{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20103967,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20103967,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.3967","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Bruttoinlandsgl\u00fcck. Ein pr\u00fcfenswertes Konzept","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1972 hat Bhutan eine Definition von Lebensqualit\u00e4t erarbeitet, die neben wirtschaftlichen Werten (Wachstum, BIP) auch psychologische, holistische und spirituelle Dimensionen ber\u00fccksichtigt. Demnach beschr\u00e4nkt sich das Gl\u00fcck nicht auf Wachstum oder auf die Gesetze des Marktes. Gerade die aktuelle Wirtschaftskrise zwingt uns, andere Werte zu entdecken (z. B. Uneigenn\u00fctzigkeit, Freiwilligkeit, freiwillig gew\u00e4hlte Einfachheit, Wiederverwertung, Relokalisierung, Subsidiarit\u00e4t, Verwurzelung, Solidarit\u00e4t, nichtutilitaristische geistige Werte, identit\u00e4tsstiftende Werte).</p><p>Die Regierung Bhutans misst vier Prinzipien grosse Bedeutung bei: wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung, Bewahrung und F\u00f6rderung der Kultur, Umweltschutz und nachhaltige Nutzung der Ressourcen sowie eine gute und verantwortungsvolle Regierung.</p><p>Was h\u00e4lt der Bundesrat davon? Gedenkt er, ebenfalls einen schweizerischen Index f\u00fcr Bruttoinlandsgl\u00fcck zu entwickeln und anzuwenden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist ein synthetischer Indikator, der die Wirtschaftst\u00e4tigkeit misst. Er kann nicht gleichzeitig als Indikator zur Messung des Wohlbefindens oder des Gl\u00fccks verwendet werden.</p><p>In den letzten Jahrzehnten wurden verschiedene Untersuchungen durchgef\u00fchrt, um das BIP durch weitere Werte (soziale, umweltbezogene usw.) zu erg\u00e4nzen. All diese Untersuchungen hatten das Ziel, Methoden zu entwickeln, anhand derer der aktuellen und der k\u00fcnftigen Lebensqualit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung besser Rechnung getragen werden kann, ohne dabei jedoch einen einzigen anerkannten Indikator bilden zu k\u00f6nnen. Das Wohlbefinden, das Gl\u00fcck und die Lebensqualit\u00e4t umfassen zahlreiche Dimensionen (soziale, wirtschaftliche, umweltspezifische, psychologische usw.) mit objektiven, aber auch mit subjektiven Komponenten, die keine gemeinsame Messeinheit aufweisen (wie z. B. die monet\u00e4re Einheit f\u00fcr das BIP). Somit st\u00fctzt sich das Gewicht, das bei der Indexbildung den verschiedenen Dimensionen zugeordnet wird, nicht nur auf rein statistische Kriterien.</p><p>Ein Indikator muss ausserdem r\u00e4umliche und zeitliche Vergleiche erm\u00f6glichen. Deshalb ist es wichtig, dass Indikatoren auf internationaler Ebene erstellt werden. Da die Bildung eines Gl\u00fccksindikators ein \u00e4usserst komplexes Unterfangen darstellt und angesichts der Schwierigkeit, in Bezug auf die Komponenten und deren Gewichtung einen Konsens zu finden, wird die Idee eines einzigen Indikators zur Messung des Gl\u00fccks zurzeit nicht als eine Option in Betracht gezogen. Der Bericht der \"Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress\" (Bericht Stiglitz Sen Fitoussi) von 2009, der als Grundlage bei den laufenden Arbeiten dient, unterstreicht die Wichtigkeit des BIP als Indikator f\u00fcr das Wirtschaftswachstum und empfiehlt zus\u00e4tzlich die Erarbeitung eines Indikatorensets, welches das BIP erg\u00e4nzt und gleichzeitig das Wohlbefinden und die Nachhaltigkeit misst.</p><p>Der Bundesrat erachtet es f\u00fcr seine Regierungst\u00e4tigkeit als wichtig, die Bewertung des Wohlbefindens und des Fortschritts der Schweiz nicht nur auf wirtschaftliche Aspekte zu st\u00fctzen, sondern auch die Entwicklung von Aspekten in Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit, des Lebensstandards und der Lebensqualit\u00e4t zu ber\u00fccksichtigen. In seinem Entscheid vom 13. Oktober 2010 in Bezug auf die gr\u00fcne Wirtschaft hat der Bundesrat das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem Eidgen\u00f6ssischen Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation und dem Eidgen\u00f6ssischen Volkswirtschaftsdepartement das BIP durch geeignete Indikatoren \u00fcber die sozialen, wirtschaftlichen und \u00f6kologischen Entwicklungen zu erg\u00e4nzen. Er ist zudem der Ansicht, dass dies wie \u00fcblich in Abstimmung mit den internationalen Methoden geschehen soll, damit die erzielten Ergebnisse miteinander verglichen werden k\u00f6nnen. Da der Bundesrat ausserdem \u00fcberzeugt ist, dass diese Informationen nicht in Form eines einzigen Indikators ohne Konsens bez\u00fcglich der Komponenten pr\u00e4sentiert werden sollen, ist es sinnvoller, zuerst ein Set von Indikatoren zu erarbeiten, das die Entwicklung der verschiedenen das Wohlbefinden der Bev\u00f6lkerung beeinflussenden Aspekte aufzeigt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1298419200000)\/","SubmittedBy":"Baettig Dominique","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1300406400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4","Category":null,"Modified":"\/Date(1690533939153)\/","SubmissionDate":"\/Date(1292284800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4816,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik"}}