{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113740,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113740,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3740","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Ausgeglichene F\u00f6rderung von Biodiversit\u00e4t und Energieholz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird ersucht, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche Auswirkungen hat die F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t auf die geplante Intensivierung der schweizerischen Holzgewinnung, mit der mehr gr\u00fcne Energie aus Holz produziert werden soll?</p><p>2. Hat die Biodiversit\u00e4tsstrategie, die zurzeit erarbeitet wird, m\u00f6glicherweise negative Auswirkungen auf die Produktion von Energieholz? Wenn ja, inwiefern?</p><p>3. Inwiefern besteht die Gefahr, dass die zurzeit eingeplanten nat\u00fcrlichen Waldreserven zu Produktionsverlusten bei Energieholz f\u00fchren? Wie viel Prozent der m\u00f6glichen Energieholzproduktion k\u00f6nnten realistischen Szenarien zufolge aufgrund der Ausscheidung der nat\u00fcrlichen Waldreserven theoretisch verlorengehen? W\u00fcrden diese Verluste ein Problem f\u00fcr die neue Energiestrategie des Bundesrates darstellen? Wenn ja, inwiefern?</p><p>4. Wie viel Prozent der Oberfl\u00e4che der nat\u00fcrlichen Waldreserven w\u00e4ren f\u00fcr eine rentable Energieholzproduktion tats\u00e4chlich notwendig? </p><p>5. Welche Auswirkungen haben nat\u00fcrliche Waldreserven, insbesondere aufgrund ihres Nutzens f\u00fcr das \u00d6kosystem, auf bewirtschafteten Wald und andere \u00f6kologische Milieus sowie auf besiedeltes Gebiet?</p><p>6. Welche Synergien k\u00f6nnen zwischen der F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t und der F\u00f6rderung der Energieholzproduktion bestehen, und unter welchen Voraussetzungen k\u00f6nnen diese Synergien ausgearbeitet und gef\u00f6rdert werden?</p>","ReasonText":"<p>Die F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t ist ein Anliegen, das von einem grossen Teil der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt wird. Sie ist sowohl in der Verfassung als auch in der Gesetzgebung verankert. Die Erarbeitung einer Biodiversit\u00e4tsstrategie und eines entsprechenden Aktionsplans ergibt sich unter anderem aus v\u00f6lkerrechtlichen Verpflichtungen. Hingegen muss die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, zu denen das Energieholz geh\u00f6rt, im Hinblick auf den Ausstieg der Schweiz aus der Atomenergie geplant werden. Diese beiden Anforderungen an die Forstwirtschaft m\u00fcssen miteinander in Einklang gebracht und m\u00f6gliche Synergien dabei bestm\u00f6glich genutzt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Wirkung einer verst\u00e4rkten Holznutzung auf die Waldbiodiversit\u00e4t wurde 2010 in einer Studie im Auftrag des Bafu untersucht (\"Biodiversit\u00e4t und Holznutzung - Synergien und Grenzen\"). Die Resultate zeigen, dass sich eine verst\u00e4rkte, den Anforderungen an den naturnahen Waldbau (gem\u00e4ss Projektbericht \"Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau\") entsprechende Holznutzung positiv auf die Artenvielfalt auswirkt. So nehmen beispielsweise die Helligkeit und die L\u00fccken im Bestand zu, was die selteneren, licht- und w\u00e4rmebed\u00fcrftigen Arten f\u00f6rdert. Die Studie ergab andererseits, dass auch auf ungenutzte Fl\u00e4chen wie Waldreservate nicht verzichtet werden kann, da dort die notwendigen Lebensr\u00e4ume f\u00fcr an Totholz gebundene Insekten und Pilze geschaffen werden, die ihrerseits in genutzten und lichten W\u00e4ldern zu kurz kommen.</p><p>2. Insgesamt wird im Schweizer Wald weniger Holz genutzt, als nachw\u00e4chst. Es k\u00f6nnte rund eine Million Kubikmeter Energieholz mehr genutzt werden, ohne dass dies negative Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t h\u00e4tte oder durch die Biodiversit\u00e4tsstrategie verhindert w\u00fcrde. Der Beitrag von Holzenergie an den gesamten Energie-Endverbrauch k\u00f6nnte dadurch von 4 auf 5 Prozent erh\u00f6ht werden. Dieses Potenzial liegt in heute nicht genutzten W\u00e4ldern ausserhalb von Waldreservaten.</p><p>Auf der anderen Seite bestehen aus Sicht der Biodiversit\u00e4t im Bereich Totholz gewisse Defizite. So soll im Rahmen der Biodiversit\u00e4tsstrategie angestrebt werden, dass Totholz in \u00f6kologisch gen\u00fcgender Menge und Qualit\u00e4t in allen Regionen vorhanden ist. Dadurch kann es auf bestimmten Fl\u00e4chen zu einer gewissen Konkurrenz zwischen Totholzvorkommen und Energieholznutzung kommen (siehe Antwort 3).</p><p>3. Waldreservate und die Nutzung von Energieholz schliessen sich nicht gegenseitig aus. In ungef\u00e4hr der H\u00e4lfte der Waldreservate (sogenannte Sonderwaldreservate) sind gezielte Holzschl\u00e4ge zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t notwendig. Hierbei f\u00e4llt oft Energieholz an.</p><p>Mit der Umsetzung der Waldreservatsziele von insgesamt 125 000 Hektaren (10 Prozent der Waldfl\u00e4che bis 2030) wird auf insgesamt rund 220 000 Kubikmeter Energieholz pro Jahr verzichtet. Dies entspricht einem Anteil von unter 3 Prozent des nachhaltigen Holznutzungspotenzials. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der heute m\u00f6glichen Nutzungssteigerungen ausserhalb der Waldreservate ist diese Einbusse gering.</p><p>4. In den heute ausgeschiedenen Waldreservatsfl\u00e4chen findet auf rund 20 Prozent der Fl\u00e4che eine Nutzung statt. Auf den nichtgenutzten Fl\u00e4chen, die somit insgesamt rund 3 Prozent der Gesamtwaldfl\u00e4che ausmachen, d\u00fcrfte eine rentable Holzenergieproduktion schwierig sein, da diese Reservate oft schwer zug\u00e4nglich oder ertragsarm sind.</p><p>5. Waldreservate dienen verschiedenen Organismengruppen als R\u00fcckzugsgebiete und tragen somit zu einer Erh\u00f6hung der Artenvielfalt bei. Sie dienen der Sicherung von diversen \u00d6kosystemleistungen, der Erholung, der Waldforschung oder der Umweltbildung.</p><p>6. Wie oben ausgef\u00fchrt bestehen durchaus Synergien zwischen Holznutzung und Biodiversit\u00e4t. Der Bundesrat pr\u00fcft derzeit, ob eine gezielte Anpassung der Walderschliessung ausserhalb des Schutzwaldes k\u00fcnftig unterst\u00fctzt werden soll, um auch Holzressourcen nutzen zu k\u00f6nnen, die heute nicht zug\u00e4nglich sind.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1314144000000)\/","SubmittedBy":"Thorens Goumaz Ad\u00e8le","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1317340800000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1690488542793)\/","SubmissionDate":"\/Date(1308268800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4819,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Energie"}}