{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20093584,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20093584,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.3584","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Studie \u00fcber Open Source. Alternativen f\u00fcr die \u00f6ffentliche Verwaltung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Informatik ist ein sehr dynamischer Bereich und stellt eine unverzichtbare Voraussetzung zur Erf\u00fcllung \u00f6ffentlicher Aufgaben dar. Der Bundesrat wird gebeten, sich vertieft mit Alternativen zu propriet\u00e4ren Software-L\u00f6sungen zu befassen. Konkret bitte ich um Beantwortung folgender Fragestellungen:</p><p>1. Seit dem Jahr 2005 gibt es eine Open-Source-Strategie Bund. Wieweit wurde sie umgesetzt? Gibt es Schwachstellen, weshalb die Strategie vor sich herschlummert?</p><p>2. Welchen Anteil haben propriet\u00e4re bzw. Open-Source-Software (Anzahl Anwendungen, j\u00e4hrliche finanzielle Aufwendungen) auf Stufe Bund, Kantone und Gemeinden? W\u00fcrde sich ein Ausbau des Anteils an Open-Source-Software volkswirtschaftlich zugunsten von Informatikfirmen mit Sitz in der Schweiz auswirken?</p><p>3. Welche Risiken ergeben sich aus der Abh\u00e4ngigkeit von grossen internationalen Firmen (Microsoft, SAP, Oracle) bez\u00fcglich Know-how, Datenschutz, Marktfreiheit usw.? Gibt es ein Risikomanagement? Wer ist zust\u00e4ndig?</p><p>4. Welche strategischen Vor- und Nachteile bieten die zwei Software-Modelle?</p><p>5. Welche finanziellen Auswirkungen h\u00e4tte ein vermehrter Einsatz von Open-Source-Software kurz-, mittel- und langfristig (Wegfall von Lizenzgeb\u00fchren, Verwendung von unentgeltlich zug\u00e4ngigen Anwendungen, Unabh\u00e4ngigkeit und vereinfachte Anpassung usw.)?</p><p>6. Welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen h\u00e4tte eine Ausdehnung des Anteils von Open-Source-Software mittel- und langfristig auf die Schweiz?</p><p>7. Wie steht die Schweiz in Bezug auf Einsatz und F\u00f6rderung von Open-Source-Software im internationalen Vergleich da?</p><p>8. Welche Konsequenzen leitet er aus den im Bericht gewonnenen Erkenntnissen ab?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Bedeutung der Informatik zur Erf\u00fcllung \u00f6ffentlicher Aufgaben ist unbestritten. Die vom Informatikrat Bund (IRB) verabschiedete IKT-Strategie setzt insbesondere die vom Bundesrat erlassene E-Government-Strategie Schweiz (E-Gov-S) auf Bundesebene um. Sie zeigt auf, wie sich der Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik in der Bundesverwaltung bis 2011 entwickeln soll, und definiert f\u00fcr die verantwortlichen Stellen den Handlungsrahmen, die strategischen Stossrichtungen und die Ziele. Diese sind einerseits von den von der Politik gesteuerten Gesch\u00e4ftsbed\u00fcrfnissen der Verwaltung und andererseits vom Markt und von den k\u00fcnftigen technischen M\u00f6glichkeiten bestimmt.</p><p>1. Zur Umsetzung der Open-Source-Software-Strategie wurden bis Ende 2005 Voraussetzungen in den Bereichen Standardisierung, Organisation, Ausbildung und Information, Wirtschaftlichkeit und Recht geschaffen und sp\u00e4ter in die E-Gov-S und in die IKT-Strategie des Bundes \u00fcbernommen. Dazu geh\u00f6ren die Gleichbehandlung von Open-Source-Software (OSS) und Closed-Source-Software (CSS), die Forderung nach offenen Schnittstellen und Formaten, die Wiederverwendbarkeit von selbstentwickelten Anwendungen und die Wirtschaftlichkeit des IKT-Einsatzes in einer Gesamtbetrachtung von Gesch\u00e4fts- und IKT-Prozessen. Bis 2008 wurden vier OSS-Veranstaltungen f\u00fcr Beh\u00f6rden mit jeweils mehr als 100 Teilnehmern durchgef\u00fchrt. Der gestiegene OSS-Einsatz in der Bundesverwaltung manifestiert sich heute z. B. darin, dass bereits ein Viertel der Server beim BIT unter dem als Bundesstandard verabschiedeten OSS-Betriebssystem Linux und ein Grossteil der Web-Server mit dem ebenfalls standardisierten OSS-Produkt Apache laufen.</p><p>2. Anwendungen k\u00f6nnen auf Open Source oder Closed Source basieren, oder sie sind eine Mischform beider Kategorien. Unterschieden wird auch zwischen Nutzung von Standardsoftware \"ab der Stange\" und eigens entwickelten Anwendungen. Aufgrund der oft auftretenden Mischformen k\u00f6nnen der Anteil an Open-Source-basierten Anwendungen und die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen beim Bund nicht erhoben werden. Entsprechende Kennzahlen f\u00fcr Kantone und Gemeinden sind nicht bekannt.</p><p>Die Wertsch\u00f6pfung der Schweizer Informatikfirmen erfolgt \u00fcber Entwicklung, Wartung, Betrieb und Verkauf von IKT-Komponenten sowohl im Open- wie auch im Closed-Source-Bereich. Ein Ausbau des Anteils an Open-Source-Software h\u00e4tte in erster Linie dann positive volkswirtschaftliche Auswirkungen, wenn sich der Anteil der IKT-Leistungen am Bruttosozialprodukt der Schweiz insgesamt erh\u00f6ht. Der Bundesrat verf\u00fcgt \u00fcber keine Informationen dazu.</p><p>3. Die Risiken der Abh\u00e4ngigkeit von Firmen mit herausragender Stellung am Markt wie Microsoft, SAP oder Oracle sind bekannt. Die zunehmend komplement\u00e4ren und jeweils stark integrierten Produktangebote bergen die Gefahr, Produkte verschiedener Lieferanten mit vergleichbarer Funktionalit\u00e4t mehrmals zu beziehen und damit die Aufwendungen f\u00fcr Lizenzen, Wartung und Betrieb zu erh\u00f6hen. \u00dcber Architekturen mit modularisierten Funktionen und Services auf der Basis von offenen Standards, Formaten und Schnittstellen sowie Reduktion von Mehrspurigkeiten reduziert der Bund bestehende Abh\u00e4ngigkeiten. Programme zur Einf\u00fchrung und Umsetzung einer Unternehmensarchitektur des Bundes und einer Service Oriented Architecture (SOA) sind initialisiert. Das Risikomanagement bez\u00fcglich der Abh\u00e4ngigkeiten wird im Rahmen von Architekturentwicklung, Projekten und Beschaffung wahrgenommen.</p><p>4. Zur Evaluation von OSS- und CSS-basierenden Produkten und Anwendungen gelten aus Nutzungssicht dieselben Kriterien, n\u00e4mlich Garantie f\u00fcr Weiterentwicklung und Releasef\u00e4higkeit, Support und Wartung, rechtlich gesicherte und wirtschaftliche Bezugskonditionen, Unterst\u00fctzung offener Standards, Formate und Schnittstellen sowie M\u00f6glichkeit der Wahl zwischen verschiedenen Produkten und Leistungen.</p><p>5. Die mittel- und langfristigen finanziellen Auswirkungen eines vermehrten Einsatzes von OSS k\u00f6nnen heute noch nicht beurteilt werden, da auch prominente Beispiele wie die Umstellung der Stadt M\u00fcnchen auf eine OSS-basierende Arbeitsumgebung noch nicht abgeschlossen sind. Das M\u00fcnchner Beispiel zeigt, dass einer Einsparung bei den Lizenzkosten u. a. hohe Migrationskosten gegen\u00fcberstehen. Ein Einsatz von oder Umstieg auf OSS muss daher sorgf\u00e4ltig geplant und nach wirtschaftlichen Kriterien durchgef\u00fchrt werden. </p><p>6. Ein h\u00f6herer Marktanteil an OSS-Produkten und -Anwendungen wird begr\u00fcsst, da damit die geforderte Unterst\u00fctzung von offenen Standards, Formaten und Schnittstellen per Definition gew\u00e4hrleistet sein sollte. Zu den volkswirtschaftlichen Auswirkung siehe Antwort zu Frage 2.</p><p>7. Die Bundesverwaltung betreibt keine einseitige Open-Source-F\u00f6rderung, sondern strebt eine Gleichstellung von OSS und CSS an. </p><p>8. Der bereits eingeschlagene Weg, die Anwendungen und Informationen der \u00f6ffentlichen Verwaltungen \u00fcber Architekturen und Serviceorientierung schlanker, wirtschaftlicher, sicherer und flexibler zu gestalten, wird fortgef\u00fchrt. Siehe auch zweiten Absatz von Antwort 3.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1266364800000)\/","SubmittedBy":"Donz\u00e9 Walter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268997166367)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|34","Category":null,"Modified":"\/Date(1690492819737)\/","SubmissionDate":"\/Date(1244592000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4809,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Medien und Kommunikation"}}