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Iv.","Title":"Flexibilisierung der Waldfl\u00e4chenpolitik","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gest\u00fctzt auf Artikel\u00a0160 Absatz\u00a01 der Bundesverfassung und Artikel\u00a0107 des Parlamentsgesetzes reicht die Kommission f\u00fcr Umwelt, Raumplanung und Energie des St\u00e4nderates folgende parlamentarische Initiative ein:</p><p>Es ist eine \u00c4nderung des Bundesgesetzes \u00fcber den Wald zu erlassen mit dem Ziel, in Gebieten mit einer Zunahme der Waldfl\u00e4che Konflikte mit landwirtschaftlichen Vorrangfl\u00e4chen, \u00f6kologisch oder landschaftlich wertvollen Gebieten sowie dem Hochwasserschutz zu beseitigen; dies durch eine Flexibilisierung der Pflicht zum Rodungsersatz in den betroffenen Gebieten. Gleichzeitig sind geeignete Instrumente vorzusehen, damit in den Gebieten mit einer Zunahme der Waldfl\u00e4che eine weitere, unerw\u00fcnschte Ausdehnung der Waldfl\u00e4che eingeschr\u00e4nkt werden kann. Dabei soll die Gesamtwaldfl\u00e4che nicht reduziert werden.</p>","ReasonText":"<p>Die Waldfl\u00e4che nimmt in einigen Gebieten der Schweiz massiv zu. Zwischen 1993/1995 und 2004/2007 hat beispielsweise die Waldfl\u00e4che im Alpenraum um 9,1 Prozent zugenommen. Dies entspricht einer Zunahme von 33 500 Hektaren respektive einer Fl\u00e4che ungef\u00e4hr so gross wie der Kanton Schaffhausen. Die Zunahme der Waldfl\u00e4che f\u00fchrt immer wieder zu Konflikten mit der Landwirtschaft. Sie kann aber auch \u00f6kologisch und landschaftlich wertvolle Gebiete beeintr\u00e4chtigen. </p><p>Zudem kann es erforderlich sein, im Interesse des Hochwasserschutzes im Uferbereich Rodungen vorzunehmen. Gem\u00e4ss geltendem Waldgesetz muss bei Rodungen ein Realersatz geleistet werden. Gerade in Gebieten mit einer Zunahme der Waldfl\u00e4che ist dieser Grundsatz aber nicht immer sinnvoll und zum Teil kaum mehr zu erf\u00fcllen, ohne neue Landnutzungskonflikte zu provozieren. Die parlamentarische Initiative will am Grundsatz des Rodungsverbotes festhalten. In Gebieten mit einer Zunahme der Waldfl\u00e4che soll aber in begr\u00fcndeten F\u00e4llen auf den Rodungsersatz verzichtet werden k\u00f6nnen. Mit der Revision des Waldgesetzes (07.033) wurde eine Flexibilisierung der Pflicht zum Rodungsersatz im Sinne der vorliegenden parlamentarischen Initiative vorgeschlagen. Diese Flexibilisierung war in der Vernehmlassung und der parlamentarische Debatte weitgehend unbestritten und ist weiterhin vordringlich.</p><p>Die Flexibilisierung des Rodungsersatzes alleine kann die unerw\u00fcnschte Zunahme der Waldfl\u00e4che nicht verhindern. Daher sind weitere Instrumente und Massnahmen vorzusehen, welche der unerw\u00fcnschten Ausdehnung der Waldfl\u00e4che in Gebieten mit einer Zunahme der Waldfl\u00e4che entgegenwirken. Die Erhaltung der Gesamtwaldfl\u00e4che in der Schweiz wird dabei nicht infrage gestellt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1331856000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1770755758230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1245888000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4810,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}