{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113933,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113933,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3933","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mehr Studienpl\u00e4tze und Alternativen zum Numerus clausus","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Problematik des anstehenden Grundversorgermangels, der zu geringen Zahl an Studienpl\u00e4tzen und der Fehlentwicklung, was die Spezialisierung betrifft, wurde schon oft thematisiert. Wir haben in der Schweiz zu wenige Studienpl\u00e4tze in der Medizin, und die Auswahlkriterien mit Numerus clausus oder selektiven Pr\u00fcfungen nach einem oder zwei Jahren verm\u00f6gen nicht zu befriedigen. Das Medizinstudium geh\u00f6rt indes zu den teuersten Studieng\u00e4ngen. Es gilt, richtige Auswahlverfahren zu treffen und die besten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte auszubilden. In diesem Zusammenhang bitten wir den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>- Wie beurteilt er den bestehenden Numerus clausus sowie das selektive Pr\u00fcfungsverfahren Anfang des Studiums hinsichtlich der Qualit\u00e4t der angehenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte?</p><p>- Wie beurteilt er ein Praktikumsjahr in einem Spital oder Krankenheim statt eines Numerus clausus als Zulassungsvoraussetzung f\u00fcr das Medizinstudium?</p><p>- Sieht er eine M\u00f6glichkeit, die Absolventen des Medizinstudiums zu verpflichten, nach dem Studienabschluss f\u00fcr eine gewisse Zeit in von Unterversorgung bedrohten Regionen (z. B. Bergt\u00e4lern) zu praktizieren?</p><p>- Welche weiteren Alternativen sieht er zur Selektionierung beim Zugang zum Medizinstudium sowie zur Attraktivit\u00e4tssteigerung bei der Hausarztmedizin?</p><p>- Wie sieht der Zeitplan aus? In welchen Schritten und in welcher zeitlichen Perspektive werden welche Massnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgermedizin getroffen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat verweist vorab auf seine identische Antwort auf die gleichlautende Interpellation 11.3885 der Fraktion CVP/EVP/glp. Die quantitative Steuerung der Aus- und Weiterbildung der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sowie Fragen der Zulassung zum Studium liegen im Kompetenzbereich der Kantone. Ein konkreter Vorschlag im Rahmen der Motion 10.3886 der WBK-N (10.454), \"Bundeskompetenz f\u00fcr Mindestzahl von Studienpl\u00e4tzen an medizinischen Fakult\u00e4ten\", mit welchem der Bund die quantitative Steuerung in der Ausbildung der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte h\u00e4tte \u00fcbernehmen sollen, wurde am 13. September 2011 vom St\u00e4nderat abgelehnt.</p><p>1. Der Bundesrat hat am 16. September 2011 in Erf\u00fcllung der Motion 08.3608 von Jacqueline Fehr einen Bericht verabschiedet, der zahlreiche Empfehlungen zur L\u00f6sung f\u00fcr bestehende Probleme in der Aus- und Weiterbildung sowie f\u00fcr die selbstst\u00e4ndige Praxist\u00e4tigkeit der Grundversorgerinnen und -versorger enth\u00e4lt (siehe <a href=\"http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/07962/index.html?lang=de\">http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/07962/index.html?lang=de</a>). Die wichtigste Empfehlung besteht darin, die Zahl der Studienabschl\u00fcsse in Humanmedizin um rund 50 Prozent auf 1200 bis 1300 Abschl\u00fcsse pro Jahr zu erh\u00f6hen. In Bezug auf die Zulassung hat der Bundesrat angesichts der \u00fcber 4000 Anmeldungen zum Medizinstudium und der hohen Ausbildungskosten bereits mehrfach die Zweckm\u00e4ssigkeit des Numerus clausus betont (siehe Stellungnahme auf die Motion H\u00e4berli-Koller 11.3526, \"Mehr Schweizer Nachwuchs dank Aufhebung des Numerus clausus\", zweitletzter Absatz: \"Der Eignungstest, der heute zum Einsatz kommt, ist in diesem Sinne ein guter Pr\u00e4diktor f\u00fcr den Studienerfolg. Die Erfolgsquoten an Universit\u00e4ten mit NC betragen zwischen 80 und 90 Prozent, diejenigen an Universit\u00e4ten ohne NC liegen dagegen aufgrund der inneruniversit\u00e4ren Selektion bei rund 50 Prozent. Allf\u00e4llige \u00c4nderungen des Auswahlverfahrens sind denkbar, wenn diese geeignet sind, Studienerfolg und Berufseignung besser als bisher vorherzusagen\"). Die hohe Zufriedenheit der Bev\u00f6lkerung mit der Gesundheitsversorgung ist Ausdruck f\u00fcr die hohe Aus- und Weiterbildungsqualit\u00e4t. </p><p>2. Grunds\u00e4tzlich ist es denkbar, dass die Universit\u00e4ten auch andere Zulassungskriterien festlegen. Die M\u00f6glichkeiten und Wirkungen neuer Auswahlkriterien wie des vorgeschlagenen Praktikumsjahrs m\u00fcssten aber allf\u00e4lligen Nachteilen gegen\u00fcbergestellt werden. Weiterhin m\u00fcssen die Zulassungskriterien prim\u00e4r das Ziel unterst\u00fctzen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Anforderungen des anspruchsvollen Studiums erf\u00fcllen k\u00f6nnen und dass sie ihren Beruf dann auch tats\u00e4chlich aus\u00fcben. </p><p>3. Die Idee der Verpflichtung zur vor\u00fcbergehenden Aus\u00fcbung des Arztberufes in unterversorgten Regionen w\u00fcrde sich prim\u00e4r an die Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte richten. Die T\u00e4tigkeit als Haus\u00e4rztin oder Hausarzt kann jedoch erst nach Abschluss einer entsprechenden Weiterbildung und nicht bereits nach Studienabschluss ausge\u00fcbt werden. Das Problem der drohenden Unterversorgung in entlegenen Gebieten k\u00f6nnte hingegen besser mit einer verst\u00e4rkten regionalen Koordination angegangen werden, indem beispielsweise mehrere von einer effektiven oder drohenden Unterversorgung betroffene Gemeinden sich \u00fcber Investitionen in gemeinsame Praxisinfrastrukturen verst\u00e4ndigen, diese auch finanzieren und damit die M\u00f6glichkeit schaffen, dass beispielsweise junge Grundversorgerinnen und -versorger, eventuell in Teilzeitarbeit, \"angestellt\" werden k\u00f6nnen. Diese m\u00fcssten sich nicht mit hohen Investitionen langfristig f\u00fcr eine bestimmte Region verpflichten. Eine engere Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen wie beispielsweise Pflegenden und weiteren nicht\u00e4rztlichen Berufen ist zus\u00e4tzlich erstrebenswert. Entsprechende Modelle werden gegenw\u00e4rtig in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des BAG und der GDK unter Einbezug der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sowie der Pflegenden diskutiert. </p><p>4. Untersuchungen zeigen, dass der Entscheid zur Wahl des Fachgebietes in der Regel nicht bereits bei Studienbeginn feststeht, sondern erst im Verlauf des Studiums oder der Weiterbildung getroffen wird. Die F\u00f6rderung enger Beziehungen der Studierenden mit Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzten w\u00e4hrend der Aus- und Weiterbildung (Mentoring) ist besser geeignet, den jungen \u00c4rztinnen und \u00c4rzten den Beruf n\u00e4herzubringen und damit die Hausarztmedizin zu st\u00e4rken, als Selektionskriterien bei Studienbeginn. </p><p>Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass auch die integrierte Versorgung einen Beitrag zur Erh\u00f6hung der Attraktivit\u00e4t der Hausarztmedizin leisten wird; dies deshalb, weil Grundversorger im Rahmen einer integrierten Versorgung eine koordinierende Funktion f\u00fcr die Patientinnen und Patienten wahrnehmen und ihre Stellung und Verantwortung damit gest\u00e4rkt werden.</p><p>5. Der Bund engagiert sich zusammen mit den Kantonen, um eine gen\u00fcgende Grundversorgung auch in Zukunft sicherzustellen. Die entscheidenden Massnahmen im Bereich der quantitativen Steuerung der Aus- und Weiterbildung liegen im Kompetenzbereich der Kantone. Eine Arbeitsgruppe unter der gemeinsamen Leitung des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit und der Schweizerischen Universit\u00e4tskonferenz wird ab Dezember 2011 konkrete L\u00f6sungen zur Erh\u00f6hung der Studienplatzkapazit\u00e4ten im Rahmen der geltenden Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen ausarbeiten. Zus\u00e4tzlich hat der Bundesrat mit dem direkten Gegenentwurf zur Volksinitiative \"Ja zur Hausarztmedizin\" ein Massnahmenpaket vorgestellt, das die Stellung der Hausarztmedizin in Aus- und Weiterbildung in Zukunft st\u00e4rken soll. Die notwendigen Anpassungen des Medizinalberufegesetzes sind derzeit in Vernehmlassung. Einige der Forderungen der Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte sind bereits erf\u00fcllt (z. B. neues Weiterbildungsprogramm, Aufhebung des Zulassungsstopps). </p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1322611200000)\/","SubmittedBy":"Schwaller Urs","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1323302400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690485051933)\/","SubmissionDate":"\/Date(1317254400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4820,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}