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Dieses Konzept ist aber recht vage und bietet viel Interpretationsspielraum. Die Praxis st\u00fctzt sich auf die vier Kriterien, die in Artikel\u00a04 der Verordnung \u00fcber die Integration von Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4ndern (VIntA) festgelegt sind. Das zweite Kriterium lautet: \"Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache\".</p><p>Bekanntlich liegt in der Deutschschweiz linguistisch gesehen eine modale Diglossie vor. Das ist nicht ohne Folgen f\u00fcr Migrantinnen und Migranten: Sie m\u00fcssen sozusagen zwei Sprachen lernen und nicht nur eine wie in den anderen Landesteilen. H\u00e4ufig wird der Dialekt besser als das Hochdeutsche gesprochen. Ausserdem zeigen Studien, dass die Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder, die in der Deutschschweiz wohnen, h\u00e4ufiger auf ihre Muttersprache zur\u00fcckgreifen als die Ausl\u00e4nderinnen und Ausl\u00e4nder in der Romandie und im Tessin. Hier zeigt sich also ein regional bedingter Unterschied.</p><p>Ich stelle dem Bundesrat die folgenden Fragen: Werden die Anforderungen betreffend das Kriterium \"Erlernen der Landessprache\" spezifisch nach Sprachregion festgelegt, damit so dem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad Rechnung getragen werden kann? Reicht die Kenntnis des Dialekts daf\u00fcr aus, dass das Kriterium als erf\u00fcllt gilt, auch wenn die VIntA von \"Landessprache\" spricht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat r\u00e4umt der sprachlichen F\u00f6rderung von Migrantinnen und Migranten als Element der Integrationsf\u00f6rderung einen hohen Stellenwert ein. Er beauftragte das Bundesamt f\u00fcr Migration (BFM) mit der Federf\u00fchrung zur Entwicklung eines Rahmenkonzepts f\u00fcr die Sprachf\u00f6rderung der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz (Auftrag im Rahmen des Berichts Integrationsmassnahmen vom 22. August 2007). Ziel des Rahmenkonzepts ist es, die Koordination zwischen den \u00c4mtern, dem Bund und den Kantonen zu verbessern und Standards in den Bereichen Sprachf\u00f6rderung und Spracheinsch\u00e4tzung festzulegen. F\u00fcr die Zeit bis zum Vorliegen des Rahmenkonzepts Ende 2011 hat das BFM Empfehlungen erlassen.</p><p>Im Rahmen des bundesr\u00e4tlichen Auftrags werden Instrumente f\u00fcr die sprachliche F\u00f6rderung sowie f\u00fcr den Nachweis von kommunikativen Kompetenzen der Migrationsbev\u00f6lkerung entwickelt. Diese sind Voraussetzung daf\u00fcr, dass allgemeine Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr die Sprachf\u00f6rderung in der Schweiz umschrieben werden k\u00f6nnen. Diese Standards sollen den (sprachregionalen) Kontext der Migrantinnen und Migranten ber\u00fccksichtigen und dabei auch der Frage der Diglossie angemessen Rechnung tragen. Die regionalsprachlichen Variationen in der Schweiz sind \u00fcbrigens einer der Gr\u00fcnde, wieso die in den Nachbarl\u00e4ndern (Beispiel Deutschland) bereits entwickelten Instrumente nicht \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1273622400000)\/","SubmittedBy":"Hodgers Antonio","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1273622400000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1750806474190)\/","SubmissionDate":"\/Date(1268870400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4813,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Migration"}}