{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103425,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20103425,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.3425","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Label und Arbeitsvergabekriterium f\u00fcr Firmen mit Nischenarbeitspl\u00e4tzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, ein Qualit\u00e4tslabel einzuf\u00fchren f\u00fcr Firmen, die Nischenarbeitspl\u00e4tze schaffen und damit beitragen zur Arbeitsmarktintegration von schwervermittelbaren, leistungsschw\u00e4cheren, aber arbeitsf\u00e4higen Menschen. Der Qualit\u00e4tsausweis soll auch als Vergabekriterium bei Submissionen im Nicht-WTO-Bereich gelten (analog zu \"Lehrlinge\") und damit die Bem\u00fchungen indirekt refinanzieren.</p>","ReasonText":"<p>Der Bedarf an Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr leistungsschw\u00e4chere Arbeitsuchende verschiedenster Art hat in den letzten Jahren zugenommen und \u00fcbersteigt heute bei Weitem das Angebot. Es sind Langzeitarbeitslose und Ausgesteuerte aus der Sozialhilfe, deren R\u00fcckkehr in den Arbeitsmarkt mit Teillohnstellen vorangetrieben werden muss. Es sind Schlechtausgebildete, die nicht qualifizieren f\u00fcr Avig-Besch\u00e4ftigungsprogramme und infolgedessen aus den bestehenden Unterst\u00fctzungssystemen herausfallen. Es sind Leistungsbeeintr\u00e4chtigte aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden, die mit der Strategie der IV fr\u00fch erkannt und wiedereingegliedert werden m\u00fcssen, um nicht zu IV-Renten-F\u00e4llen zu werden.</p><p>Mit der 6. IVG-Revision werden nochmals Tausende von bisherigen Rentnern eine Erwerbsarbeit suchen, die ihren Schw\u00e4chen Rechnung tr\u00e4gt (sie sind seit Jahren weg von den Leistungsanforderungen des Arbeitsmarktes). F\u00fcr die Zielerreichung der 6. IVG-Revision wird die Arbeitsintegration ein zentraler Erfolgsfaktor sein. Die Ziele k\u00f6nnen aber nur erreicht werden, wenn auch die Arbeitgeber bereit sind, k\u00f6rperlich oder psychisch weniger belastbare Personen einzustellen. Dass sie das nur tun, wenn sie damit direkten oder indirekten Gewinn erzielen, liegt auf der Hand.</p><p>Es braucht daf\u00fcr verschiedene Anreizsysteme. Eines davon ist das Label bzw. ein Leistungsausweis oder Zertifizierungszeichen, das ihnen ausser Nachteilen (Betreuungsaufwand, wenig Anstellungskonstanz, Umtriebe aller Art, Balanceprobleme der unterschiedlichen Anstellungsverh\u00e4ltnisse unter den Mitarbeitenden des Unternehmens) auch Vorteile bringt. Soziale Investitionen sollen attraktiv werden, weil sie nicht nur im unternehmensethischen Bereich \"Gewinn\" bringen, sondern auch monet\u00e4r. Deshalb soll die Qualifikation \"Arbeitgeber mit Nischenarbeitspl\u00e4tzen\" bei nichtinternationalen Arbeitsvergabungen der \u00f6ffentlichen Hand als Zuschlagskriterium definiert werden k\u00f6nnen und damit die Auftragschancen erh\u00f6hen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Integration von leistungsschw\u00e4cheren Arbeitsuchenden mit den vorhandenen und neugeschaffenen Massnahmen der ALV, der Sozialhilfe und der geplanten, wiedereingliederungsorientierten IV-Rentenrevision 6a den verst\u00e4rkten Einbezug der Arbeitgeber sowie die Weiterentwicklung motivierender Anreizsysteme erfordert. Die interinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen den Versicherern und der Sozialhilfe ist ein bisher erfolgreiches Modell der Zusammenarbeit, welches f\u00fcr die Umsetzung der neuen Anforderungen mit Einbezug der Arbeitgeber weiter gest\u00e4rkt und entwickelt werden muss.</p><p>Bereits mit der 4. IV-Revision wurde die \"aktive Arbeitsvermittlung\" eingef\u00fchrt und damit signalisiert, dass der direkte Kontakt zu Arbeitgebern gepflegt werden soll. Die Erfahrungen haben seither gezeigt, dass Unternehmen dadurch vermehrt Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Integration geschaffen haben. Die mit der 5. IV-Revision eingef\u00fchrte Beratung und Begleitung von Versicherten und Arbeitgebern sowie die Fr\u00fchinterventionsmassnahmen und Einarbeitungszusch\u00fcsse f\u00fcr Anlern- und Einarbeitungszeit erleichtern Arbeitsplatzerhaltung und Wiedereingliederung. Die Invalidenversicherung passt sich der Wirtschaftsentwicklung laufend an und f\u00fchrt l\u00f6sungs- und zukunftsorientierte Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern durch.</p><p>Der Bundesrat spricht sich nicht grunds\u00e4tzlich gegen ein Qualit\u00e4tslabel f\u00fcr integrationsfreundliche Unternehmen aus. Das Label k\u00f6nnte Firmen auszeichnen, die u. a. Teilzeitarbeitspl\u00e4tze bereitstellen oder sich um die Arbeitsplatzerhaltung nicht voll leistungsf\u00e4higer Mitarbeitender bem\u00fchen. Um f\u00fcr die Unternehmen attraktiv zu sein, m\u00fcsste dieses ein Instrument des Reputationsmarketings darstellen und entsprechend beworben werden. Der Bundesrat w\u00fcrde die Schaffung eines solchen Labels in geeigneter Form begr\u00fcssen. Es sollte zur Bildung eines Netzwerkes von sozialverantwortlichen Unternehmen f\u00fchren und den IV-Stellen, der ALV sowie der Sozialhilfe auch die M\u00f6glichkeit zu qualifizierten Firmenkontakten bieten.</p><p>Der Bundesrat zieht dabei ein privat initiiertes einem staatlichen Label eindeutig vor. F\u00fcr die Subsidiarit\u00e4t von Massnahmen des Bundes spricht, dass Instrumente, die u. a. der Marktsteuerung dienen, in erster Linie durch den privaten Sektor geschaffen werden. Die Partner der beruflichen Integration, wie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb\u00e4nde, Behindertenorganisationen, Seco, IV u. a., w\u00fcrden dies mittragen. Der Bundesrat w\u00fcrde es also begr\u00fcssen, wenn eine solche private Initiative auf eine breite Abst\u00fctzung aller relevanten Akteure z\u00e4hlen k\u00f6nnte. Nur so ist Gew\u00e4hr f\u00fcr allgemein anerkannte Standards und damit f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit und den Erfolg eines Labels geboten, das \u00c4nderungen in der Werthaltung der Gesellschaft in Bezug auf das Investitions- und Konsumverhalten entwickeln und auf breiter Basis durchsetzen kann.</p><p>Die schweizerische Rechtsordnung und international vereinbarte Standards bilden die Grundlage f\u00fcr die Beschaffung von G\u00fctern und Dienstleistungen und enthalten bereits vielf\u00e4ltige Anforderungen wie auch Empfehlungen an das wirtschaftliche, soziale und \u00f6kologische Verhalten von Unternehmen.</p><p>Der Bundesrat geht die Sensibilisierung von Arbeitgebern f\u00fcr die Schaffung von verschiedenen Integrationsl\u00f6sungen wie Arbeitsplatzerhalt, Arbeitsversuche und Teilzeit-Anstellungen u. a. im Rahmen eines Gesamtkonzepts an. Deshalb wird er nach einem Zwischenstopp im Anschluss an die erste Phase der Arbeitgeberkampagne in den n\u00e4chsten Monaten zusammen mit den IV-Stellen und den Arbeitgeberverb\u00e4nden diesbez\u00fcglich weitere Schritte planen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1283904000000)\/","SubmittedBy":"Ingold Maja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1339718400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15","Category":null,"Modified":"\/Date(1690488930913)\/","SubmissionDate":"\/Date(1276473600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4814,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft"}}