{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20091163,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20091163,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.1163","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Kosten der Kinder und Jugendlichen in der obligatorischen Krankenversicherung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Pr\u00e4mien f\u00fcr die Grundversicherungen steigen f\u00fcr das Jahr 2010 durchschnittlich um 8,7 Prozent. Jene f\u00fcr die Kinder und jungen Erwachsenen steigen weit st\u00e4rker, n\u00e4mlich um 10 bzw. um 13,7 Prozent.</p><p>Begr\u00fcndet wird diese enorme Steigerung mit der Rabattpolitik der vergangenen Jahre. Erkl\u00e4rt dies die ganze Kostensteigerung, oder stecken andere Entwicklungen dahinter? Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Wie haben sich die Kosten in den beiden Kategorien Kinder und junge Erwachsene in den einzelnen Kantonen w\u00e4hrend der letzten f\u00fcnf Jahre entwickelt? Wie gross ist die Kostensteigerung in den einzelnen Kantonen pro Kopf? Wie gross war die jeweilige Differenz zwischen den Kosten und den Pr\u00e4mien in den einzelnen Kantonen?</p><p>2. Worauf sind die Kostensteigerungen zur\u00fcckzuf\u00fchren? Mit welchen Kostensteigerungen ist in den n\u00e4chsten Jahren zu rechnen?</p><p>3. Welche Rolle spielen die jeweiligen Impfprogramme, und wie h\u00e4tten sich die Kosten entwickelt, wenn in der Schweiz die Impfstoffe zum selben Preis erh\u00e4ltlich w\u00e4ren wie in den umliegenden L\u00e4ndern?</p><p>4. Ist er bereit, zu diesem Fragenkomplex beim Schweizerischen Gesundheitsobservatorium eine vertiefende Studie anzuregen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der haupts\u00e4chliche Grund f\u00fcr die hohe Pr\u00e4miensteigerung f\u00fcr 2010 ist die Tatsache, dass 2008 und 2009 die Pr\u00e4mien die Kosten nicht zu decken vermochten. Die in der Anfrage erw\u00e4hnten Pr\u00e4mienzunahmen beziehen sich auf die Grundpr\u00e4mie mit ordentlicher Franchise inklusive Unfalldeckung. Da bei den Erwachsenen ein bedeutender Teil der Versicherten ein Versicherungsmodell mit Wahlfranchise abgeschlossen hat, bei dem die \u00c4nderung der Rabattierungsvorschriften f\u00fcr 2010 zu einer zus\u00e4tzlichen Pr\u00e4miensteigerung f\u00fchrt, ist zu erwarten, dass hier der Anstieg der effektiv bezahlten Pr\u00e4mie 2010 h\u00f6her ausfallen wird als der Anstieg der Grundpr\u00e4mie. Kinder sind dagegen mehrheitlich mit dem Grundmodell (inklusive Unfalldeckung) versichert, weshalb bei ihnen der Unterschied zwischen Grundpr\u00e4mie und effektiv bezahlter Pr\u00e4mie gering ist.</p><p>1. Wie aus der nachstehenden Tabelle (linke H\u00e4lfte) hervorgeht, sind die von den Krankenversicherern bezahlten Leistungen bei den Kindern bis 18 Jahre zwischen 2003 und 2008 mit durchschnittlich 4,6 Prozent pro Jahr etwas st\u00e4rker gestiegen als bei den Erwachsenen ab 26 Jahren. Deutlich unterdurchschnittlich entwickelten sich die Leistungen f\u00fcr junge Erwachsene (plus 1,3 Prozent); in einigen Kantonen waren sie in den letzten Jahren gar r\u00fcckl\u00e4ufig.</p><p>Auf der rechten Seite der Tabelle ist die Differenz zwischen den monatlich effektiv bezahlten Pr\u00e4mien und den den Versicherern verrechneten Kosten (ohne Verwaltungsaufwand) aufgef\u00fchrt. In den meisten Kantonen waren die Pr\u00e4mien f\u00fcr die Kinder 2008 nicht kostendeckend. Selbst ohne Ber\u00fccksichtigung der Verwaltungskosten \u00fcbertrafen die Ausgaben pro Monat und Kind die Pr\u00e4mieneinnahmen um Fr. 2.20. Beim Vergleich der Kosten und Leistungen und deren R\u00fcckschluss auf die Pr\u00e4mien ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Versicherer f\u00fcr junge Erwachsene - im Gegensatz zu den Kindern - Zahlungen in den Risikoausgleich leisten m\u00fcssen, die ebenfalls durch die Pr\u00e4mien finanziert werden m\u00fcssen. Daher sind auch die von jungen Erwachsenen bezahlten Pr\u00e4mien f\u00fcr die Versicherer bei Weitem nicht kostendeckend: Einer gesamtschweizerischen Durchschnittspr\u00e4mie von 199 Franken standen 2008 Zahlungen in den Risikoausgleich von 172 Franken und Leistungen von 76 Franken gegen\u00fcber, weshalb die Versicherer 2008 im Durchschnitt einen monatlichen Verlust von 48 Franken pro jungen Erwachsenen erlitten (ohne Ber\u00fccksichtigung der Verwaltungskosten). Die von vielen Versicherern gew\u00e4hrten Rabatte f\u00fcr junge Erwachsene d\u00fcrften in erster Linie eine Massnahme zur Kundenbindung darstellen, was auch eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die fehlende Kostendeckung der Kinderpr\u00e4mien sein mag.</p><p>2. Zwischen 2003 und 2008 belief sich die Kostensteigerung pro Kind insgesamt auf 193 Franken. Auf h\u00f6here Arztrechnungen entfielen 80 Franken (davon 7 Franken f\u00fcr in der Praxis abgegebene Medikamente), w\u00e4hrend die Kosten f\u00fcr ambulante Spitalbehandlungen pro Kind um 59 Franken, f\u00fcr station\u00e4re Spitalbehandlungen um 41 Franken zugenommen haben. W\u00e4hrend die Kostensteigerung bei Kindern somit zu \u00fcber 70 Prozent auf h\u00f6here Rechnungen f\u00fcr \u00e4rztliche und spitalambulante Leistungen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, liegt der betreffende Anteil f\u00fcr Erwachsene ab 26 Jahren bei weniger als der H\u00e4lfte. Bei Erwachsenen tragen umgekehrt station\u00e4re Leistungen sowie Medikamente st\u00e4rker zur Kostensteigerung bei als bei Kindern.</p><p>Die k\u00fcnftige Kostenentwicklung wird durch politische Massnahmen sowie vom Verhalten der Leistungserbringer und der Versicherten beeinflusst. Die bestehenden Kostenprognosen unterscheiden nicht nach dem Alter der Versicherten.</p><p>3. Impfprogramme laufen in der Regel in der Regie der Kantone. Die \u00dcbernahme der Kosten des Impfstoffs und der Verabreichung erfolgt \u00fcber die obligatorische Krankenpflegeversicherung, soweit in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (SR 832.104) eine entsprechende Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vorgesehen ist. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, dass beispielsweise der Tarif f\u00fcr die Impfung gegen humane Papillomaviren nicht kostendeckend ist und die Kantone im Rahmen von Impfprogrammen den fehlenden Betrag finanzieren.</p><p>Im Rahmen der gegenw\u00e4rtigen ausserordentlichen Preis\u00fcberpr\u00fcfung der Originalpr\u00e4parate in der Spezialit\u00e4tenliste wurde festgestellt, dass von 33 \u00fcberpr\u00fcften Impfstoffen nur gerade drei Pr\u00e4parate \u00fcber dem ausl\u00e4ndischen Durchschnittspreisniveau liegen. Bei den \u00fcbrigen Impfstoffen ist der ausl\u00e4ndische Fabrikabgabepreis zum Teil massiv h\u00f6her als in der Schweiz. Durchschnittlich liegen die Fabrikabgabepreise der sechs Referenzl\u00e4nder rund 40 Prozent \u00fcber dem Schweizer Preis. Demnach sind die Preise der Impfstoffe in der Schweiz im Vergleich zu denjenigen im Ausland nicht \u00fcberh\u00f6ht und sind folglich f\u00fcr die Kostensteigerung bei den Kindern nicht verantwortlich.</p><p>4. Aufgrund der vorliegenden Informationen sieht sich der Bundesrat nicht veranlasst, eine Studie beim Schweizerischen Gesundheitsobservatorium in Auftrag zu geben.</p><p>Die Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken k\u00f6nnen heruntergeladen werden unter: Ratsbetrieb / Curia Vista / Vorst\u00f6sse mit Tabellen und Grafiken, die in der Gesch\u00e4ftsdatenbank nicht abgebildet werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1266969600000)\/","SubmittedBy":"Fehr Jacqueline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1266969600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750805006300)\/","SubmissionDate":"\/Date(1260230400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4812,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}