{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083723,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083723,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3723","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Nachhaltigkeitsstrategie der Pensionskassen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Verordnung \u00fcber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge soll so ge\u00e4ndert werden, dass die Pensionskassen festlegen m\u00fcssen, inwieweit sie sich in ihrer Anlagepolitik einer Nachhaltigkeitsstrategie verschreiben (Anforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensf\u00fchrung), und dass sie diese Strategie \u00f6ffentlich machen m\u00fcssen.</p>","ReasonText":"<p>Die Finanzkrise hat aufgezeigt, welche Gefahren darin lauern, dass in einem wenig transparenten und ungewissen Umfeld Investitionen auf maximalen und sofortigen Profit ausgerichtet werden. Der Zusammenbruch dieses Systems bietet Gelegenheit, \u00fcber die Verantwortung der Investoren nachzudenken. Schon einige Zeit vor der Krise wurden Fonds geschaffen, die dem Anforderungsprofil ESG (environmental, social, corporate governance) entsprechen. Ihre Ergebnisse sind heute mit denjenigen \"traditioneller\" Produkte vergleichbar. Was die Zuverl\u00e4ssigkeit betrifft, sind sie diesen sogar \u00fcberlegen.</p><p>Diese verantwortungsvoll get\u00e4tigten Investitionen sollten insbesondere die Pensionskassen ansprechen. Deren Ziele sind von ihrer Art her auf Dauerhaftigkeit angelegt. Die Ergebnisse, die sie erzielen sollen, d\u00fcrfen sie nicht zu unverantwortbaren Risiken n\u00f6tigen. Ganz im Gegenteil m\u00fcssen sie sich an einer langfristigen und nachhaltigen Unternehmensstrategie orientieren. Einige Kassen habe diese Strategie \u00fcbrigens mit grossem Erfolg zu ihrer Leitlinie gemacht.</p><p>Dieser Vorstoss verlangt, dass die Pensionskassen bestimmen m\u00fcssen, inwieweit sie sich in ihrer Anlagepolitik einer Strategie der Nachhaltigkeit verschreiben, und dass sie diese Strategie \u00f6ffentlich machen m\u00fcssen. Es geht nicht darum, dass sich alle Pensionskassen auf dieselben Grunds\u00e4tze nachhaltiger Investitionen verpflichten m\u00fcssen. Vielmehr sollen sie sich in diesem Bereich positionieren und ihre Nachhaltigkeitsstrategie - wenn sie eine solche haben - formulieren und bekanntmachen. Dies wird zu gr\u00f6sserer Transparenz f\u00fchren. Die Versicherten werden mehr denn je ein Recht darauf haben, \u00fcber die Art, wie ihr Geld investiert wird, und \u00fcber die Anlagestrategie ihrer Kasse informiert zu werden. Die Pensionskassen, die bisher nicht \u00fcber die Nachhaltigkeit nachgedacht haben, werden zudem veranlasst, sich zumindest die entsprechenden Fragen zu stellen. Diejenigen Kassen aber, die ihre \u00dcberlegungen zu ihrer Verantwortung als Investorinnen bereits ausgearbeitet haben, werden die Fr\u00fcchte ihres Engagements geniessen k\u00f6nnen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Ein nachhaltig orientiertes Investitionsverhalten der Vorsorgeeinrichtungen ist in jedem Fall zu begr\u00fcssen und gesamtwirtschaftlich wertvoll. Weder eine nachhaltige Anlagestrategie noch die am Markt angebotenen nachhaltigen Anlagefonds widersprechen den im Gesetz definierten Prinzipien zur Verm\u00f6gensanlage (Sicherheit, gen\u00fcgender Ertrag, Diversifikation). Der parit\u00e4tisch zusammengesetzte Stiftungsrat kann daher eine solche Strategie sowohl \u00fcber entsprechende Bestimmungen im Anlagereglement wie auch \u00fcber entsprechende Auftr\u00e4ge an die externen Verm\u00f6gensverwalter umsetzen. Wichtig ist bei Produkten mit einem eingeschr\u00e4nkten Anlageuniversum, unabh\u00e4ngig der Motivation zur Einschr\u00e4nkung, dass eine angemessene Diversifikation sichergestellt wird. In der Regel ist die Umsetzung einer \"nachhaltigen\" Anlagestrategie durch kollektive Anlagen von diesem Standpunkt her unproblematisch. Oft kommen nachhaltige Kriterien in einem Teil des Portfolios auch zur Anwendung. Es l\u00e4sst sich zudem keine systematische Unter- oder \u00dcberperformance von nachhaltigen Anlagefonds feststellen. Eine entsprechende Anlagestrategie sollte folglich auch vom Ertragsstandpunkt her nicht grunds\u00e4tzlich unvorteilhafter sein als eine \"herk\u00f6mmliche\" Strategie.</p><p>Unter dem Begriff \"nachhaltig\" wird im Anlagekontext im Allgemeinen verstanden, dass der klassische Risiko-Rendite-Ansatz durch soziale und \u00f6kologische Dimensionen erweitert wird. Die praktische Umsetzung des Begriffs kann sich aber von Anbieter zu Anbieter stark unterscheiden. Nachhaltige Anlageprodukte k\u00f6nnen deshalb nicht als homogene Gruppe betrachtet werden. Nicht zuletzt das Diversifikationserfordernis f\u00fchrt oft dazu, dass gewisse Kompromisse im Kriterienkatalog oder in der Kriterienbewertung gemacht werden m\u00fcssen. Der Bundesrat erachtet es deshalb nicht als zweckm\u00e4ssig, nachhaltige Anlageprodukte im Bereich der beruflichen Vorsorge speziell zu regeln, selbst wenn er ein nachhaltiges Investitionsverhalten der Vorsorgeeinrichtungen als sinnvoll erachtet. Er betont dabei ausdr\u00fccklich den Grundsatz der Eigenverantwortung, welcher in der beruflichen Vorsorge in allen Belangen ein wichtiges Prinzip darstellt. Auch sollen beispielsweise kleinere Kassen nicht noch zus\u00e4tzlich mit Anforderungen belastet werden.</p><p>Ferner ist auf die Regelung zur Aus\u00fcbung der Aktion\u00e4rsstimmrechte hinzuweisen. Die Wahrnehmung der Aktion\u00e4rsstimmrechte ist aus Sicht einer zweckm\u00e4ssigen Corporate Governance bedeutungsvoll. Die Vorsorgeeinrichtungen k\u00f6nnen ihr Nachhaltigkeitsverst\u00e4ndnis auf diese Weise direkt als Eigent\u00fcmer des volkswirtschaftlichen Kapitalstocks umsetzen. Der Grundsatz der Parit\u00e4t f\u00fchrt - verbunden mit der Regelung zur Aus\u00fcbung der Aktion\u00e4rsstimmrechte - dazu, dass sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer zu gleichen Teilen die Anlagestrategie mitbestimmen k\u00f6nnen. Das entsprechende Anliegen kann somit jederzeit aufgenommen werden, sollte das entsprechende Bed\u00fcrfnis im Stiftungsrat existieren und als sinnvoll erachtet werden. Die Vorsorgeeinrichtungen sind deshalb in jedem Fall pr\u00e4destiniert, im Bereich nachhaltiger Verm\u00f6gensanlagen eine wichtige Rolle zu spielen, auch wenn diesbez\u00fcglich keine spezielle Regelung in der Verordnung erlassen wird.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1227657600000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1228767305153)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28","Category":null,"Modified":"\/Date(1763105335230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1222992000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4805,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen"}}