf nationaler, kantonaler und Gemeindeebene. Das BAG bereitet gegenw\u00e4rtig Informationsmaterial zum Thema \"Ern\u00e4hrung in Schwangerschaft und Stillzeit\" auf, welches Ende 2008 lanciert wird. Eine Brosch\u00fcre und ein dazugeh\u00f6render Informationsflyer werden wichtige Informationen und umsetzbare Massnahmen f\u00fcr eine Minimierung der Schadstoffaufnahme vermitteln. Die Brosch\u00fcren und Flyer werden via Gyn\u00e4kologinnen und Gyn\u00e4kologen sowie P\u00e4diaterinnen und P\u00e4diater verteilt und k\u00f6nnen auch direkt beim BAG bezogen werden.</p><p>Die Sicht- und Lesbarkeit der Deklaration f\u00fcr Chemikalien und Kosmetika ist nach Ansicht des Bundesrates gen\u00fcgend und bedarf keiner \u00dcberarbeitung.</p><p>Wie der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Postulat Moser 08.3223, \"Einf\u00fchrung einer Belastungsanalyse chemischer Stoffklassen\", ausgef\u00fchrt hat, ist er bereit abzukl\u00e4ren, wie bereits bestehende, punktuell durchgef\u00fchrte Forschungsaktivit\u00e4ten auf kantonaler und nationaler Ebene koordiniert und eventuell ausgedehnt werden k\u00f6nnten.</p><p>Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass er mit der geforderten Strategie nicht mehr erreichen k\u00f6nnte als mit den heute bereits existierenden, zielorientierten Massnahmen, und sieht daher keinen zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1229040000000)\/","SubmittedBy":"Moser Tiana Angelina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1285891200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690533315973)\/","SubmissionDate":"\/Date(1222992000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4805,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}