{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094042,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20094042,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.4042","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Eind\u00e4mmung der durch die Gletscherschmelze freigesetzten persistenten organischen Schadstoffe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Welche Massnahmen will der Bundesrat ergreifen, um der Verbreitung der bei der Gletscherschmelze freigesetzten persistenten organischen Schadstoffe (POP) und den damit einhergehenden Gefahren zu begegnen?</p>","ReasonText":"<p>Gem\u00e4ss einer k\u00fcrzlich erschienenen Pressemitteilung der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt geben \"schmelzende Gletscher chemische Stoffe frei, die \u00fcber Jahrzehnte im 'ewigen' Eis eingeschlossen waren. Forscher der Empa, der ETH Z\u00fcrich und der Eawag haben die Sedimentschichten des Oberaarsees analysiert und die Ablagerung schwer abbaubarer organischer Substanzen w\u00e4hrend der letzten 60 Jahre rekonstruiert ... Darunter (sind) auch chemische Substanzen, die seit Jahren verboten sind und die besser weiter unter Verschluss blieben, etwa die sogenannten POP ('persistent organic pollutants'), schwer abbaubare organische Umweltgifte. Dazu geh\u00f6ren technische Chemikalien, die beispielsweise als Weichmacher in verschiedenen Materialien oder als Pestizide verwendet wurden, aber auch Dioxine. Viele dieser POP sind hormonaktiv, krebserregend und stehen im Verdacht, die Entwicklung von Mensch und Tier zu st\u00f6ren. Zudem sind sie ausgesprochen langlebig und k\u00f6nnen via Atmosph\u00e4re \u00fcber grosse Distanzen transportiert werden.\"</p><p>Auch wenn dazu bereits Forschungen laufen, stellt sich die Frage, was die Bundesbeh\u00f6rden tun m\u00fcssen, um den m\u00f6glichen Folgen dieser neuen Situation beizukommen. Da freigesetzte POP auch den Grundwasserspiegel  bedrohen, kann man die Situation mit dem unkontrollierten Ablagern von Abf\u00e4llen in Gew\u00e4ssern vergleichen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Durch den Klimawandel schwinden die Schweizer Gletscher, und die im Eis angesammelten Schadstoffe werden freigesetzt. Der Bundesrat teilt die Sorge \u00fcber die persistenten organischen Schadstoffe (sogenannte POP, \"persistent organic pollutants\"). Die von Empa, ETH Z\u00fcrich und Eawag ver\u00f6ffentlichte Studie ist ihm bekannt. Die Studie zeigt, dass persistente organische Stoffe, welche in der Schweiz und anderen L\u00e4ndern verwendet und durch Verfrachtung \u00fcber die Luft in alpinen Gletschern abgelagert wurden, durch Abschmelzen des Gletschereises in Sedimente des mit Gletscherwasser gespiesenen Oberaarsees gelangen k\u00f6nnen.</p><p>Bereits in den Sechziger- und Siebzigerjahren gab es infolge des zunehmenden Eintrags aus der Atmosph\u00e4re erstmals einen generellen Anstieg der Konzentration von POP in Sedimenten alpiner Seen. Darauf folgte eine deutliche Konzentrationsabnahme in den Achtzigerjahren. Der Grund daf\u00fcr liegt in den von der Schweiz und anderen Industriel\u00e4ndern in den Siebzigerjahren erlassenen Verbotsregelungen f\u00fcr die Herstellung und Verwendung von POP wie polychlorierten Biphenylen (PCB) und Organochlorpestiziden (z. B. DDT) sowie den in den fr\u00fchen Achtzigerjahren eingef\u00fchrten Grenzwerten und technischen Massnahmen bei Kehrichtverbrennungsanlagen, um die Emissionen der im Verbrennungsprozess entstehenden Dioxine und Furane zu reduzieren. Wie die Studie zum Oberaarsee gezeigt hat, trat dort seit den sp\u00e4ten Neunzigerjahren aufgrund der Freisetzung dieser POP aus dem abschmelzenden Gletschereis erneut ein Konzentrationsanstieg in den Sedimenten auf. Da die POP \u00fcber weite Strecken mit der Luft verfrachtet werden, stammt deren Eintrag in die Schweizer Gletscher auch aus Quellen ausserhalb der Schweiz. Wie ein Vergleich zeigt, weisen auch Seen im Unterland vergleichbare Konzentrationen dieser Substanzen auf. Die Belastungssituation dieser Gew\u00e4sser ist aufgrund der fischereilichen Nutzung und der Trinkwassergewinnung ebenfalls aus der Sicht des Gesundheitsschutzes relevant.</p><p>Im Rahmen ihrer aktiven Umweltpolitik setzt sich die Schweiz national und international f\u00fcr den Schutz vor POP ein. Aus diesem Grund hat sich die Schweiz schon fr\u00fchzeitig in der Entwicklung eines internationalen Verbotes dieser Stoffe engagiert: Das Stockholmer \u00dcbereinkommen vom 22. Mai 2001 \u00fcber persistente organische Schadstoffe (POP-Konvention; SR 0.814.03) trat 2004 in Kraft, und das Sekretariat dieses \u00dcbereinkommens hat seinen Sitz in Genf. Das \u00dcbereinkommen ist in der Schweiz vollumf\u00e4nglich umgesetzt.</p><p>Das Abschmelzen der Gletscher wird sich nach dem jetzigen Wissensstand weiter fortsetzen. Mit einem Eintrag an POP in darunterliegende Gletscherseen ist somit auch in den n\u00e4chsten Jahren noch zu rechnen. Untersuchungen der ETH Z\u00fcrich \u00fcber die Freisetzung von PCB in der Stadt Z\u00fcrich zeigen jedoch, dass bedeutend gr\u00f6ssere PCB-Mengen aus fr\u00fcheren Anwendungen in Bauten in die Umwelt gelangen. Weitere Studien m\u00fcssen kl\u00e4ren, inwieweit die Konzentrationen dieser Stoffe im Sediment der alpinen Seen ein Risiko f\u00fcr diese empfindlichen \u00d6kosysteme darstellen. Vorhandene Daten \u00fcber die PCB-Belastung des Genfersees weisen auf keine Zunahme w\u00e4hrend der letzten Jahre hin. Eine Gef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung durch die aus Gletschern freigesetzte und in Seen im Unterland gelangende PCB-Menge besteht nach heutigen Erkenntnissen nicht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1265155200000)\/","SubmittedBy":"Recordon Luc","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268225949010)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1763106168047)\/","SubmissionDate":"\/Date(1259712000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4812,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}