{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113530,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113530,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3530","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Geoengineering gegen Klimaerw\u00e4rmung. Bewertung der Risiken und der lokalen Auswirkungen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Um die Klimaerw\u00e4rmung zu bremsen, werden in hohem Masse technische Eingriffe, die die Energiebilanz der Erde direkt beeinflussen, in Erw\u00e4gung gezogen und offenbar auch schon angewendet. Zu den Techniken z\u00e4hlen die Speicherung von Kohlendioxid in unterirdischen Lagerst\u00e4tten, die D\u00fcngung der Meere mit Eisensulfat zur Beschleunigung des Plankton-Wachstums sowie die Freisetzung chemischer Stoffe in der Atmosph\u00e4re (Aerosole, Aluminiumoxide, Strontium 383).</p><p>Welche Auswirkungen hat der Einsatz dieser Techniken durch die Verschmutzung von Zufl\u00fcssen aus dem Gebirge und des Seewassers auf die Gesundheit? Sollten nicht dringend Studien dazu veranlasst werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Unter dem Begriff Geoengineering wird die bewusste Manipulation des Klimasystems durch den Menschen verstanden, mit dem prim\u00e4ren Ziel, die vom Menschen verursachte Erw\u00e4rmung abzuwenden oder zumindest zu vermindern. Wissenschaft und Technik haben dazu bisher verschiedene Vorschl\u00e4ge gemacht. Zwei prinzipiell unterschiedliche Ans\u00e4tze lassen sich unterscheiden:</p><p>a. Methoden, die der Atmosph\u00e4re das Treibhausgas Kohlendioxid entziehen (z. B. D\u00fcngung der Ozeane mit Eisen, Speicherung von Biomasse im Boden),</p><p>b. Methoden, welche bewirken, dass die Erde weniger Sonnenstrahlung aufnimmt (z. B. Einbringen von Sulfatpartikeln in die Stratosph\u00e4re, Installationen im Weltall zur Reflexion der Sonnenstrahlung).</p><p>Keiner der zahlreichen Vorschl\u00e4ge wurde bisher angewendet. Im Internet sind seit Jahren Dokumente im Umlauf, die behaupten, Flugzeuge w\u00fcrden systematisch Aluminium- und andere Aerosole zum Zweck der Klimabeeinflussung verspr\u00fchen (Chemtrails-Hypothese). Diese Hypothese entbehrt jeglicher Grundlage.</p><p>Forschungsprojekte zur Abkl\u00e4rung der Potenziale, Risiken und Kosten sind im Gang. Eine erste wissenschaftliche Beurteilung liegt vor (The Royal Society (2009): Geoengineering the climate: science, governance and uncertainty. London). Geoengineering-Methoden werden als Notl\u00f6sung betrachtet, die wegen ihrer grossen Risiken und Unsicherheiten erst zum Zuge kommen soll, wenn Emissionsminderungs-Massnahmen nicht gen\u00fcgen und die globale Erw\u00e4rmung ein gef\u00e4hrliches Niveau erreicht. Die UN-Biodiversit\u00e4tskonvention sprach sich im Oktober 2010 in Nagoya f\u00fcr ein Moratorium f\u00fcr Geoengineering im grossen Umfang aus. Erlaubt bleiben kleinere Experimente unter kontrollierten Randbedingungen.</p><p>Der Bundesrat lehnt eine operationelle Anwendung von Geoengineering in einem Massstab, der festgelegte Testdimensionen \u00fcberschreitet, ohne rechtsg\u00fcltigen Beschluss der internationalen Staatengemeinschaft ab. Sollten zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt Geoengineering-Methoden im grossen Umfang eingesetzt werden, so m\u00fcsste selbstverst\u00e4ndlich ein weltweites Monitoring der Wirkungen diesen Einsatz begleiten und m\u00fcssten die Verantwortlichkeiten f\u00fcr unbeabsichtigte Nebenwirkungen vorrangig gekl\u00e4rt sein.</p><p>Einen Sonderfall bilden die unter dem Namen Carbon Capture and Storage (CCS) bekanntgewordenen Verfahren, bei denen Kohlendioxid aus der Abluft fossil-thermischer Kraftwerke abgeschieden und im geologischen Untergrund eingelagert werden soll. CCS wird nicht als Geoengineering-Methode betrachtet. Es wird in wichtigen Industriel\u00e4ndern finanziell gef\u00f6rdert, und die ersten Demonstrationsanlagen sind im Bau. Die Schweiz verfolgt die internationale Entwicklung und betreibt im Rahmen des ETHZ-Verbundprojekts Carma aktiv Forschung, z. B. zu Fragen der CO2-Abscheidung und der Lagerst\u00e4ttenkapazit\u00e4t im Schweizer Untergrund.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1314748800000)\/","SubmittedBy":"Baettig Dominique","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1323648000000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690535449927)\/","SubmissionDate":"\/Date(1308096000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4819,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}