{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20094215,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20094215,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"09.4215","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wald bewirtschaften oder verwalten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Schweizer Wald, der auch als Volksgut bezeichnet werden kann, bekommt punkto naturnaher Waldbewirtschaftung ausgezeichnete Noten, dank unseren Waldbesitzern und F\u00f6rstern. Trotzdem fordern die Forstbeh\u00f6rden noch mehr Naturschutz im Wald, verfolgen eine einseitige Strategie und vernachl\u00e4ssigen die Holzproduktion.</p><p>Der Zwischenbericht WAP-CH belegt, dass das Bafu in den letzten Jahren einseitig dem Wald nicht nutzende Ziele verfolgt, indem wirtschaftliche und klimapolitische Ziele ignoriert werden. Mit der Biodiversit\u00e4tsstrategie wird der einseitige Kurs fortgesetzt und gar noch versch\u00e4rft, diese Strategie vernichtet Unsummen, die sich nicht rechtfertigen lassen, wenn die Wirtschaftlichkeit beiseitegeschoben wird. Die f\u00fcr die Holzindustrie und das Bauwesen wichtigste Holzart Fichte und weitere Nadelh\u00f6lzer werden gemieden, zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, durch Altholzinseln vernichtet zugunsten von Laubholz, das teilweise nur gering stofflich verwertbar ist. Damit wird auch dem innovativen und wirtschaftlich orientierten F\u00f6rster die Motivation entzogen.</p><p>Der Schweizer Wald und die Holzkette sichern viele Arbeitspl\u00e4tze. Im internationalen Vergleich steht diesem Aspekt allerdings auch eine hohe Zahl an Verwaltungsstellen gegen\u00fcber, mit der Gefahr, dass einseitig neue Kontroll- und \u00dcberwachungsaufgaben kreiert werden.</p><p>Deshalb ersuche ich den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Ist er sich bewusst, welche negativen Folgen die aktuelle Forstpolitik f\u00fcr die Holzwirtschaft und die damit verbundenen Arbeitspl\u00e4tze im l\u00e4ndlichen Raum, aber auch f\u00fcr die Klimaziele hat?</p><p>2. Verfolgt er das Ziel, immer mehr Stellen vom l\u00e4ndlichen Raum in den Verwaltungsbereich zu verlegen und damit den Wald nicht mehr zu nutzen, sondern nur noch zu verwalten?</p><p>3. Ist er bereit, die aktuelle Forstpolitik zu korrigieren, indem er eine deutliche Kurskorrektur hin zur Holznutzung vollzieht, die Bed\u00fcrfnisse der Klimapolitik mit einbezieht und auf weitere Naturschutz- und Biodiversit\u00e4tsanreize verzichtet?</p><p>4. Teilt er die Auffassung, dass das Reservatsziel von 10 Prozent unter Nichtberechnung des unzug\u00e4nglichen Waldes sowie des Laubwaldes eine wenig ganzheitliche Sicht der Dinge ist?</p><p>5. Ist er bereit, eine positive Haltung zur Holznutzung und -verwendung einzunehmen und zu kommunizieren, dass die Holzernte der Biodiversit\u00e4t nicht schadet?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./2. Das Waldprogramm Schweiz (WAP-CH, 2004-2015) bildet die Grundlage f\u00fcr die Waldpolitik des Bundes und konkretisiert den Verfassungs- und Gesetzesauftrag im Bereich Wald. Es wurde in einem partizipativen Prozess erarbeitet, ist ausgewogen und ber\u00fccksichtigt die verschiedenen Waldfunktionen angemessen. </p><p>Basierend auf zwei priorit\u00e4ren Zielen des WAP-CH unterst\u00fctzt der Bund einerseits die Erh\u00f6hung der Leistungsf\u00e4higkeit der Waldwirtschaft im Rahmen der Programmvereinbarung Waldwirtschaft. F\u00fcr einen optimalen Umgang mit dem Rohstoff Holz wurde andererseits unter der Leitung des Bafu die Ressourcenpolitik Holz erarbeitet. Angestrebt wird eine kaskadenf\u00f6rmige und mehrfache Verwertung von Holz, wodurch das Potenzial des Holzeinsatzes bez\u00fcglich der Wertsch\u00f6pfung und der Verminderung des CO2-Ausstosses maximal ausgesch\u00f6pft werden soll. Damit leisten Wald- und Holzwirtschaft einen wichtigen Beitrag zu den energie-, klima- und ressourcenpolitischen Zielen des Bundes. Mit dieser St\u00e4rkung der Wald- und Holzwirtschaft werden auch Arbeitspl\u00e4tze im l\u00e4ndlichen Raum gesichert. </p><p>Zus\u00e4tzlich werden im Rahmen der NFA Massnahmen f\u00fcr den Wald gef\u00f6rdert, die indirekt eine positive Wirkung auf die Arbeitsplatzsituation, besonders auch im l\u00e4ndlichen Raum, haben. Insgesamt werden mit rund 80 Millionen Franken Bundesmitteln pro Jahr Gesamtinvestitionen von j\u00e4hrlich \u00fcber 200 Millionen Franken ausgel\u00f6st. Gleichzeitig wurden im Verwaltungsbereich von Bund und Kantonen bei gleichen Aufgaben in den letzten Jahren massiv Stellen abgebaut.</p><p>3. Die Waldpolitik des Bundes st\u00fctzt sich, wie erw\u00e4hnt, auf ein ausgewogenes Handlungsprogramm (WAP-CH). Die im Zwischenbericht WAP-CH ausgewiesenen Defizite in der Zielerreichung sollen in der zweiten NFA-Periode (2012-2015) behoben werden; dabei werden auch die ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen (z. B. Klimawandel) und neue Grundlagen (z. B. Daten zum Holznutzungspotenzial, Ergebnisse des 3. Landesforstinventars, Biodiversit\u00e4tsstrategie) ber\u00fccksichtigt. So werden etwa die Ziele der Holznutzung und der CO2-Speicherung im Wald unter Ber\u00fccksichtigung der Risiken des Klimawandels aufeinander abzustimmen sein. </p><p>4. Das Reservatsziel von 10 Prozent bis 2030 st\u00fctzt sich auf die \"Leits\u00e4tze einer Waldreservatspolitik Schweiz\" (Vereinbarung Buwal mit der Konferenz der kantonalen Forstdirektoren im M\u00e4rz 2001). Das Ziel floss in Form von konkreten quantitativen Zwischenzielen in das WAP-CH ein. F\u00fcr die Ausscheidung von Waldreservaten werden zwischen Waldeigent\u00fcmern und dem jeweiligen Kanton freiwillig Vertr\u00e4ge ausgehandelt. Der Vertragsinhalt enth\u00e4lt unter anderem die angestrebten Biodiversit\u00e4tsziele, die Nutzungseinschr\u00e4nkungen, die finanzielle Entsch\u00e4digung sowie die Vertragsdauer. </p><p>Die Einbettung dieses Reservatsziels in eine Gesamtstrategie zum nachhaltigen Umgang mit den nat\u00fcrlichen Grundlagen wird im Rahmen der sich gegenw\u00e4rtig in Erarbeitung befindenden Biodiversit\u00e4tsstrategie Schweiz \u00fcberpr\u00fcft. Waldreservate sollen langfristig verbindlich f\u00fcr den Biodiversit\u00e4tsschutz gesichert werden. Dabei sieht der Bundesrat auch das Instrument von sogenannten F\u00f6rderfl\u00e4chen vor. Auf solchen Fl\u00e4chen soll die Artenvielfalt mit gezielten Massnahmen gef\u00f6rdert werden, ohne diese Fl\u00e4chen aber unter einen langfristigen Schutz zu stellen (z. B. \u00f6kologische Aufwertung von Waldr\u00e4ndern). Diese Massnahmen w\u00fcrden ebenfalls freiwillig zwischen den Waldeigent\u00fcmern und dem jeweiligen Kanton vereinbart. Der Umfang von solchen F\u00f6rderfl\u00e4chen h\u00e4ngt von den verf\u00fcgbaren finanziellen Mitteln ab. </p><p>5. Der Bundesrat unterst\u00fctzt im Rahmen seiner Ressourcenpolitik Holz eine nachhaltige Holznutzung aus einheimischen W\u00e4ldern und deren effektive Verwertung. Dabei werden auch entsprechende Kommunikationskampagnen unterst\u00fctzt.</p><p>Holznutzung und Biodiversit\u00e4t im Wald schliessen sich nicht generell aus, sondern bedingen sich oftmals gegenseitig. So brauchen z. B. licht- und w\u00e4rmeliebende Arten lockere bis l\u00fcckige W\u00e4lder. Die (voll)mechanisierte Holzernte hat in vielen F\u00e4llen wirtschaftliche Vorteile und stellt bei sachgem\u00e4sser Ausf\u00fchrung keine Gef\u00e4hrdung des Wald\u00f6kosystems dar. Diesen Sachverhalt hat der Bundesrat bereits verschiedentlich (vgl. beispielsweise Interpellation von Siebenthal 09.3903) deutlich gemacht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1265155200000)\/","SubmittedBy":"Fl\u00fcckiger-B\u00e4ni Sylvia","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1324598400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690533533180)\/","SubmissionDate":"\/Date(1260403200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4812,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}