{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20111045,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20111045,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.1045","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Fortw\u00e4hrende Diskriminierung trotz zwanzig Jahren Frauenstreik","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Zwanzig Jahre sind seit der Einf\u00fchrung des Frauenstreiks vergangen. Doch noch immer gibt es gravierende Ungleichheiten zwischen Frau und Mann. Aus diesem Grund stellen sich grunds\u00e4tzliche Fragen der nach wie vor vorherrschenden Diskriminierung, welche dringend beantwortet werden sollten:</p><p>1. Wieso sind Frauen heute in gewissen Berufsgruppen noch immer untervertreten, ja teilweise praktisch inexistent? Zu denken ist etwa an Metzgerinnen, Tunnelbauerinnen, Kanalarbeiterinnen, F\u00f6rsterinnen, M\u00fcllfrauen.</p><p>2. Was unternimmt der Bundesrat, um dieser offensichtlichen Diskriminierung der Frauen entgegenzutreten?</p><p>3. Herrscht nicht auch in der Bundesverfassung eine Diskriminierung vor, da M\u00e4nner obligatorisch ins Milit\u00e4r gehen d\u00fcrfen, Frauen jedoch freiwillig gehen k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Fragesteller spricht die Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt und in der Berufswahl an. Der im Auftrag der Erziehungsdirektorenkonferenz und des Bundesamtes f\u00fcr Berufsbildung und Technologie (BBT) von der Schweizerischen Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung erstellte Bildungsbericht 2010 zeigt auf, dass der Fortschritt in den letzten 25 Jahren hin zu einer gleichm\u00e4ssigeren Verteilung der Geschlechter auf die Berufe relativ bescheiden war. So befanden sich 2007 90 Prozent der Frauen in der beruflichen Grundbildung in 15 Prozent der zur Verf\u00fcgung stehenden Lehrberufe (1984: 5 Prozent). Mit Blick auf die Ursachen dieser fortbestehenden Geschlechtersegregation zeigt die neuere Forschung, dass die geschlechtstypische Berufswahl stark durch die Eltern und die Sozialisierung im Kinder- und Jugendalter beeinflusst wird. Der Bildungsbericht zieht denn auch die Schlussfolgerung, dass der fortw\u00e4hrend hohe Bestand an praktisch reinen Frauen- und M\u00e4nnerberufen insbesondere zu bildungspolitischen \u00dcberlegungen Anlass bietet (<a href=\"http://www.skbf-csre.ch/bildungsbericht0.0.html\">http://www.skbf-csre.ch/bildungsbericht0.0.html</a>).</p><p>2. In der Bundesverwaltung hat eine Arbeitsgruppe unter der Federf\u00fchrung des Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann einen Aktionsplan erarbeitet, um die Umsetzung der 2009 vom Uno-Ausschuss zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau an die Schweiz gerichteten Empfehlungen zu pr\u00fcfen. Eines der Ziele des Aktionsplans ist die Bek\u00e4mpfung der Diskriminierung in der Bildung. Dabei soll insbesondere die Berufswahl weniger geschlechterstereotypisch erfolgen.</p><p>Das in der Sache zust\u00e4ndige BBT hat die Kantone, die f\u00fcr den Bereich der Berufswahl und Berufsberatung verantwortlich sind, darauf sensibilisiert, in den Berufswahl- und Berufsinformationsmedien eine geschlechtsneutrale Sprache und nichtklischierende Fotos zu verwenden. Das BBT unterst\u00fctzt zudem die universit\u00e4re Berufsbildungsforschung, u. a. zum Thema \"Individuelle Berufsbildungsentscheidungen und -chancen\". Schliesslich kommen in der vom Bund verantworteten Berufsbildungskampagne konsequent Frauen und M\u00e4nner in allen Berufszweigen (inklusive weibliche Kader) vor (<a href=\"http://www.berufsbildungplus.ch/index.php?id=201\">http://www.berufsbildungplus.ch/index.php?id=201</a>).</p><p>Zu erw\u00e4hnen sind gleichzeitig die Anstrengungen der kantonalen Gleichstellungsb\u00fcros, im Gesundheitssektor vermehrt M\u00e4nner f\u00fcr die Wahl von \"Frauenberufen\" zu gewinnen, bzw. jene privater Unternehmen, mehr Frauen im Informatikbereich zu besch\u00e4ftigen. Eine ausgewogenere Geschlechterverteilung in den verschiedenen Berufen entspricht nicht zuletzt dem wachsenden Bed\u00fcrfnis der Wirtschaft nach einem gr\u00f6sseren und gemischteren Rekrutierungspool an gut qualifizierten Frauen und M\u00e4nnern.</p><p>3. Bei der gegenw\u00e4rtigen rechtlichen Regelung des Milit\u00e4rdienstes handelt es sich um eine in der Bundesverfassung verankerte Ungleichbehandlung. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (2A.47/2002 vom 23. Mai 2002) verst\u00f6sst diese jedoch nicht gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschlechter.</p><p>Artikel\u00a059 der Bundesverfassung \u00fcber die allgemeine Wehrpflicht und die Ersatzpflicht sowie Artikel\u00a08 Absatz\u00a03 der Bundesverfassung \u00fcber die gleichen Rechte von Mann und Frau stehen als Verfassungsnormen gleichrangig nebeneinander. Als im Jahre 1981 der Grundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter in die Bundesverfassung aufgenommen wurde, lehnte es das Bundesgericht ab, die Wehrpflicht auch auf Frauen auszudehnen (unver\u00f6ffentlichtes Urteil 2A.433/1990 vom 17. September 1991).</p><p>Der Bundesrat h\u00e4lt fest, dass der Milit\u00e4rdienst auch den Schweizerinnen offensteht. Hat sich eine Schweizerin beim Milit\u00e4r angemeldet, muss sie an der Rekrutierung teilnehmen und wird milit\u00e4rdienstpflichtig, wenn sie als diensttauglich und f\u00fcr die \u00dcbernahme der vorgesehenen Funktion bereit eingestuft wird. Einmal milit\u00e4rdienstpflichtig, erwachsen ihr dieselben Rechte und Pflichten wie den milit\u00e4rdienstpflichtigen Schweizern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1314748800000)\/","SubmittedBy":"Bortoluzzi Toni","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1314748800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"12","Category":null,"Modified":"\/Date(1750804279650)\/","SubmissionDate":"\/Date(1308096000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4819,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Recht Allgemein"}}