{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103570,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20103570,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.3570","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Vereinbarkeit von Milit\u00e4r und Ausbildung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt zu pr\u00fcfen und zu berichten:</p><p>1. wie sich die Bologna-Reform sowie die schweizweite Semesterharmonisierung auf die Vereinbarkeit eines Hochschulstudiums mit der Rekrutenschule, insbesondere auch hinsichtlich des Modells der Fraktionierung, und den Wiederholungskursen ausgewirkt hat;</p><p>2. wie in Zukunft in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen, den Kantonen und den Territorialregionen durch fr\u00fchzeitige und individuelle Beratung der Wehrpflichtigen f\u00fcr jeden Fall die optimale Vereinbarkeit von Milit\u00e4rdienst und Hochschulstudium herbeigef\u00fchrt werden kann;</p><p>3. welche rechtlichen Grundlagen n\u00f6tig w\u00e4ren, um ein verbessertes Beratungsangebot durch die Territorialregionen und die Hochschulen zu gew\u00e4hrleisten; </p><p>4. wie die Vereinbarkeit von Milit\u00e4rdienst und h\u00f6herer Ausbildung im Sinne der St\u00e4rkung des Milizsystems bei gleichzeitiger Ber\u00fccksichtigung der Ver\u00e4nderungen der Hochschulsysteme langfristig gew\u00e4hrleistet werden kann.</p>","ReasonText":"<p>Eine leistungsf\u00e4hige Armee ist auf leistungsf\u00e4higes Personal aus allen zivilen Lebensbereichen angewiesen. Gerade bei Studenten bzw. angehenden Studenten wird die Bereitschaft, Wehrdienst zu leisten aber dadurch gemindert, dass es heute \u00e4usserst schwierig ist, die milit\u00e4rische Grund- und Weiterausbildung mit einem Hochschulstudium zu verbinden.</p><p>Mit der Bologna-Reform im Hochschulwesen nahm die Flexibilit\u00e4t der Studenten hinsichtlich Studienbeginn, F\u00e4cherwahl oder Studienaufbau deutlich ab, was die Vereinbarkeit von Studium und Wehrdienst erschwert und dazu f\u00fchrte, dass der Wehrdienst heute in den meisten F\u00e4llen den Verlust eines Studienjahres bedingt und somit auch einen sp\u00e4teren Berufseinstieg verursacht, dies sowohl zum pers\u00f6nlichen Nachteil des Wehrdienstpflichtigen als auch der gesamten Volkswirtschaft.</p><p>Das einige Zeit propagierte Modell der Fraktionierung der Rekrutenschule vermag diesem Umstand nur bedingt abzuhelfen. Trotz der 2008 eingef\u00fchrten Semesterharmonisierung ist das Modell aufgrund sehr unterschiedlicher Curricula und Pr\u00fcfungszeiten an den Hochschulen nicht f\u00fcr alle Studenten tauglich. Zudem ist eine Fraktionierung nicht bei allen Truppengattungen m\u00f6glich.</p><p>Aufgrund der obgenannten Gr\u00fcnde ist es zumindest angezeigt, durch offensive Information und kompetente Beratung an allen Hochschulen f\u00fcr alle Studenten das optimale Modell zur Erf\u00fcllung ihrer Wehrpflicht zu finden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich bewusst, dass mit der zunehmenden Komplexit\u00e4t sowohl der zivilen als auch der milit\u00e4rischen Ausbildung ein friktionsloses Nebeneinander nicht immer m\u00f6glich ist. Das 3-Start-Modell mit der unterbruchslosen Weiterausbildung nimmt jedoch in optimaler Weise R\u00fccksicht auf die Bed\u00fcrfnisse des zivilen Bereichs. Das milit\u00e4rische Ausbildungsmodell wird auch konstant an die zivilen Bed\u00fcrfnisse angepasst, wie das seit 2007 mit der Vorverschiebung der Rekrutenschule um eine Woche der Fall ist. </p><p>Der Bundesrat teilt die Auffassung des Postulanten, wonach die milit\u00e4rischen Dienstleistungen m\u00f6glichst mit der Ausbildung harmonisiert werden m\u00fcssen. Da jedoch die notwendigen Vorkehrungen getroffen wurden und auch die Rechtsgrundlagen vorhanden sind, besteht im Moment kein unmittelbarer Handlungsbedarf. Die vom Postulanten geforderte n\u00e4here Pr\u00fcfung der Problematik kann im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee erfolgen.</p><p>Zu den einzelnen Punkten nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Die Einf\u00fchrung des Bologna-Modells hat zur Folge, dass es den Studierenden praktisch nicht mehr m\u00f6glich ist, l\u00e4ngere Grundausbildungsdienste w\u00e4hrend der Semesterferien zu absolvieren. F\u00fcr Studierende, die kein Zwischenjahr absolvieren und gleich mit dem Studium beginnen m\u00f6chten, besteht die M\u00f6glichkeit der Fraktionierung der Rekrutenschule nach der 13. Woche (Abschluss allgemeine und funktionsbezogene Grundausbildung). Diese Fraktionierung bringt allerdings erhebliche Nachteile mit sich: sehr hohe Arbeitsbelastung der betroffenen Studierenden, grosser administrativer Aufwand, Einteilung der Fraktionierer als Betriebssoldaten, Streichung des Vorschlags f\u00fcr die Weiterausbildung wegen mehrmaliger Verschiebungen. Deshalb empfehlen Armee und Bildungsinstitutionen in der Regel den einj\u00e4hrigen Unterbruch des Studiums bzw. die Absolvierung der Rekrutenschule vor oder nach dem Studium. Fortbildungsdienste der Truppe wie Wiederholungskurse sind von k\u00fcrzerer Dauer, sodass sie in der Regel noch eher mit dem Studienplan vereinbar sind. Der Spielraum f\u00fcr die Planung und Festlegung der Zeitfenster ist aufgrund der Bereitschaftsvorgaben der Infrastruktur sehr eng. Dienstverschiebungen werden allerdings bei Pr\u00fcfungen oder in R\u00fccksicht auf betriebliche Bed\u00fcrfnisse grossz\u00fcgig gehandhabt. </p><p>2. Die \"Kommission zivile und milit\u00e4rische Ausbildung\" (KZMA), in der neben Vertretern der Armee und der Kantone auch s\u00e4mtliche Bereiche der zivilen Ausbildung und die Arbeitgeber vertreten sind, verfolgt die Entwicklung und erarbeitet Verbesserungsmassnahmen wie z. B. das Merkblatt \"Koordination von ziviler und milit\u00e4rischer Ausbildung\". Hilfreich ist auch die Informationsbrosch\u00fcre \"Empfehlungen Studium und Milit\u00e4rdienst\" der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz. Auf der regionalen Ebene sind die Kommandos der Territorialregionen f\u00fcr die Information und die Beratung der Bildungsst\u00e4tten zust\u00e4ndig. Den Bildungsst\u00e4tten ihrerseits wird empfohlen, eine Beratungsstelle f\u00fcr zivile und milit\u00e4rische Ausbildung einzurichten (besteht gr\u00f6sstenteils bereits). </p><p>3. Aus Sicht der Armee ist das Beratungsangebot durch die Territorialregionen und die Hochschulen ausreichend gew\u00e4hrleistet, weshalb keine \u00c4nderung rechtlicher Grundlagen notwendig ist. \u00dcber den Internetlink www.zivil-militaer.ch sind detaillierte Informationen zu den Rechtsgrundlagen sowie Merkbl\u00e4tter, Brosch\u00fcren und Weisungen \u00fcber die Koordination von ziviler und milit\u00e4rischer Ausbildung abrufbar. Zudem sind die zust\u00e4ndigen Sektionschefs, Kreiskommandos sowie die Hotline des Personellen der Armee f\u00fcr Informationen und Ausk\u00fcnfte jederzeit erreichbar. </p><p>4. Weitere Massnahmen zur Optimierung der Vereinbarkeit von Milit\u00e4rdienst und h\u00f6herer Ausbildung werden im Rahmen der Weiterentwicklung der Armee gepr\u00fcft.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1283299200000)\/","SubmittedBy":"Malama Peter","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1434585600000)\/","ResponsibleDepartment":6,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"VBS","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1750810987963)\/","SubmissionDate":"\/Date(1276819200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4814,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Bildung"}}