{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083816,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083816,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3816","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Unterricht fremdsprachiger Kinder in der Muttersprache","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Migration ist verantwortlich f\u00fcr die Koordination der Integrationspolitik (Art. 57 AuG und Art. 8 VIntA). Es soll insbesondere die Koordination zwischen Kantonen und Gemeinden sicherstellen, damit der Informations- und Erfahrungsaustausch verbessert wird. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt:</p><p>- eine systematische Bestandesaufnahme vorzunehmen, die die in den Kantonen bestehenden Angebote in heimatsprachlichem Unterricht f\u00fcr fremdsprachige Kinder in der obligatorischen Schule erfasst und auf eventuelle L\u00fccken pr\u00fcft;</p><p>- zu pr\u00fcfen, ob der Bund - gemeinsam mit den Herkunftsl\u00e4ndern - den Muttersprachunterricht f\u00fcr fremdsprachige Kinder teilweise mittragen k\u00f6nnte, um damit das Angebot in der Schweiz zu harmonisieren, die Integration in den schulischen Regelbetrieb zu verbessern sowie p\u00e4dagogische Anforderungen zu definieren;</p><p>- zu pr\u00fcfen, wie die Sprachkenntnisse systematisch und auf koh\u00e4rente Weise aufgewertet werden k\u00f6nnen (Vermerk \u00fcber die Teilnahme an Kursen in der Erstsprache im Schulzeugnis, Dokumentation der Sprachkompetenzen gem\u00e4ss dem Europ\u00e4ischen Sprachenportfolio).</p>","ReasonText":"<p>Untersuchungen \u00fcber die sprachliche Entwicklung bei Gruppen mit Migrationshintergrund in Europa haben gezeigt, dass selbst ein gel\u00e4ufiger Gebrauch der lokalen Sprache nicht die Bedeutung der Heimatsprache verdr\u00e4ngt. Angesichts der heutigen Lebensumst\u00e4nde in der modernen pluralistischen Gesellschaft, die durch Internationalisierung und Mobilit\u00e4t gepr\u00e4gt ist, erscheint eine Bewahrung der Muttersprache als die angemessenste L\u00f6sung.</p><p>Verschiedene Studien auf diesem Gebiet haben gezeigt, dass die schulische Entwicklung zweisprachiger Kinder umso erfolgreicher verl\u00e4uft, je h\u00f6her die Lese- und Schreibkompetenz in der Erstsprache ist. Das gilt sowohl f\u00fcr die Beherrschung der Zweitsprache als auch f\u00fcr die Leistungen in allen anderen Schulf\u00e4chern (Greene 1998). Dieses Ergebnis beruht auf Transfer bei Lernprozessen: Das, was ein Kind in seiner Muttersprache lernt, kann auf die Zweitsprache \u00fcbertragen werden.</p><p>Das Angebot an Kursen in heimatlicher Sprache (f\u00fcr fremdsprachige Kinder) variiert stark je nach Region. Einer Studie der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren zufolge haben in der Deutschschweiz 39 Prozent der Kinder die M\u00f6glichkeit, in der Schule an Kursen in der Muttersprache teilzunehmen, gegen\u00fcber nur 30,9 Prozent in der lateinischen Schweiz. Es w\u00e4re also von Interesse, gest\u00fctzt auf eine konkrete Bestandesaufnahme die Angebote in heimatsprachlichem Unterricht f\u00fcr fremdsprachige Kinder im Gesamtgebiet der Schweiz zu harmonisieren und zu systematisieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Generell ist zun\u00e4chst festzuhalten, dass in der Schweiz der Unterricht in Herkunftssprachen f\u00fcr Kinder mit Migrationshintergrund, der sogenannte Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK-Unterricht), in erster Linie durch Migrationsgemeinschaften angeboten wird. Organisatoren sind Botschaften und Konsulate, privatrechtlich organisierte Vereine und Privatpersonen. HSK-Unterricht ist nicht Teil des \u00f6ffentlichen schweizerischen Bildungsangebotes; Kantone, Gemeinden oder schweizerische Hilfswerke sind nur in Ausnahmef\u00e4llen namhaft an Organisation und Finanzierung beteiligt.</p><p>HSK-Unterricht wird derzeit in der Schweiz in ann\u00e4hernd 40 Herkunftssprachen erteilt und steht in der Regel Kindern offen, welche diese Sprache als Familiensprache sprechen. Dies kann sowohl ihre Erst- als auch die Zweitsprache sein, wobei manchmal die famili\u00e4re Herkunftssprache auch als Fremdsprache erlernt wird.</p><p>Was sodann die einzelnen Punkte des Postulates anbetrifft, so ist auf eine grosse Anzahl schon seit L\u00e4ngerem laufender Bestrebungen sowie demn\u00e4chst zum Abschluss gelangender Projekte und Prozesse hinzuweisen: </p><p>1. Das Generalsekretariat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) hat 2004 eine erste Umfrage zum HSK-Unterricht bei den Kantonen durchgef\u00fchrt. Die daraus gewonnenen Daten sind Ende 2008 aktualisiert und aufgearbeitet worden. Sie werden demn\u00e4chst auf der Website der EDK publiziert. Damit wird dem Anliegen der Erstellung einer systematischen Bestandesaufnahme weitgehend entsprochen.</p><p>2. Zu erw\u00e4hnen ist sodann Artikel\u00a04 Absatz\u00a04 der Interkantonalen Vereinbarung \u00fcber die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos-Konkordat) vom 14. Juni 2007. Dieser Artikel best\u00e4tigt die heutige Praxis der Kantone, die von den Herkunftsl\u00e4ndern und den verschiedenen Sprachgemeinschaften unter Beachtung der religi\u00f6sen und politischen Neutralit\u00e4t durchgef\u00fchrten Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur durch organisatorische Massnahmen, meistens durch Zurverf\u00fcgungstellung von R\u00e4umen in Schulh\u00e4usern, zu unterst\u00fctzen. Hinzuweisen ist zudem auf Artikel\u00a016 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 2007 \u00fcber die Landessprachen und die Verst\u00e4ndigung zwischen den Sprachgemeinschaften, gem\u00e4ss dessen Bestimmungen f\u00fcr die F\u00f6rderung der Kenntnisse Anderssprachiger in der lokalen Landessprache und die F\u00f6rderung der Kenntnisse Anderssprachiger in ihrer Erstsprache Finanzhilfen gew\u00e4hrt werden k\u00f6nnen. Die daf\u00fcr erforderlichen Voraussetzungen werden in der entsprechenden Verordnung zu regeln sein, die sich derzeit in Erarbeitung befindet.</p><p>3. Die systematische Valorisierung der Fremdsprachenkenntnisse ist derzeit Gegenstand von vertieften Abkl\u00e4rungen des Europarats. Diese Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit der EDK. Ziel dieser Bestrebungen ist es, das Erlernen der verschiedenen vorhandenen Sprachen in unterschiedlicher Weise und mit unterschiedlicher Intensit\u00e4t besser im allgemeinen Unterricht zu ber\u00fccksichtigen.</p><p>Was schliesslich die Frage betrifft, inwiefern in diesen Bereichen Koordinationsbedarf zwischen Kantonen und Gemeinden besteht und ob gegebenenfalls durch das Bundesamt f\u00fcr Migration, gest\u00fctzt auf Artikel\u00a057 AuG und Artikel\u00a08 VInt, weitere Massnahmen zu treffen sind, so wird diese Thematik im Rahmen des Prozesses \"Weiterentwicklung der schweizerischen Integrationspolitik\", den die Tripartite Agglomerationskonferenz am 31. Oktober 2008 verabschiedet hat, n\u00e4her zu pr\u00fcfen und gesamtheitlich zu bearbeiten sein.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1234915200000)\/","SubmittedBy":"Gr\u00fcne Fraktion","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1267643799467)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1690531681947)\/","SubmissionDate":"\/Date(1229299200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4806,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Migration"}}