{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20104155,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20104155,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"10.4155","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Eine M\u00e4nner- und V\u00e4terpolitik f\u00fcr den Bund","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Frauenfragen in eine Kommission f\u00fcr Geschlechterfragen umzuwandeln respektive eine Kompetenzstelle innerhalb der Bundesverwaltung zu bezeichnen, welche sich spezifischer Buben-, M\u00e4nner- und V\u00e4terfragen und entsprechender Probleme annimmt.</p>","ReasonText":"<p>W\u00e4hrend Gleichstellungspolitik in den vergangenen vierzig Jahren prim\u00e4r als Frauenf\u00f6rderung verstanden wurde, hat sich in Wissenschaft und Praxis international die Erkenntnis durchgesetzt, dass Gleichstellungspolitik neben der weiterhin notwendigen Frauenf\u00f6rderung auch spezifische Ans\u00e4tze in Bezug auf Buben und M\u00e4nner erfordert. Diese zielen u. a. auf die Verringerung m\u00e4nnerspezifischer Gesundheitsrisiken, die Gew\u00e4hrleistung eines bubengerechten Bildungswesens, die F\u00f6rderung des Engagements der M\u00e4nner in der Familie und in der unbezahlten Care-Arbeit und die Minimierung m\u00e4nnerspezifischen Risikoverhaltens. </p><p>In der Schweiz sind diesbez\u00fcgliche Bem\u00fchungen zivilgesellschaftlich in schneller Entwicklung begriffen. In den letzten zehn Jahren haben sich die Schweizer M\u00e4nner- und V\u00e4terorganisationen in zwei Dachverb\u00e4nden organisiert (m\u00e4nner.ch und GeCoBi), die Zahl der Fachleute in der M\u00e4nner- und V\u00e4terarbeit, der T\u00e4terberatung sowie der Jugendarbeit w\u00e4chst. Institutionell sind Buben-, M\u00e4nner- und V\u00e4terfragen in der Schweiz, im Gegensatz zum benachbarten Ausland, jedoch noch nicht verankert. Die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Frauenfragen ist gem\u00e4ss ihrem Auftrag auch f\u00fcr Geschlechterfragen verantwortlich. In diesem Gremium sind die M\u00e4nner jedoch nur mit 14 Prozent vertreten (gem\u00e4ss dem RVOG sollten in allen ausserparlamentarischen Kommissionen beide Geschlechter mit mindestens 30 Prozent vertreten sein). Damit hinkt die Schweiz dem Ausland hinterher. So hat sich die deutsche Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, \"eine eigenst\u00e4ndige Jungen- und M\u00e4nnerpolitik zu entwickeln\". In \u00d6sterreich existiert auf Bundesebene eine M\u00e4nnerpolitische Grundsatzabteilung. F\u00fcr die Implementierung einer zukunftsorientierten Geschlechterpolitik m\u00fcssen sowohl Frauen- wie M\u00e4nnerperspektiven ber\u00fccksichtigt werden. Dieser Anforderung kann der Bund nachkommen, wenn er eine Fachstelle f\u00fcr M\u00e4nner-, V\u00e4ter- und Bubenfragen einsetzt. Notfalls kann auch die EKF umbenannt werden und mit dem neuen, zus\u00e4tzlichen Auftrag betraut werden. Allerdings d\u00fcrfte die Kommission selber mit dieser Ausdehnung des Auftrags nicht einverstanden sein.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat misst der Gleichstellung von Frau und Mann in allen Lebensbereichen grosse Bedeutung bei. Er geht mit dem Motion\u00e4r einig, dass eine zukunftsgerichtete Gleichstellungspolitik sich auch mit m\u00e4nnerspezifischen Fragen befassen muss. Dazu geh\u00f6ren namentlich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das Familien- und Scheidungsrecht. Der Bundesrat anerkennt denn auch die Wichtigkeit des diesbez\u00fcglichen zivilgesellschaftlichen Engagements vieler M\u00e4nner und Frauen.</p><p>Die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Frauenfragen (EKF) hat als ausserparlamentarische Verwaltungskommission die Aufgabe, den Bundesrat in Fragen zu beraten, welche die Stellung der Frau in der Schweiz betreffen. Die EKF ist das einzige nationale Gremium, welches sich gem\u00e4ss ihrem Mandat aus einer frauenpolitischen Sichtweise heraus mit allen Fragen befasst, welche frauenspezifische Anliegen sowie die Gleichstellung der Geschlechter betreffen. Die Zusammensetzung und das Mandat der EKF garantieren dabei, dass die Kommission bei ihrer Arbeit auch die m\u00e4nnliche Perspektive mitber\u00fccksichtigt. Zurzeit sind die M\u00e4nner mit drei Mitgliedern in der 20-k\u00f6pfigen Kommission vertreten. Die Kommission hat bereits verschiedentlich Schritte unternommen mit dem Ziel, den M\u00e4nneranteil zu erh\u00f6hen. Allerdings hat sich bei diesen Bem\u00fchungen gezeigt, dass es schwierig ist, M\u00e4nner f\u00fcr eine Mitarbeit in der Kommission zu gewinnen. Die Kommission wird ihre Bem\u00fchungen in dieser Sache weiterf\u00fchren. Eine Umbenennung der EKF in Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Geschlechterfragen verbunden mit der Betrauung mit einem zus\u00e4tzlichen Auftrag lehnt der Bundesrat sowohl aus sachlichen als auch aus finanziellen Gr\u00fcnden ab.</p><p>Im Unterschied zur EKF hat das Eidgen\u00f6ssische B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) als Bundesamt den gesetzlichen Auftrag, die Gleichstellung beider Geschlechter in allen Lebensbereichen zu f\u00f6rdern. Konkret heisst dies, dass das EBG bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben in den beiden Schwerpunktbereichen Gleichstellung im Erwerbsleben und Gleichstellung in der Familie auch die Perspektiven und Anliegen von M\u00e4nnern und V\u00e4tern mit einbezieht. Das EBG f\u00fchrt seit mehreren Jahren im Rahmen eines Geschlechterdialogs einen regelm\u00e4ssigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern von Frauen- und M\u00e4nnerorganisationen. 2009 hat es hierzu gemeinsam mit den Dachorganisationen eine \"Tagung zur F\u00f6rderung des Dialoges und der Zusammenarbeit zwischen Frauenorganisationen, M\u00e4nnerorganisationen und Gleichstellungsb\u00fcros\" durchgef\u00fchrt. Bei der Vergabe von Finanzhilfen f\u00fcr mehr Gleichstellung im Erwerbsleben unterst\u00fctzt das EBG regelm\u00e4ssig auch Projekte, die sich gezielt an M\u00e4nner richten. So wird beispielsweise seit 2004 ein Projekt mitfinanziert, welches die Berufe des Unterstufenlehrers bzw. des Kinderg\u00e4rtners bei M\u00e4nnern bekanntmachen und die Erh\u00f6hung des M\u00e4nneranteils in den Schulen erreichen will. In Anerkennung der Tatsache, dass immer mehr V\u00e4ter Kinderbetreuungsaufgaben \u00fcbernehmen, hat das EBG zusammen mit dem VBS 2008 eine Informationsbrosch\u00fcre zu Leistungen der Erwerbsersatzordnung herausgegeben, welche sich an M\u00e4nner und Frauen richtet, die Kinder betreuen und zeitweise Milit\u00e4r-, Zivil- oder Schutzdienst leisten. Die Fachstelle gegen Gewalt des EBG wiederum konzentriert sich in ihrer Arbeit auf die Problematik der Gewalt gegen Frauen und M\u00e4nner in Paarbeziehungen und Trennungssituationen. Angesichts dieser breiten, beide Geschlechter umfassenden Haltung, die das EBG bei der Aus\u00fcbung seiner Aufgaben einnimmt, sieht der Bundesrat keine Notwendigkeit zur zus\u00e4tzlichen Schaffung einer Fachstelle f\u00fcr M\u00e4nner-, V\u00e4ter- und Bubenfragen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1297814400000)\/","SubmittedBy":"von Graffenried Alec","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1355443200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1690530736263)\/","SubmissionDate":"\/Date(1292544000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4816,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}