{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113526,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113526,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3526","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Mehr Schweizer Nachwuchs dank Aufhebung des Numerus clausus","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen zur Aufhebung von Zulassungsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Ausbildungspl\u00e4tze vorzulegen. Dadurch k\u00f6nnen gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte in der Schweiz ausgebildet und kann der Schweizer Nachwuchs in allen wissenschaftlichen Disziplinen langfristig gef\u00f6rdert werden.</p>","ReasonText":"<p>Der Schweizer Wirtschaft fehlt es vor allem in den Bereichen Gesundheit, Naturwissenschaft, Technik und Informatik an Fachkr\u00e4ften. Handlungsbedarf herrscht vor allem im Gesundheitswesen. So zeigte eine im Februar 2010 ver\u00f6ffentlichte Umfrage, dass fast jeder zweite Assistenzarzt in der Schweiz sein \u00c4rztediplom im Ausland gemacht hat. Diese Situation ist weder bildungs- noch migrationspolitisch befriedigend. Der Spitalverband H plus geht davon aus, dass die Schweiz gut doppelt so viele \u00c4rztinnen und \u00c4rzte braucht, wie derzeit ausgebildet werden. Es mangelt nicht an Schweizer Interessenten und den notwendigen F\u00e4higkeiten, sondern der Numerus clausus schafft eine k\u00fcnstliche Verknappung der Ausbildungspl\u00e4tze. Damit ist es f\u00fcr einen Schweizer schwieriger, den Arztberuf zu w\u00e4hlen, als f\u00fcr ausl\u00e4ndische Studierende. Der Numerus clausus ist kein geeignetes Steuerungsinstrument, sondern entwickelt sich immer mehr zur inl\u00e4nderdiskriminierenden H\u00fcrde. Mit Aufhebung der Zulassungsbeschr\u00e4nkungen wird die Qualit\u00e4t der Ausbildungsg\u00e4nge nicht gef\u00e4hrdet. Die Qualit\u00e4t ist nicht nur von der Zahl der Studierenden, sondern auch von der Organisation und der Gestaltung der Ausbildungsg\u00e4nge abh\u00e4ngig. Notwendige Reformen sollen mit Beschr\u00e4nkungen nicht einfach auf die Seite geschoben werden k\u00f6nnen. Zudem sind die g\u00e4ngigen \"Zulassungstests\" nur begrenzt dazu geeignet, die effektive Eignung der Studienanw\u00e4rterinnen und -anw\u00e4rter f\u00fcr einen Studiengang zu \u00fcberpr\u00fcfen.</p><p>Wichtigstes Qualifizierungskriterium f\u00fcr die Zulassung zu einem Studium ist und bleibt die Maturit\u00e4t. Um die Qualit\u00e4t der Matura gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, sollen einheitliche Qualit\u00e4tsstandards zur Angleichung kantonaler Unterschiede erarbeitet und soll eine qualitative Begutachtung der Maturit\u00e4tspr\u00fcfungen vorgenommen werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Einf\u00fchrung oder Aufhebung von Zulassungsbeschr\u00e4nkungen zu Studieng\u00e4ngen an Universit\u00e4ten oder Fachhochschulen liegt im Kompetenzbereich der Kantone. Der Bund hat deshalb keine M\u00f6glichkeit, hier konkret einzugreifen. Er kann aber Grundlagen erarbeiten, die dazu dienen, den Ausbildungsbedarf besser abzusch\u00e4tzen, damit die Kantone koordinierte Massnahmen ergreifen k\u00f6nnen.</p><p>F\u00fcr den Bereich der Pflege liegen diese Grundlagen vor (vgl. Masterplan Bildung Pflegeberufe 2010-2015). Im Sinne dieses Masterplans unterst\u00fctzt der Bundesrat Massnahmen, die der Sicherstellung eines bedarfsorientierten Bildungsangebotes dienen. Dazu geh\u00f6rt auch die Schaffung zus\u00e4tzlicher Ausbildungs- und Praktikumspl\u00e4tze gesamtschweizerisch auf allen Bildungsstufen (berufliche Grundbildung, h\u00f6here Berufsbildung und Fachhochschulen).</p><p>F\u00fcr den Bereich der Humanmedizin wird er im Herbst 2011 einen entsprechenden Bericht mit Angaben zum Ausbildungsbedarf (im Rahmen der Erf\u00fcllung der Motion Fehr Jacqueline 08.3608, \"Strategie gegen den \u00c4rztemangel und zur F\u00f6rderung der Hausarztmedizin\") vorlegen. In den \u00fcbrigen Bereichen der Naturwissenschaft, Technik und Informatik stellt sich die Situation anders dar. In diesen Studieng\u00e4ngen existiert kein Numerus clausus (NC). Der in einigen Bereichen ausgewiesene Fachkr\u00e4ftemangel ist auf andere Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der Bundesrat hat am 1. September 2010 einen Bericht zu dieser Thematik verabschiedet und Empfehlungen zur Studienmotivation in den sogenannten Mint-F\u00e4chern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ausgesprochen. Erwartet wird, dass aufgrund der Schwerpunkte an den Hochschulen die Zahl der Studierenden im Mint-Bereich in den kommenden Jahren zunehmen wird.</p><p>Der Bundesrat hat bereits in seiner Antwort auf die Interpellation Gutzwiller 09.3210, \"Attraktivit\u00e4t des Medizinstudiums\", dargelegt, dass mehr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte ausgebildet werden m\u00fcssen. Diese Aussage gilt weiterhin. Eine Aufhebung des NC respektive der Zulassungsbeschr\u00e4nkung erachtet der Bundesrat dagegen als nicht zielf\u00fchrend. Zus\u00e4tzlich ist zu betonen, dass an den Universit\u00e4ten Genf, Lausanne und Neuenburg kein Numerus clausus angewendet wird, dass aber auch dort nicht wesentlich mehr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte ausgebildet werden, da die Selektion innerhalb der Universit\u00e4t nach den ersten beiden Studienjahren stattfindet.</p><p>Die Anmeldungen f\u00fcr das Studium der Humanmedizin \u00fcbersteigen auch f\u00fcr das kommende Studienjahr 2011/12 die verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten fast um das Vierfache: Bis Mitte Februar 2011 haben sich 4100 Studierwillige angemeldet, w\u00e4hrend die Ausbildungskapazit\u00e4ten von der schweizerischen Rektorenkonferenz mit 1064 Pl\u00e4tzen beziffert werden. Die Zulassung aller Studierwilligen h\u00e4tte zweifellos eine Verschlechterung der Ausbildungsqualit\u00e4t zur Folge.</p><p>Einen weiteren wesentlichen Engpass in der Ausbildung angehender \u00c4rztinnen und \u00c4rzte stellen die zur Verf\u00fcgung stehenden klinischen Kapazit\u00e4ten dar und, damit verbunden, die Anzahl Patienten, die sich f\u00fcr Ausbildungszwecke zur Verf\u00fcgung stellen. Aufgrund der fehlenden klinischen Kapazit\u00e4ten ist eine Selektion unabdingbar, entweder vor Studienbeginn oder w\u00e4hrend den ersten Studiensemestern.</p><p>Die Abschaffung des NC leistet somit keinen Probleml\u00f6sungsbeitrag. Die Auswahl der Studierenden sollte so erfolgen, dass vor allem diejenigen zum Studium zugelassen werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das Studium erfolgreich abschliessen. Der Eignungstest, der heute zum Einsatz kommt, ist in diesem Sinne ein guter Pr\u00e4diktor f\u00fcr den Studienerfolg. Die Erfolgsquoten an Universit\u00e4ten mit NC betragen zwischen 80 und 90 Prozent, diejenigen an Universit\u00e4ten ohne NC liegen dagegen aufgrund der inneruniversit\u00e4ren Selektion bei rund 50 Prozent. Allf\u00e4llige \u00c4nderungen des Auswahlverfahrens sind denkbar, wenn diese geeignet sind, Studienerfolg und Berufseignung besser als bisher vorherzusagen. Dem Bundesrat sind bis dato keine solchen Verfahren bekannt.</p><p>Der Bundesrat begr\u00fcsst jegliche Initiative der Kantone, die zu einer Erh\u00f6hung der Anzahl Ausbildungspl\u00e4tze und zu einer effizienteren Nutzung der verf\u00fcgbaren Kapazit\u00e4ten (Abschlussquoten) f\u00fchrt. Er kann aber, wie bereits ausgef\u00fchrt, nicht in den Kompetenzbereich der Kantone eingreifen. Mit dem neuen Hochschulf\u00f6rderungs- und Koordinationsgesetz (HFKG) erh\u00e4lt allerdings das neue gemeinsame Organ von Bund und Kantonen, die Schweizerische Hochschulkonferenz, die Kompetenz, Zugangsbeschr\u00e4nkungen zu einzelnen Studieng\u00e4ngen zu koordinieren.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1314748800000)\/","SubmittedBy":"H\u00e4berli-Koller Brigitte","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1385337600000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1690556678977)\/","SubmissionDate":"\/Date(1308096000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4819,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Wissenschaft und Forschung"}}