{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20101068,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20101068,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.1068","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"\u00dcberwachung von Epidemien. Sentinella-Netzwerk","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Sentinella-Meldesystem tr\u00e4gt zur \u00dcberwachung der Entwicklung \u00fcbertragbarer Krankheiten in der Schweiz bei und funktioniert dank der freiwilligen Mitarbeit der Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte. Letzten Fr\u00fchling berichteten die Medien, dass sich mehrere Dutzend Medizinerinnen und Mediziner vom Sentinella-Netzwerk zur\u00fcckgezogen hatten.</p><p>Angesichts dessen stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Gilt das Konzept des Sentinella-Meldesystems als angemessen und wirkungsvoll bei der \u00dcberwachung \u00fcbertragbarer Krankheiten, oder gibt es in diesem Bereich Alternativen?</p><p>2. Reicht die Anzahl der teilnehmenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte (etwa 130) aus, und welche kritische Masse ist notwendig, damit das System funktioniert?</p><p>3. Sind die in den Medien erw\u00e4hnten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte tats\u00e4chlich vom Sentinella-Netzwerk zur\u00fcckgetreten, und was w\u00fcrde das f\u00fcr die Organisation bedeuten?</p><p>4. Braucht es neue, zus\u00e4tzliche Anreizmassnahmen, damit mehr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte am Sentinella-Netzwerk mitarbeiten?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Seit 1986 \u00fcberwacht ein Kollektiv von 150 bis 250 Hausarztpraxen im schweizerischen Sentinella-Meldesystem \u00fcbertragbare Krankheiten, die f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit relevant sind. Es handelt sich dabei um Krankheiten, die relativ h\u00e4ufig sind und deshalb f\u00fcr ein Meldeobligatorium aller \u00c4rzte nicht infrage kommen. Diese \u00fcberaus gesch\u00e4tzte, freiwillige Meldet\u00e4tigkeit der beteiligten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte gew\u00e4hrt unersetzliche Einblicke in das Krankheitsgeschehen und unterstreicht die Bedeutung der Hausarztmedizin in der medizinischen Grundversorgung der Bev\u00f6lkerung der Schweiz.</p><p>Als Beispiel sei die Grippe\u00fcberwachung erw\u00e4hnt: Das Sentinella-System \u00fcberwacht seit rund 25 Jahren effizient die Grippeaktivit\u00e4t in der Schweiz und erlaubt eine zuverl\u00e4ssige Darstellung der j\u00e4hrlichen Grippewellen. Eine Vollerhebung mit dem Meldeobligatorium h\u00e4tte j\u00e4hrlich bis zu 300 000 Fallmeldungen zur Folge. Dies w\u00fcrde einen Aufwand verursachen, der weder f\u00fcr die \u00c4rzteschaft noch f\u00fcr die \u00dcberwachungsbeh\u00f6rden tragbar w\u00e4re.</p><p>2. Der Bundesrat ist der Auffassung, dass das Sentinella-Meldesystem die pandemische Grippe 2009 und 2010 auch mit 136 Teilnehmenden zuverl\u00e4ssig \u00fcberwacht hat. Im Hinblick auf die Bewertung regionaler und altersklassenspezifischer Unterschiede - beispielsweise bei den weniger h\u00e4ufigen Mumps- und Keuchhustenerkrankungen - ist die bew\u00e4hrte Anzahl von 200 Teilnehmenden anzustreben. Im europ\u00e4ischen Vergleich hat die Schweiz ein dichtes Meldenetz. Es w\u00fcrde auch noch mit 100 Teilnehmenden f\u00fcr die Gesamtschweiz verl\u00e4ssliche Aussagen erlauben. Regionale Aussagen w\u00e4ren dann allerdings keine mehr m\u00f6glich.</p><p>3. In der Tat haben im Fr\u00fchling 2009 etwa 50 Teilnehmende w\u00e4hrend des Boykott-Aufrufes das System verlassen. Die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin hatte aus Protest gegen das Vorgehen bei der Revision der Analysenliste (Anhang 3 der Krankenpflege-Leistungsverordnung; SR 832.112.31) dazu aufgerufen. Das Sentinella-System geriet dabei nie in Gefahr, zumal der Aufruf wegen der drohenden Grippepandemie fallengelassen wurde. Die Teilnehmerzahl steigt wieder und betr\u00e4gt momentan 150 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte.</p><p>4. Angesichts des in der Hausarztmedizin zu verzeichnenden Strukturwandels und der altersbedingten R\u00fccktritte wurden verschiedene Anreize zur Teilnahme in die Wege geleitet: a. das System steht neben den \u00fcbertragbaren Krankheiten Erhebungsthemen offen, die von der Haus\u00e4rzteschaft selbst eingebracht worden sind, wie Zeckenstiche (seit 2008) oder Adipositas und Essst\u00f6rungen (2008), b. bei der Festlegung von Erhebungsthemen werden die neu entstandenen universit\u00e4ren Institute f\u00fcr Hausarztmedizin (Basel, Bern, Genf, Lausanne und Z\u00fcrich) mit einbezogen, und c. das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit entsch\u00e4digt neu seit 2009 den Aufwand der Meldenden finanziell.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1283904000000)\/","SubmittedBy":"Rossini St\u00e9phane","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1283904000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750802545667)\/","SubmissionDate":"\/Date(1276732800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4814,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}