{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113917,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113917,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3917","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Umsetzung der Bundesstrategie Migration und Gesundheit","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Nicht nur hinsichtlich der Gesundheitssituation, sondern auch bei der Inanspruchnahme des Gesundheitswesens unterscheiden sich eingewanderte Menschen von Einheimischen. Erstere haben sich vor ihrer Migration in anderen Gesundheitssystemen bewegt. Fehlende Kenntnisse \u00fcber Angebote, Rechte und Pflichten, strukturelle Zugangsbarrieren oder fehlende transkulturelle Kompetenz betreffend Gesundheitsversorgung und Pr\u00e4vention f\u00fchren oft zu Benachteiligungen von Migrantinnen und Migranten. Um diese Situation zu verbessern, hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) seinen Hauptfocus in der Bundesstrategie Migration und Gesundheit 2008-2013 wie folgt formuliert: Die Bundesstrategie Migration und Gesundheit bezweckt, die Gesundheitssituation der Migrationsbev\u00f6lkerung in der Schweiz zu verbessern und gesundheitliche Chancengleichheit herzustellen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist es, Angebote der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung f\u00fcr die Migrationsbev\u00f6lkerung zu \u00f6ffnen.</p><p>In den verschiedenen Kantonen werden heute Bedarfsanalysen betreffend Migration und Gesundheit durchgef\u00fchrt. Einige Kantone haben ihre Ergebnisse bereits abgeliefert. </p><p>Fragen:</p><p>1. Wird der Bund die Kantone bei der Umsetzung der empfohlenen Massnahmen finanziell unterst\u00fctzen?</p><p>2. Was ist unter dem Ziel \"Ungleichheit abbauen\" zu verstehen, wie es in der Gesundheitsstrategie und im Pr\u00e4ventionsgesetz des Bundes formuliert ist? Mit welchen Massnahmen und mit welchen finanziellen Mitteln soll dieses wichtige Ziel erreicht werden?</p><p>3. Das BAG hat im Rahmen seiner Gesundheitsstrategie im Bereich Migration in f\u00fcnf Spit\u00e4lern das Projekt Migrant Friendly Hospitals lanciert und finanziell unterst\u00fctzt. In der Schweiz gibt es mehr als 200 Spit\u00e4ler. Wird die Lancierung des Projekts Migrant Friendly Hospitals in Zukunft auch in weiteren Schweizer Spit\u00e4lern unterst\u00fctzt werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Im Rahmen der Bundesstrategie Migration und Gesundheit 2008-2013 werden bis Ende 2013 die Kantone bei der \u00dcberpr\u00fcfung ihrer Gesundheitsf\u00f6rderungs- und Pr\u00e4ventionsangebote hinsichtlich des Einbezugs der Migrationsbev\u00f6lkerung finanziell unterst\u00fctzt. Die resultierenden Bedarfsanalysen haben Interventionscharakter, f\u00f6rdern die Sensibilisierung und Vernetzung relevanter Akteure der kantonalen Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention und schaffen damit gute Voraussetzungen f\u00fcr die Umsetzung konkreter Verbesserungen. Aufgrund der Aufgaben- und Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen im Gesundheitsbereich sind die Kantone f\u00fcr die Umsetzung von Massnahmen im Bereich der Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung zust\u00e4ndig. Es liegt daher im Ermessen der Kantone, finanzielle Mittel f\u00fcr Programmanpassungen bereitzustellen. </p><p>2. Wie in der Botschaft zum Pr\u00e4ventionsgesetz (BBl 2009 7071) ausgef\u00fchrt, sollen die Pr\u00e4ventions-, Gesundheitsf\u00f6rderungs- und Fr\u00fcherkennungsmassnahmen in Zukunft noch st\u00e4rker auf diejenigen Personengruppen ausgerichtet werden, bei denen aufgrund einer erh\u00f6hten gesundheitlichen Vulnerabilit\u00e4t oder Anf\u00e4lligkeit ein besonderer Handlungsbedarf besteht. Dabei k\u00f6nnen neben dem sozio\u00f6konomischen Status (Bildung, Einkommen) auch sozio-kulturelle Aspekte wie Alter, Geschlecht, Familienstand, Behinderung oder eben Migrationshintergrund zu gesundheitlicher Ungleichheit f\u00fchren. </p><p>Die Resultate des zweiten Gesundheitsmonitoring der Migrationsbev\u00f6lkerung (GMM II, 2010) haben gezeigt, dass der k\u00f6rperliche und physische Gesundheitszustand der Migrationsbev\u00f6lkerung deutlich schlechter ist als derjenige der Schweizer Bev\u00f6lkerung. Besonders prek\u00e4r ist die gesundheitliche Situation der \u00e4lteren Migrantinnen und Migranten. Frauen mit Migrationshintergrund sind von gesundheitlichen Problemen st\u00e4rker betroffen als M\u00e4nner. Eine Studie (Bollini et al. 2010) hat ausserdem gezeigt, dass bestimmte Gruppen der Migrationsbev\u00f6lkerung im Bereich der reproduktiven Gesundheit erh\u00f6hten Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind. So weisen die verf\u00fcgbaren Indikatoren auf eine schlechtere Gesundheit und gr\u00f6ssere Sterblichkeit von Neugeborenen mit Migrationshintergrund hin, und das Sterberisiko f\u00fcr ausl\u00e4ndische M\u00fctter ist vier Mal h\u00f6her als das f\u00fcr Schweizer M\u00fctter.</p><p>Die Strategie Migration und Gesundheit 2008-2013 tr\u00e4gt bereits heute zum Abbau vermeidbarer gesundheitlicher Ungleichheiten bei Personen mit Migrationshintergrund bei. Mit dem Ziel, dass Personen mit Migrationshintergrund die gleichen Chancen wie Einheimische haben, ihr Gesundheitspotential zu entfalten, wird eine Reihe von Massnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsverhaltens, des Gesundheitszustands und des Zugangs der Migrationsbev\u00f6lkerung zum Gesundheitssystem umgesetzt. Die wichtigsten laufenden Projekte (vgl. <a href=\"http://www.miges.admin.ch\">www.miges.admin.ch</a>) sind: </p><p>a. Betrieb von migesplus.ch, eines Kompetenzzentrums f\u00fcr die Entwicklung, Produktion und Verbreitung von Gesundheitsinformationen in den Sprachen der Migrationsbev\u00f6lkerung; </p><p>b. finanzielle Unterst\u00fctzung der Vermittlungsstelle f\u00fcr die Pr\u00e4vention von M\u00e4dchenbeschneidung (gef\u00fchrt von Caritas Schweiz); </p><p>c. Betrieb eines nationalen Telefondolmetschdienstes f\u00fcr den Gesundheitsbereich;</p><p>d. Auswertung und Valorisierung des zweiten Gesundheitsmonitorings der Migrationsbev\u00f6lkerung in der Schweiz.</p><p>3. Mit dem Projekt Migrant Friendly Hospitals unterst\u00fctzt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit bis 2013 als Pilotprojekt die Entwicklung von f\u00fcnf Spit\u00e4lern zu migrantenfreundlichen Kompetenzzentren. Eine Ausweitung des Projekts auf weitere Spit\u00e4ler ist im Rahmen der laufenden Strategie Migration und Gesundheit nicht vorgesehen. Die Erkenntnisse und Lehren, die sich aus diesem Pilotprojekt ergeben, sollen jedoch so weit als m\u00f6glich unter den Spit\u00e4lern verbreitet werden. </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1323388800000)\/","SubmittedBy":"Fr\u00f6sch Therese","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1367280000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690545124540)\/","SubmissionDate":"\/Date(1317254400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4820,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}