{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103016,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20103016,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.3016","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Herdenschutz von ges\u00f6mmerten Schafen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die S\u00f6mmerungsbeitragsverordnung (S\u00f6BV) ist so abzu\u00e4ndern, dass die Direktzahlungen k\u00fcnftig nur noch an Halter oder Alpgenossenschaften von behirteten und/oder umz\u00e4unten Schafherden ausgerichtet werden. Der freie Weidegang soll nicht mehr subventioniert werden. Die so nach S\u00f6BV-Artikel\u00a010a eingesparten Gelder sollen Empf\u00e4ngern mit umz\u00e4unten Herden (Umtriebsweiden), mit behirteten Herden (st\u00e4ndige Behirtung) und neu auch mit behirteten und gesch\u00fctzten Herden (st\u00e4ndige Behirtung und Herdenschutz) zugutekommen. Diese neue Kategorie soll am st\u00e4rksten gef\u00f6rdert werden.</p>","ReasonText":"<p>In der Schweiz werden j\u00e4hrlich rund 250 000 Schafe auf Alpweiden ges\u00f6mmert. Knapp die H\u00e4lfte der Schafe wird im freien Weidegang gehalten. Die Schafe \u00e4sen meist als kleinere Herden unbehirtet. Knapp 25 Prozent der S\u00f6mmerungsbeitr\u00e4ge werden an Schafhalter dieser \u00f6kologisch, ethisch und \u00f6konomisch bedenklichen Haltungsart entrichtet. Die wichtigsten \u00f6kologischen Nachteile sind Verbiss an Jungwald, Unter- und \u00dcbernutzungen von Weiden und die Konkurrenzsituation zu Wildtieren sowie die \u00dcbertragung von Krankheiten (Gamsblindheit) auf solche. Auch sind ein grosser Teil der j\u00e4hrlich 10 000 Abg\u00e4nge durch Unf\u00e4lle und Krankheiten auf die fehlende Betreuung durch Hirten zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der Tod der Tiere bei solchen Abg\u00e4ngen in unbehirteten Herden ist oft durch langes und qualvolles Leiden gepr\u00e4gt. </p><p>Das Anwachsen der Best\u00e4nde von gesch\u00fctzten Grossraubtieren wie Luchs, Wolf und B\u00e4r f\u00fchrt dazu, dass Schafe und Ziegen im gesamten Alpen- und Voralpenraum besser gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen. Ungesch\u00fctzte Schafe sind eine leichte Beute f\u00fcr Grossraubtiere. Haben sich diese daran gew\u00f6hnt, werden sie zu Problemtieren, die mit grossem Aufwand und entsprechenden Kosten erlegt werden m\u00fcssen. Die im Verh\u00e4ltnis zum Bestand hohe Anzahl Absch\u00fcsse ist weder \u00f6konomisch sinnvoll, noch mit den gesetzlichen Grundlagen vereinbar. Die Schafhalter m\u00fcssen sich somit an die ver\u00e4nderten Gegebenheiten anpassen. Daf\u00fcr m\u00fcssen die richtigen Anreize gesetzt werden. Koexistenz zwischen Schafen und Grossraubtieren ist m\u00f6glich, das zeigt die Situation in den Nachbarl\u00e4ndern der Schweiz, die funktionierende Herdenschutzprogramme realisiert haben. </p><p>Wo die Beweidung mit Schafen f\u00fcr die Erhaltung von Biodiversit\u00e4ts-Hotspots unerl\u00e4sslich ist, soll der Schutz solcher Kleinherden \u00fcber Bewirtschaftungsbeitr\u00e4ge des Bafu erm\u00f6glicht werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Nach Artikel\u00a077 Landwirtschaftsgesetz (LwG) richtet der Bund zum Schutz und zur Pflege der Kulturlandschaft des S\u00f6mmerungsgebietes an Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen Beitr\u00e4ge aus. Die S\u00f6mmerungsbeitr\u00e4ge sind den \u00f6kologischen Direktzahlungen zugeordnet. F\u00fcr die Ausrichtung dieser Beitr\u00e4ge wird deshalb eine \u00f6kologische bzw. nachhaltige Bewirtschaftung vorausgesetzt. So m\u00fcssen die Kantone, falls \u00f6kologische Sch\u00e4den festgestellt werden, Auflagen f\u00fcr die Weidef\u00fchrung sowie Aufzeichnungen betreffend D\u00fcnger- und Futterzufuhr verlangen. F\u00fchren diese Auflagen nicht zum Ziel, kann ein Bewirtschaftungsplan verlangt werden. Dieses Instrumentarium erlaubt es, bei Problemen einzuschreiten und eine \u00f6kologische Bewirtschaftung sicherzustellen. Die in der S\u00f6mmerungsbeitragsverordnung definierten strengen Bewirtschaftungsanforderungen, insbesondere f\u00fcr die Schafalpung, beruhen auf einem breitabgest\u00fctzten Konsens, der grunds\u00e4tzlich von allen Interessierten, das heisst von Bewirtschafter- und auch Umweltkreisen, mitgetragen wird.</p><p>F\u00fcr die Schafalpung mit Umtriebsweide und Behirtung werden h\u00f6here Beitr\u00e4ge ausgerichtet. Damit wird die nachhaltige Schafalpung gezielt unterst\u00fctzt und gef\u00f6rdert. Allerdings k\u00f6nnen nicht alle ges\u00f6mmerten Schafe behirtet oder in Umtriebsweiden gehalten werden. Vor allem entlegene Alpen mit mehrheitlich topographisch schwierigen Verh\u00e4ltnissen lassen sich meist nur mit kleinen Herden bestossen. Ausserdem fehlen in der Regel die personellen, aber auch die finanziellen Ressourcen f\u00fcr eine Umstellung. Die Schafalpung auf den \u00fcbrigen Weiden tr\u00e4gt aber ebenso zur Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft im S\u00f6mmerungsgebiet bei. Daher ist von einer Streichung der S\u00f6mmerungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr \u00fcbrige Weiden abzusehen, zumal die Bewirtschaftung dieser Gebiete nicht mehr gew\u00e4hrleistet w\u00e4re. Im \u00dcbrigen wurden im Sinne einer koh\u00e4renten Politik im Rahmen der verschiedenen Reformetappen die Beitr\u00e4ge f\u00fcr \u00fcbrige Schafalpen nicht mehr erh\u00f6ht. Diese befinden sich nach wie vor auf dem Stand von 1996.</p><p>Die Koexistenz zwischen dem ges\u00f6mmerten Kleinvieh und Grossraubtieren l\u00e4sst sich nicht \u00fcber die S\u00f6mmerungsbeitragsverordnung regeln. Der Bundesrat hat diese Problematik bereits erkannt und im Zusammenhang mit der Beantwortung der Motion Schmidt Roberto 09.3814 vom 23. September 2009 das UVEK beziehungsweise das Bundesamt f\u00fcr Umwelt beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft L\u00f6sungswege zur l\u00e4ngerfristigen Finanzierung von Herdenschutzmassnahmen und deren rechtliche Absicherung zu erarbeiten. Die Forderungen der Motion\u00e4rin sind in diesem Kontext zu diskutieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1272412800000)\/","SubmittedBy":"Moser Tiana Angelina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1285843427507)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1779232969680)\/","SubmissionDate":"\/Date(1267401600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4813,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}