{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103903,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20103903,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.3903","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ansturm ausl\u00e4ndischer Studenten auf unsere Hochschulen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Zustrom ausl\u00e4ndischer Studenten auf unsere Universit\u00e4ten reisst nicht ab. Zwischen 2000 und 2009 hat sich deren Zahl verdoppelt und stieg von 19 700 auf 40 300. Dies ist insbesondere darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Schweiz keine besonderen Anforderungen f\u00fcr Master-Studieng\u00e4nge verlangt und somit zahlreiche Studenten mit Bachelor-Abschluss, die in ausl\u00e4ndischen Universit\u00e4ten nicht zugelassen werden, in die Schweiz str\u00f6men. Dies bringt unsere Ausbildungsst\u00e4tten personell wie logistisch an deren Grenzen und erzeugt auch erhebliche Kosten. Die Ausbildungskosten f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende betragen gem\u00e4ss Sch\u00e4tzung der \"NZZ am Sonntag\" f\u00fcr das Jahr 2008 rund 560 Millionen Schweizerfranken. In vielen Kantonen sind bereits Vorst\u00f6sse eingereicht worden, die Massnahmen zur Steuerung dieser Entwicklung fordern. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende dringende Fragen:</p><p>1. Wie haben sich die Anzahl der ausl\u00e4ndischen Studierenden und die f\u00fcr diese aufgewendeten Kosten an den beiden technischen Hochschulen des Bundes (ETH Z\u00fcrich und ETH Lausanne) in den letzten f\u00fcnf Jahren entwickelt?</p><p>2. Ist er bereit, f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende, insbesondere Bachelor-Absolventen, an den beiden ETH zur Sicherstellung der Qualit\u00e4t, der Pl\u00e4tze f\u00fcr Schweizer Studierende und zur Reduktion der Kosten Aufnahmepr\u00fcfungen und/oder Kontingente einzuf\u00fchren? W\u00e4re der Bundesrat auch bereit, zu diesem Zweck die Studiengeb\u00fchren zu erh\u00f6hen, sei es f\u00fcr die ausl\u00e4ndischen Studierenden oder generell?</p><p>3. Ist er bereit, eine Vollkostenabrechnung analog den Universit\u00e4ten in den USA oder Grossbritannien f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende einzuf\u00fchren? Falls nein, w\u00e4re er bereit, die Studiengeb\u00fchren f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende an unseren ETH so anzupassen, dass die H\u00f6he des Betrages mindestens dem entspricht, welchen die Nichthochschulkantone f\u00fcr die Studierenden der jeweiligen Fachrichtungen bezahlen m\u00fcssen?</p><p>4. Das Hochschulf\u00f6rderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) soll die rechtliche Grundlage schaffen, damit Empfehlungen f\u00fcr die Erhebung von Geb\u00fchren formuliert werden k\u00f6nnen. Ist er neben der Begleitung des Gesetzes auch selbst aktiv daran, zus\u00e4tzliche Massnahmen f\u00fcr seine beiden Hochschulen vorzuschlagen, bzw. sind hierzu bereits Arbeitsgruppen gebildet worden?</p><p>5. Wie sieht die Situation bez\u00fcglich der anderen Universit\u00e4ten aus, die auch massgeblich vom Bund mitfinanziert werden? Welche Massnahmen sind dort geplant?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Einleitend m\u00f6chte der Bundesrat festhalten, dass er in der Internationalit\u00e4t einen Erfolgsfaktor der Schweizer Hochschulen sieht. Gute ausl\u00e4ndische Studierende, die ihre Vorbildung im Ausland erworben haben und die vor der Aufnahme ihres Studiums in der Schweiz ihren Wohnsitz im Ausland hatten, sind eine Bereicherung f\u00fcr die Studieng\u00e4nge. Dar\u00fcber hinaus sind diese Bildungsausl\u00e4nder interessant f\u00fcr den Werkplatz Schweiz. Wir m\u00f6chten hier ihre Anzahl nach Hochschultyp (Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschule, kantonale Universit\u00e4t oder Fachhochschule) und nach Studienstufe (Lizenziat/Diplom, Bachelor, Master und Doktorat) festhalten. Alle Hochschultypen und alle Studienstufen zusammengez\u00e4hlt, belief sich die Zahl der Bildungsausl\u00e4nder im Jahr 2000 auf 15 925, im Jahr 2009 auf 32 842. Bei den universit\u00e4ren Hochschulen (Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschulen und kantonale Universit\u00e4ten) belief sich ihre Anzahl im Jahr 2000 auf 13 987 und im Jahr 2009 auf 26 867. </p><p>Der Bundesrat ist sich andererseits bewusst, dass die Zahl der Bildungsausl\u00e4nder an verschiedenen universit\u00e4ren Hochschulen, insbesondere in einigen Fachbereichen auf der Master-Stufe, stark gewachsen ist und dass diese Entwicklung einige Hochschulen hinsichtlich ihrer Aufnahmekapazit\u00e4t und der Qualit\u00e4tssicherung zunehmend fordert. Den stark konnotierten Begriff \"Ansturm\", der nicht der Realit\u00e4t entspricht, m\u00f6chte er in diesem Kontext aber vermeiden. Der Bundesrat wird sich in Erf\u00fcllung des am 2. Dezember 2010 vom St\u00e4nderat \u00fcberwiesenen Postulats Bischofberger 10.3764 detailliert zu diesem Thema \u00e4ussern. Zu den Fragen der Interpellation nimmt er wie folgt Stellung: </p><p>1. Gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik studierten im Jahr 2005 insgesamt 9204 Personen in der Grundausbildung (Bachelor, Master, Diplom) an der ETH Z\u00fcrich, davon waren 729 (7,9 Prozent) Bildungsausl\u00e4nder. 2009 z\u00e4hlte die ETH Z\u00fcrich 11 190 Studierende in der Grundausbildung, wovon 2108 (18,8 Prozent) Bildungsausl\u00e4nder waren. An der ETH Lausanne waren 2005 4543 Studierende in der Grundausbildung, davon 1049 (23,1 Prozent) Bildungsausl\u00e4nder. 2009 z\u00e4hlte die ETH Lausanne 5107 Studierende in der Grundausbildung mit 1418 (27,8 Prozent) Bildungsausl\u00e4ndern. </p><p>Einen besonderen Zulauf verzeichnete das Master-Studium. Gem\u00e4ss ETH-Rat bewarben sich 2010 an der ETH Z\u00fcrich auf der Master-Stufe 2302 und an der ETH Lausanne 1698 Studierende mit einem nicht an der ETH erworbenen Bachelor. Rund 90 Prozent dieser Bewerbungen kamen aus dem Ausland. Von diesen Bildungsausl\u00e4ndern ist jedoch nur ein kleiner Prozentsatz effektiv ins Master-Studium eingetreten: in Z\u00fcrich 22 Prozent und in Lausanne 12 Prozent. Gemessen am Total der Eintritte ins Master-Studium betrug der Anteil der externen Bildungsausl\u00e4nder an der ETH Z\u00fcrich 25 Prozent und an der ETH Lausanne 22 Prozent.</p><p>2005 beliefen sich die Kosten f\u00fcr die Lehre f\u00fcr alle Studierenden in der Grundausbildung an der ETH Z\u00fcrich auf 234,5 Millionen Franken, an der ETH Lausanne auf 117,2 Millionen Franken. 2009 betrugen die Gesamtkosten an der ETH Z\u00fcrich 287,4 Millionen Franken, an der ETH Lausanne 137,9 Millionen Franken. Nimmt man einheitliche Durchschnittskosten pro Studierenden an, dann lassen sich die durch Bildungsausl\u00e4nder generierten Kosten auf 18,6 Millionen Franken (2005) und 54,1 Millionen (2009) an der ETH Z\u00fcrich und 27,1 Millionen Franken respektive 38,3 Millionen an der ETH Lausanne beziffern. Da die Kosten f\u00fcr eine Lehrveranstaltung nur unwesentlich von der Anzahl Studierender, die sie besuchen, beeinflusst werden, lassen die f\u00fcr die Bildungsausl\u00e4nder berechneten Zahlen den Schluss nicht zu, dass diese Betr\u00e4ge eingespart worden w\u00e4ren, wenn keine Bildungsausl\u00e4nder an den ETH studiert h\u00e4tten. </p><p>2./3. Wo die hohe Qualit\u00e4t des Studiums an den ETH gef\u00e4hrdet ist, sollten alle genannten Optionen gepr\u00fcft werden. Der Bundesrat ist der Meinung, dass m\u00f6gliche Massnahmen auf die Sicherung der Qualit\u00e4t der Lehre zielen sollten. Bei der allf\u00e4lligen Erhebung zus\u00e4tzlicher Studiengeb\u00fchren stellen sich dar\u00fcber hinaus grunds\u00e4tzlichere Fragen der Finanzierung von Hochschulausbildungen. Eine st\u00e4rkere Differenzierung der Geb\u00fchren f\u00fcr einheimische Studierende und Bildungsausl\u00e4nder sollte in die Analyse einbezogen werden. Der ETH-Rat, das vom Bundesrat gew\u00e4hlte strategische Aufsichtsorgan \u00fcber den ETH-Bereich, hat sich mit dem Zustrom von Studierenden in den Master-Studieng\u00e4ngen hinsichtlich der Aufnahmekapazit\u00e4t und der Qualit\u00e4tssicherung befasst. Auf der Basis dieser Analyse sieht der Bundesrat vor, einen Entwurf zur \u00c4nderung des ETH-Gesetzes zu erarbeiten. Er k\u00f6nnte dem Parlament die Gesetzes\u00e4nderung m\u00f6glicherweise mit der BFI-Botschaft 2013-2016 beantragen. </p><p>4. Neben der rechtlichen Grundlage zum Erlass von Empfehlungen f\u00fcr die Erhebung von Studiengeb\u00fchren soll mit dem zuk\u00fcnftigen Hochschulf\u00f6rderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) auch die M\u00f6glichkeit geschaffen werden, gesamtschweizerische Entwicklungen im Bereich der Bildungsausl\u00e4nder im Rahmen der gemeinsamen Finanzplanung und der Priorit\u00e4tensetzung von Bund und Kantonen zu ber\u00fccksichtigen. Eine Diskussion dieser Themen mit der Erziehungsdirektorenkonferenz und der Schweizerischen Universit\u00e4tskonferenz (SUK) ist schon im Fr\u00fchjahr 2011 vorgesehen. Die Entwicklungen im Bereich der Studiengeb\u00fchren verfolgt der Bundesrat genau. Da \u00fcberdies der ETH-Rat die Bildungsausl\u00e4nderthematik aktiv bearbeitet, erscheint die Einsetzung zus\u00e4tzlicher Arbeitsgruppen nicht notwendig. </p><p>5. Die Anzahl Bildungsausl\u00e4nder und ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden variieren von einer Universit\u00e4t zur anderen stark. Sehr grosse Unterschiede sind auch je nach Studienstufe und Fachbereich zu beobachten. Der Bund achtet die Autonomie der kantonalen Universit\u00e4ten und ihrer Tr\u00e4ger. Es liegt an diesen, allf\u00e4llige Massnahmen zu ergreifen. Gesamtschweizerisch werden diese Fragen im Rahmen der SUK und der Rektorenkonferenz der Schweizer Universit\u00e4ten diskutiert.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1299801600000)\/","SubmittedBy":"Fraktion der Schweizerischen Volkspartei","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1300406400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1763104017260)\/","SubmissionDate":"\/Date(1291161600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4816,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}