{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20083893,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20083893,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"08.3893","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Wie sinnvoll ist die Entwicklung einer \u00d6konomie der Nutzung in der Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt zu pr\u00fcfen, ob eine \u00d6konomie der Nutzung, wie sie sich in der Schweiz entwickeln k\u00f6nnte, wirtschaftlich und \u00f6kologisch sinnvoll w\u00e4re und welche Konsequenzen sie namentlich f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten h\u00e4tte. Er soll ebenfalls pr\u00fcfen, wie eine solche Entwicklung beg\u00fcnstigt werden k\u00f6nnte, ob beispielsweise mit den Mitteln einer Innovationspolitik und der industriellen Nachhaltigkeit oder mit Vorschriften zu Qualit\u00e4t und Lebensdauer von Produkten.</p>","ReasonText":"<p>Mit der \u00d6konomie der Nutzung soll der Verkauf von G\u00fctern durch den Verkauf von Nutzungen abgel\u00f6st werden. Dank ihr wird es m\u00f6glich, die Wirtschaft zu entmaterialisieren und den wirtschaftlichen Erfolg vom \u00fcberm\u00e4ssigen Verbrauch von Ressourcen zu trennen. Wer G\u00fcter verkauft, war bisher daran interessiert, m\u00f6glichst viele zu verkaufen und deshalb deren Lebensdauer zu verk\u00fcrzen. Wer hingegen die Nutzung von G\u00fctern verkauft, wird darauf aus sein, deren Lebensdauer m\u00f6glichst zu verl\u00e4ngern, um seine Produktionskosten gering zu halten. Der Hersteller wird damit st\u00e4rker in die Verantwortung genommen: Er produziert nicht nur, sondern sorgt auch auf lange Sicht f\u00fcr den Unterhalt und schliesslich die Entsorgung des Produkts. Die \u00d6konomie der Nutzung optimiert demnach die Nutzung und die Effizienz von G\u00fctern und Dienstleistungen und f\u00fchrt dadurch zu einem besseren Umgang mit den bestehenden Ressourcen. So w\u00fcrden beispielsweise das \"Car-Sharing\" dem eigenen Auto und das Hotel der Zweitwohnung vorgezogen. Es gibt Unternehmen, die die Vorteile einer solchen \u00d6konomie begriffen haben, so beispielsweise Xerox, das eher Reproduktionsdienstleistungen als Fotokopierger\u00e4te verkauft.</p><p>In Frankreich wurde am Umweltgipfel Grenelle eine Studiengruppe \"\u00d6konomie der Nutzung\" (\"\u00e9conomie de fonctionnalit\u00e9\") damit beauftragt, ein Massnahmenpaket zu erarbeiten, mit dem eine Dynamik hin zu einer \u00d6konomie der Nutzung ausgel\u00f6st werden soll. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, in der der Markt mit traditionellen G\u00fctern ges\u00e4ttigt ist und der \u00fcberm\u00e4ssige Verbrauch von Ressourcen die Grenzen des bisherigen wirtschaftlichen Wachstums aufzeigt, muss die Schweiz \u00fcber das Potenzial der \u00d6konomie der Nutzung nachdenken. Da die Optimierung der Nutzung von G\u00fctern und Dienstleistungen auf technologischer Innovation beruht, ist unser Land besonders gut platziert, diesen Weg einzuschlagen. Die \u00d6konomie der Nutzung schafft zudem dezentrale Arbeitspl\u00e4tze in der N\u00e4he der Konsumentinnen und Konsumenten und braucht h\u00f6her qualifizierte Arbeitskr\u00e4fte als eine linear auf Produktion ausgerichtete Wirtschaft.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die \u00d6konomie der Nutzung geht davon aus, dass die Wirtschaft durch vermehrte Erteilung von Nutzungsrechten bzw. Vermietung von Produkten weniger nat\u00fcrliche Ressourcen verbraucht als durch Eigentum an Produkten. Wirtschaftliches Wachstum und Verbrauch von Ressourcen w\u00fcrden sich so st\u00e4rker entkoppeln.</p><p>Nutzungen an Produkten bietet die Privatwirtschaft bereits heute und mit zunehmendem Trend an. So wohnt zum Beispiel die Mehrheit der Schweizer in gemieteten Wohnungen, und Projekte in Bezug auf eine bessere Nutzung von Zweitwohnungen sind im Gang. Das Leasingsystem nimmt ebenfalls zu, und auch in der Landwirtschaft entstehen immer mehr Lohnunternehmen, die landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge an Bauern vermieten. Neuere Formen von Nutzungsrechten, wie im Bereich der Fahrzeuge Mitfahrerb\u00f6rsen und \"Mobility\" sowie im W\u00e4rmebereich das \"Energie-Contracting\", sind entstanden. Nutzungen werden insbesondere dort vorangetrieben, wo die Serviceleistung besonders wichtig ist.</p><p>Der Verkauf von Nutzungen anstelle von Eigentum an Produkten ist in zahlreichen F\u00e4llen somit wirtschaftlich sinnvoll und kann gleichzeitig auch einen wichtigen und in vielen F\u00e4llen sinnvollen Beitrag zur Ressourceneffizienz leisten. Die Inanspruchnahme von Ressourcen ist ein Kostenfaktor. Sind diese richtig bewertet, beeinflusst dies das \u00f6konomische Kalk\u00fcl, ob Kauf oder Miete besser ist. </p><p>Eine generelle Folgerung, dass Nutzungsrechte dem Eigentums\u00fcbergang am Investitionsgut oder dauerhaften Konsumgut \u00fcberlegen sind - denn um diese beiden Kategorien von G\u00fctern geht es vor allem -, darf allerdings nicht gezogen werden. Zwischen dem Mieter und dem Verk\u00e4ufer der Nutzung k\u00f6nnen Koordinationsprobleme auftreten, wie sich am Beispiel der Geb\u00e4udesanierungen zeigt, wo der Renovationsentscheid beim Einfamilienhaus einfacher f\u00e4llt als beim Mietobjekt. Diese Koordinationsprobleme k\u00f6nnen gegen\u00fcber Vorteilen des Verkaufs von Nutzungen \u00fcberwiegen. Auch ist in Betracht zu ziehen, dass der Konsument mehrheitlich Eigentum vorzieht, jedoch selbst die Nutzung durch Weiterverkaufssysteme wie Secondhandb\u00f6rsen und Verkaufsplattformen erh\u00f6ht.</p><p>Der Bundesrat lehnt einschr\u00e4nkende Massnahmen, die auf breiter Basis einer \u00d6konomie der Nutzung zum Durchbruch verhelfen, nicht nur aus Gr\u00fcnden der Eignung, sondern auch aus Gr\u00fcnden der Praktikabilit\u00e4t ab. Einschr\u00e4nkungen des privaten Eigentums an den Investitions- und dauerhaften Konsumg\u00fctern sind dort, wo die Konsumenten oder die Wirtschaft die Initiative nicht selbst ergreifen, eher unerw\u00fcnscht und leicht zu umgehen.</p><p>Eine hohe Wirtschaftsleistung bei m\u00f6glichst geringem Ressourcenverbrauch und damit geringer Umweltbelastung entspricht indes den wirtschafts- und umweltpolitischen Zielen des Bundesrates. Ressourceneffizienz ist ein wichtiges Element der Strategie nachhaltige Entwicklung. Zielf\u00fchrend ist vor allem die Internalisierung von externen Kosten und die Information der Konsumenten, u. a. gest\u00fctzt auf die Erkenntnisse der derzeit untersuchten integrierten Produktepolitik. Der Bundesrat wird sich auch in Zukunft in diesem Sinn f\u00fcr einen sparsamen Umgang mit nat\u00fcrlichen Ressourcen einsetzen. Wenn die Idee, dass die Trennung von Eigent\u00fcmer und Nutzer Vorteile bringt, auch grunds\u00e4tzlich zu verwerfen ist, bleibt unbestritten, dass diese Trennung in einzelnen Konstellationen Vorteile bringt. Der Bund f\u00fchrt hier bereits Abkl\u00e4rungen durch. In F\u00e4llen, bei denen die externen Kosten internalisiert sind, ist indes nicht zu erkennen, warum Marktprozesse die allseits optimale L\u00f6sung nicht herbeizuf\u00fchren verm\u00f6gen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1234915200000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1236556800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237908967)\/","SubmissionDate":"\/Date(1229558400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4806,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt"}}