{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093197,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20093197,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.3197","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ferkelkastration. Objektive Pr\u00fcfung aller Methoden","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Hat der Bundesrat ein Interesse daran, ohne ideologische Scheuklappen nach einer L\u00f6sung zu suchen, welche die teilweise divergierenden Interessen der Produzenten, der Konsumenten und des Tierschutzes optimiert? </p><p>2. Warum wurde die Evaluation der verschiedenen Kastrationsmethoden und Schmerzausschaltungsm\u00f6glichkeiten bereits zu einem fr\u00fchen Zeitpunkt eingeschr\u00e4nkt, ohne eine befriedigende L\u00f6sung zur Hand zu haben? </p><p>3. Ist er bereit, die Frist f\u00fcr ein vollst\u00e4ndiges Verbot der Kastration ohne Schmerzausschaltung um ein Jahr zu verschieben, um den aktuellen Entwicklungen im In- und Ausland besser Rechnung tragen zu k\u00f6nnen? </p><p>4. Ist er bereit, Zusammenh\u00e4nge zwischen unterschiedlichen Schweinepopulationen in Bezug auf Ebergeruch wissenschaftlich zu erforschen (\u00e4hnliche, erfolgreiche Forschung wurde bereits im Zusammenhang mit der Stressresistenz bei Schweinen unterst\u00fctzt und alsdann erfolgreich angewendet)?</p>","ReasonText":"<p>Die bisher g\u00e4ngige Praxis der Ferkelkastration ohne Schmerzausschaltung soll in der Schweiz ab dem 1. Januar 2010 verboten werden. Im Rahmen des Projektes Pro Schwein wurden alternative Methoden zur konventionellen Ferkelkastration erforscht und getestet. Trotzdem harrt die Frage der Ferkelkastration nach wie vor einer politischen L\u00f6sung. Die Inhalationsmethode, die als eine gangbare L\u00f6sung angesehen wird, ist nach Aussagen verschiedener Fachleute f\u00fcr die Umwelt, aber vor allem f\u00fcr die Menschen, welche diese Variante mit Isofloran anwenden, sehr gef\u00e4hrlich. Wissenschaftler warnen vor gravierenden gesundheitlichen Sch\u00e4den der Anwender. Abgesehen davon, erfordert diese Methode einen gewaltigen zeitlichen Aufwand. Die Immunokastration, also das zweimalige Impfen der m\u00e4nnlichen Mastschweine mit der Wirkung, die Hodenaktivit\u00e4t einzuschr\u00e4nken, wird auf breiter Front aus Gr\u00fcnden der Zuverl\u00e4ssigkeit, aber auch wegen Bedenken betreffend Sp\u00e4tfolgen f\u00fcr die Fleischkonsumenten abgelehnt. Leider wurden andere Methoden wie die Schmerzausschaltung durch Injektion bereits zu einem fr\u00fchen Stadium der Evaluationen fallen gelassen, obwohl umliegende L\u00e4nder genau solche Methoden bevorzugen. Die Schweinehalter sind daher verunsichert. Sie m\u00fcssen politische Forderungen erf\u00fcllen, ohne einwandfreie L\u00f6sungen zur Verf\u00fcgung zu haben.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im Rahmen des Projekts Pro Schwein wurden alle heute bekannten alternativen Methoden zur Kastration ohne Schmerzausschaltung auf folgende Kriterien \u00fcberpr\u00fcft: Sie m\u00fcssen f\u00fcr das Tier eine Verbesserung bringen, wirtschaftlich tragbar, kontrollierbar und f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten akzeptierbar sein; zudem d\u00fcrfen sie den hohen Qualit\u00e4tsstandard von Schweinefleisch nicht gef\u00e4hrden. Der Bund war im Projekt Pro Schwein durch die Bundes\u00e4mter f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Landwirtschaft vertreten. In Ber\u00fccksichtigung der genannten Kriterien wurden von Pro Schwein im Juni 2008 drei Methoden zur Umsetzung empfohlen: die Impfung gegen den Ebergeruch, die Schmerzausschaltung durch die Isoflurannarkose kombiniert mit der Applikation eines Schmerzmittels sowie die Jungebermast in der Nischenproduktion. Alle drei Methoden wurden von den im Projekt Pro Schwein vertretenen Organisationen (Produzenten-, Tierschutz-, Abnehmer-, Tierarztorganisationen) als umsetzbar beurteilt. Ziel war es, dass die Schweinehaltenden, unter Ber\u00fccksichtigung ihrer betrieblichen Situation, unter den drei Methoden die f\u00fcr sie am besten geeignete ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Im Herbst 2008 haben jedoch wichtige Abnehmerorganisationen beschlossen, dass f\u00fcr sie nur die Methode der Schmerzausschaltung durch Isoflurannarkose kombiniert mit Schmerzmittelapplikation infrage komme. Der Bundesrat bedauert diese Entwicklung und hat bereits auch seine Bedenken hinsichtlich einer fl\u00e4chendeckenden Umsetzung der Isoflurannarkose ge\u00e4ussert (Antwort zur Interpellation Graf Maya 08.3777, \"Schmerzlose Ferkelkastration. Wie weiter?\"). Bei der Impfung gegen den Ebergeruch er\u00fcbrigt sich ein chirurgischer Eingriff an den Tieren. Der Impfstoff ist in der Schweiz zugelassen. Die Zulassung in der EU wird demn\u00e4chst erwartet. Er ist hinsichtlich Lebensmittelsicherheit unbedenklich und hinterl\u00e4sst keine R\u00fcckst\u00e4nde im Schweinefleisch. </p><p>2. Die Ferkelkastration verursacht dem Tier w\u00e4hrend und nach dem chirurgischen Eingriff Schmerzen. Im Rahmen von Pro Schwein wurde zusammen mit Experten auch untersucht, ob nicht der Einsatz eines Schmerzmittels gen\u00fcgen w\u00fcrde. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Schmerzmittel allein eine v\u00f6llig ungen\u00fcgende Wirkung gegen die akuten Schmerzen w\u00e4hrend der Operation haben. Es wurden auch weitere Kastrationsmethoden und Schmerzausschaltungsm\u00f6glichkeiten untersucht. Sie gen\u00fcgten entweder den tierschutzrechtlichen Anforderungen nicht oder waren nicht praxistauglich und konnten somit f\u00fcr die Umsetzung nicht ber\u00fccksichtigt werden.</p><p>3. Umsetzbare Alternativen zur heutigen Kastration ohne Schmerzausschaltung sind vorhanden (vgl. Ziffer 1). F\u00fcr eine Verschiebung des Inkrafttretens des Verbots der chirurgischen Kastration von Ferkeln ohne Schmerzausschaltung besteht aus heutiger Sicht kein Anlass. Im \u00dcbrigen haben sich im M\u00e4rz 2009 anl\u00e4sslich einer Aussprache des Bundesamtes f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen mit den interessierten Kreisen alle Beteiligten f\u00fcr eine Umsetzung des Verbots per 1. Januar 2010 ausgesprochen.</p><p>4. Gest\u00fctzt auf die Verordnung \u00fcber die Tierzucht (SR 916.310) unterst\u00fctzt der Bund die schweizerische Schweinezucht mit j\u00e4hrlich h\u00f6chstens 3,4 Millionen Franken. Im Rahmen der Festlegung der z\u00fcchterischen Massnahmen durch die Zuchtorganisationen k\u00f6nnen diese Mittel auch dazu verwendet werden, f\u00fcr die Jungebermast geeignete Zuchtlinien gezielt zu f\u00f6rdern. Die Landwirtschaftlichen Forschungsanstalten Agroscope forschen ebenfalls unterst\u00fctzend in der Thematik Ebergeruch.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1242172800000)\/","SubmittedBy":"Scherer Marcel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1259842615597)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779237656880)\/","SubmissionDate":"\/Date(1237420800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4807,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}