{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094195,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20094195,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.4195","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie weiter mit den italienischen Sprach- und Kulturkursen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>F\u00fcr die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten ist es insbesondere wichtig, dass der Erwerb der Erstsprache und -kultur anerkannt und gef\u00f6rdert wird. Besonders erfolgreich ist dieser Erwerb, wenn er in Zusammenarbeit mit den \u00f6rtlichen Schulen stattfindet. Die Resultate, die dabei bisher erzielt werden konnten, sind aus p\u00e4dagogischer Sicht vielversprechend, und sie haben in der Schweiz - Einwanderungsland, das die Mehrsprachigkeit zu einem seiner wesentlichen Merkmale z\u00e4hlt - eine ganz besondere Bedeutung.</p><p>Gewisse Kantone haben erkannt, wie wichtig es ist, den Sprach- und Kulturkursen den notwendigen Platz zu geben oder gar die Zusammenarbeit mit den Schweizer Schulen aktiv zu f\u00f6rdern. So wird im Kanton Neuenburg der Besuch solcher Kurse im Zeugnis festgehalten.</p><p>Innerhalb der Migrationssprachen nimmt die italienische Sprache eine besondere Stellung ein: Sie ist nicht nur die Erstsprache der gr\u00f6ssten Migrationsgemeinschaft in der Schweiz, einer Gemeinschaft, die seit mehr als vier Generationen in der Schweiz integriert ist und deren Kultur den Alltag der Schweizerinnen und Schweizer massgeblich pr\u00e4gt, sondern sie ist auch eine unserer Landessprachen.</p><p>Der Fortbestand der Sprach- und Kulturkurse ist deshalb nicht nur aus p\u00e4dagogischer Sicht f\u00fcr die Entwicklung der Migrantenkinder wichtig, sondern auch f\u00fcr den Erhalt einer unserer Landessprachen. Zudem hat der Italienischunterricht in den Schweizer Schulen nicht den gleichen Stellenwert wie der Unterricht des Deutschen und des Franz\u00f6sischen als Fremdsprache. Mit den Italienischkursen kann somit eine L\u00fccke gef\u00fcllt werden.</p><p>Die italienischen Sprach- und Kulturkurse werden nun bereits seit rund 40 Jahren angeboten. Bis in die Neunzigerjahre wurden sie vom italienischen Aussenministerium finanziell unterst\u00fctzt. Die Kantone ihrerseits haben die R\u00e4umlichkeiten in den Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Seit 1995 jedoch engagiert sich der italienische Staat im Ausland immer weniger finanziell, und damit stehen auch immer weniger Mittel f\u00fcr die Sprachkurse im Ausland zur Verf\u00fcgung.</p><p>Der Fortbestand der Kurse ist dadurch gef\u00e4hrdet. Immer \u00f6fter m\u00fcssen sich die Eltern finanziell an den Kursen beteiligen, was zu einem Zweiklassensystem und zu privaten Angeboten f\u00fchren k\u00f6nnte, die die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus wohlhabenderen Familien bevorzugen. Zudem ist eine Ungleichbehandlung zu beobachten zwischen den Lehrkr\u00e4ften, die - in zu geringer Zahl - vom italienischen Staat in die Schweiz geschickt werden, und den Freiwilligen, die f\u00fcr die fehlenden Lehrpersonen aus Italien einspringen.</p><p>Ich bitte den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Ist er sich der erw\u00e4hnten Probleme bewusst? Sind Bestrebungen im Gang, den Fortbestand der Kurse zu sichern?</p><p>2. Gedenkt er, bei den italienischen Beh\u00f6rden zu intervenieren, um sie f\u00fcr die Wichtigkeit dieser Kurse f\u00fcr ihre Landsleute im Ausland zu sensibilisieren?</p><p>3. Beabsichtigt er, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Ungleichbehandlung zwischen den Lehrpersonen verringert wird?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich der Rolle der Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) zur Unterst\u00fctzung der Kinder beim Aufbau ihrer Identit\u00e4t und beim Erwerb ihrer ersten Sprache bewusst. Gem\u00e4ss Artikel\u00a016 Buchstabe\u00a0c des auf den 1. Januar 2010 in Kraft gesetzten Sprachengesetzes kann der Bund den Kantonen Finanzhilfen f\u00fcr die F\u00f6rderung der Kenntnisse Anderssprachiger in ihrer Erstsprache gew\u00e4hren. Die entsprechenden Ausf\u00fchrungsbestimmungen werden vom Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern bis Ende Juni 2010 vorbereitet. Der Bundesrat wird die Sprachenverordnung am 1. Juli 2010 in Kraft setzen. Vor diesem Hintergrund beantwortet der Bundesrat die Fragen wie folgt:</p><p>Die im Sprachengesetz (Art. 16) vorgesehenen F\u00f6rdermassnahmen sollen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des HSK-Unterrichts beitragen. Der HSK-Unterricht soll so gut wie m\u00f6glich in den Regelbetrieb der Schulen integriert werden. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Regel- und HSK-Lehrerschaft ist anzustreben.</p><p>Der HSK-Unterricht wird von Lehrkr\u00e4ften aus den Herkunftsl\u00e4ndern erteilt. Die gem\u00e4ss Artikel\u00a016 Buchstabe\u00a0c des Sprachengesetzes vorgesehenen Finanzhilfen haben zum Ziel, bei diesen Lehrpersonen durch gezielte Weiterbildung die Professionalit\u00e4t in den Bereichen Theorie, Methodik und Didaktik zu sichern. Die unter Buchstabe\u00a0c vorgesehene Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung von geeigneten Lehrmitteln impliziert, dass die Lehrkr\u00e4fte von Fachleuten in den Gebrauch dieser Lehrmittel eingef\u00fchrt werden.</p><p>F\u00fcr den Unterricht in italienischer Sprache auf Primar- und Sekundarstufe I werden die Finanzhilfen des Bundes gem\u00e4ss Artikel\u00a016 des Sprachengesetzes gezielt f\u00fcr die Optimierung der Grundvoraussetzungen f\u00fcr die Vermittlung der Kenntnisse der Landessprachen im Unterricht eingesetzt. Dies umfasst die Unterst\u00fctzung von Projekten, die die Erarbeitung neuer Konzepte f\u00fcr den Sprachunterricht und die Entwicklung innovativer Lehrmittel zum Ziel haben. Mit den Massnahmen gem\u00e4ss den Buchstaben a und b von Artikel\u00a016 des Sprachengesetzes soll insbesondere der Italienischunterricht als dritte Landessprache gef\u00f6rdert werden. Die Bereitstellung geeigneter Formen und Mittel f\u00fcr das Lehren und Lernen von Regional- und Minderheitensprachen f\u00e4llt in erster Linie in die Kompetenz der Kantone. Harmos sollte durch die den Kantonen \u00fcbertragene Verpflichtung, ein Grundangebot an Unterricht in einer dritten Landessprache anzubieten, dazu beitragen, dieses Angebot zu entwickeln. Mit seiner in Artikel\u00a016 des Sprachengesetzes vorgesehenen Unterst\u00fctzung wird der Bund keine Sprachkurse finanzieren.</p><p>Die Sensibilisierung der italienischen Beh\u00f6rden f\u00fcr die Bedeutung dieser Kurse f\u00fcr die in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten ist regelm\u00e4ssig Gegenstand bilateraler Tagungen zu kulturellen Themen zwischen der Schweiz und Italien, an denen auch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren teilnimmt (u. a. an der Versammlung der Schweizerisch-italienischen beratenden Kommission f\u00fcr kulturelle Fragen vom 18. Dezember 2009). Die Schweiz betont anl\u00e4sslich dieser Kontakte, wie wichtig die Sprach- und Kulturkurse als Instrument der kulturellen und sozialen Entwicklung der jungen Generationen in einem mehrsprachigen Kontext sind.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1266969600000)\/","SubmittedBy":"Berberat Didier","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1268131534860)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1763108394767)\/","SubmissionDate":"\/Date(1260403200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4812,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Kultur"}}