{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094111,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20094111,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.4111","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wird es in der Schweiz nach 2015 noch Brot aus Schweizer Getreide geben?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat h\u00e4lt in seiner Antwort auf die Frage Zisyadis 09.5601 fest, dass laut Agroscope die inl\u00e4ndische Brotgetreideproduktion in den kommenden Jahren nur m\u00e4ssig zur\u00fcckgehen wird. Eine von Swiss granum ver\u00f6ffentlichte Studie der ETH Z\u00fcrich kommt jedoch zum Schluss, dass die Brotgetreideproduktion in der Schweiz g\u00e4nzlich verschwinden wird, wenn das Agrarfreihandelsabkommen mit der EU (FHAL) unterzeichnet wird. Die Futtergetreideproduktion wird in dem Fall um 45 Prozent zur\u00fcckgehen.</p><p>In Anbetracht dessen stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Warum ber\u00fccksichtigt er in seiner Antwort auf die Frage nicht die seri\u00f6se Studie der ETH Z\u00fcrich von 2009, die zu dem Schluss kommt, dass die Brotgetreideproduktion in der Schweiz ohne zus\u00e4tzliche finanzielle Unterst\u00fctzung verschwinden wird?</p><p>2. Glaubt der Bundesrat wirklich, dass die Landwirte weiterhin Getreide anbauen werden, wenn sie es trotz maximaler Kostenoptimierung unter dem Selbstkostenpreis verkaufen m\u00fcssen?</p><p>3. Ist sich der Bundesrat in Hinblick auf die Nahrungsmittelsicherheit bewusst, dass eine ausschliessliche Getreideversorgung durch das Ausland bei gr\u00f6sseren politischen Spannungen zu einer Mangelsituation f\u00fchren kann?</p><p>4. H\u00e4lt der Bundesrat im Zusammenhang mit dem Umweltschutz eine Politik f\u00fcr vertretbar, die zu immer mehr See- und Landtransporten von Lebensmittelrohstoffen f\u00fchrt, wo doch der CO2-Austoss gesenkt werden soll? </p><p>5. Wie viele Schweizer Arbeitspl\u00e4tze in der Produktions- und Verarbeitungskette gedenkt der Bundesrat im Agrar- und Lebensmittelbereich im Zuge der Unterzeichnung des FHAL zu streichen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat nimmt die Studie \"Auswirkungen eines allf\u00e4lligen Freihandelsabkommens auf die Getreidebranche in der Schweiz\" der ETH Z\u00fcrich ernst. Es bestehen jedoch grosse Differenzen zwischen dieser Studie und den Prognosemodellen von Agroscope. Diese Differenzen, namentlich das Ausmass der prognostizierten Ver\u00e4nderungen, sind zum Grossteil auf die Ausgestaltung der einzelnen Modelle zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>1. Die Autoren der ETH-Studie empfehlen, die absoluten Ergebnisse ihres Modells zu relativieren und sich auf die Stossrichtung und die wirtschaftlichen Triebkr\u00e4fte der Ver\u00e4nderungen zu konzentrieren. Die Sensibilit\u00e4tsanalysen zeigen, dass schon kleine \u00c4nderungen bei den Hypothesen (Preisniveau, Beitr\u00e4ge pro Hektare, durchschnittliche Ertr\u00e4ge, Opportunit\u00e4tskosten) grossen Einfluss auf das Endergebnis haben. Unter dem Strich ist die k\u00fcnftige Produktion der Schweizer Getreidebranche in erster Linie von dem Weltmarktpreis f\u00fcr Getreide, dem Preisverh\u00e4ltnis zwischen den Agrarprodukten, der Weiterentwicklung der Direktzahlungen und den Begleitmassnahmen abh\u00e4ngig.</p><p>2. Wie die Fachleute der ETH Z\u00fcrich ist auch der Bundesrat \u00fcberzeugt, dass die Akteure der Schweizer Getreidebranche \u00fcber das Potenzial verf\u00fcgen, um sich an die k\u00fcnftigen Rahmenbedingungen anzupassen, und in der Lage sein werden, dieses weiterzuentwickeln. Bereits einige kleine gezielte Anpassungen erm\u00f6glichen es, eine rentable Schweizer Getreideproduktion beizubehalten. Den Unternehmen legt die ETH Z\u00fcrich nahe, die Bestrebungen zur Kostenoptimierung basierend auf Skalenertr\u00e4gen fortzusetzen, eine geeignete Positionierung der Produkte an den M\u00e4rkten zu w\u00e4hlen (Produkte mit hohem Mehrwert, Nischenprodukte, Swissness usw.) und das Exportpotenzial fr\u00fch genug zu evaluieren. Auf Branchenebene geht es darum, die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine Senkung der Produktionskosten entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette hervorzuheben, die Qualit\u00e4t des Schweizer Getreides bekanntzumachen und sich an der Gestaltung der k\u00fcnftigen Rahmenbedingungen zu beteiligen.</p><p>3. Die sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln stellt eine wesentliche Dimension der Schweizer Agrarpolitik dar. Die Projekte des Bundesrates, einschliesslich des Abkommens mit der EU, bezwecken eine St\u00e4rkung der landwirtschaftlichen Produktion in der Schweiz, damit diese weiterhin ihren Beitrag zur Versorgung leisten kann. Auch die Importe sind ein wichtiges Element der Versorgungssicherheit. Ausserdem ist die Schweizer Landwirtschaft ihrerseits f\u00fcr ihre Versorgung, insbesondere mit Produktionsmitteln und Energie, vom Ausland abh\u00e4ngig. Wie die \u00fcbrigen Wirtschaftssektoren auch kann sie sich nicht innerhalb von hermetisch abgeriegelten Grenzen entwickeln.</p><p>4. Viele verschiedene Quellen verursachen Treibhausgase. Hierzu geh\u00f6ren nicht nur der Personen- und G\u00fcterverkehr, sondern auch die landwirtschaftliche Produktion. Angesichts der Komplexit\u00e4t des Systems, das Gegenstand der Studie war, ist eine Isolation der Auswirkungen, die ein FHAL mit der EU auf diese Gase h\u00e4tte, schwierig, und die Konsequenzen f\u00fcr die Umwelt als Ganzes k\u00f6nnen positiv oder negativ sein. Im Hinblick auf ein Abkommen sind weitere Analysen der Auswirkungen auf die drei S\u00e4ulen der Nachhaltigkeit (\u00f6konomische, \u00f6kologische und soziale Dimension) erforderlich und geplant.</p><p>5. Der Bundesrat hat mit der EU Verhandlungen aufgenommen, um dem Schweizer Agrar- und Lebensmittelsektor Zukunftsperspektiven zu bieten. Anstelle einer zunehmenden Isolation, die mit Verlusten von Marktanteilen und Arbeitspl\u00e4tzen einhergeht, kann die Agrar- und Lebensmittelbranche mithilfe einer Intensivierung der Handelsbeziehungen mit der EU produktiver, wettbewerbsf\u00e4higer und nachhaltiger werden. Unabh\u00e4ngig von der Markt\u00f6ffnung wird sich die Strukturentwicklung, die im Agrar- und Lebensmittelsektor bereits eingesetzt hat, fortsetzen. Mittels geeigneter Begleitmassnahmen wird sich der Bundesrat daf\u00fcr einsetzen, dass diese Entwicklung in einem sozialvertr\u00e4glichen Tempo ablaufen wird.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1264550400000)\/","SubmittedBy":"Bugnon Andr\u00e9","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1324598400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779231867657)\/","SubmissionDate":"\/Date(1260316800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4812,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}