{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20113973,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20113973,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.3973","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Suizidpr\u00e4vention. Handlungsspielraum wirkungsvoller nutzen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Aktionsplan zur Suizidpr\u00e4vention vorzulegen und umzusetzen, der bei den erkannten Hauptrisiken Depression und soziale Isolation ansetzt und die steigende Suizidrate zu brechen vermag.</p>","ReasonText":"<p>Die Verhinderung von sozialer Isolation vermindert Depressionen und beugt Suiziden vor. </p><p>Die Suizidstatistik der Schweiz und ihre Analyse im Bericht des Bundesrates, \"Palliative care, Suizidpr\u00e4vention und organisierte Suizidhilfe\", vom Juni 2011 h\u00e4lt fest: Suizid bleibt eine der h\u00e4ufigsten Todesursachen von Menschen zwischen 15 und 44 Jahren. 90 Prozent aller Menschen, die Suizid begehen, litten an einer Depression oder an einer anderen psychischen St\u00f6rung oder Suchterkrankung. In allen industrialisierten L\u00e4ndern ist die Suizidrate bei Personen \u00fcber 75 Jahren am h\u00f6chsten. Und da die Bev\u00f6lkerung immer \u00e4lter wird, wird auch die Anzahl Suizide steigen. Studien sind sich dar\u00fcber einig, dass etwa 60 Prozent der \u00e4lteren Suizidenten depressiv waren. Aber es spielen auch die Lebensumst\u00e4nde eine wichtige Rolle. Das Risiko der sozialen Isolation ist f\u00fcr Menschen \u00fcber 75 deutlich erh\u00f6ht und steigt weiter an bei schlechtem Gesundheitszustand und Vereinzelung infolge Verlustes der famili\u00e4ren und nachbarlichen Solidarit\u00e4t, die in der individualisierten Gesellschaft teilweise der Vergangenheit angeh\u00f6rt. </p><p>Im Bericht zeigt der Bundesrat seine beschr\u00e4nkten Handlungsspielr\u00e4ume auf. Er erkennt und nennt Handlungsbedarf und m\u00f6gliche Massnahmen. Doch ausser der Bildung einer Arbeitsgruppe und dem NFP 67, \"Lebensende\", der erst in f\u00fcnf Jahren Empfehlungen liefern wird, will der Bundesrat die Kantone weiterhin nur mit der Aufbereitung von Daten und Informationen unterst\u00fctzen (z. B. Erhebungen zu Todesumst\u00e4nden, Unterst\u00fctzung der B\u00fcndnisse gegen Depression in den Kantonen). </p><p>Grosser Handlungsbedarf besteht aber in der breiten Aufkl\u00e4rung der Bev\u00f6lkerung \u00fcber Depression und ihre Fr\u00fcherkennung. Weiter m\u00fcssen die Pr\u00e4ventionsmassnahmen dringend dem Risiko der ver\u00e4nderten Lebenswelten und der Vereinsamung als Mitursache von Suiziden Rechnung tragen. </p><p>Ausserdem konzentriert sich der bundesr\u00e4tliche Bericht fast ausschliesslich auf gef\u00e4hrdete Menschen im Alter. Dass die Schweiz zur traurigen Spitze im Suizidrating geh\u00f6rt, h\u00e4ngt aber auch mit den hohen Zahlen von Menschen im jungen und mittleren Alter zusammen, die sich umbringen. Diese Zahlen zu senken, muss dem Bundesrat ein griffiger Aktionsplan wert sein.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Am 29. Juni 2011 hat der Bundesrat entschieden, dass er auf eine ausdr\u00fcckliche Regelung der organisierten Suizidhilfe im Strafrecht verzichtet, da eine Gesetzes\u00e4nderung verschiedene Nachteile mit sich gebracht h\u00e4tte. Um die Anzahl der Suizide weiter zu verringern, will der Bundesrat jedoch die Suizidpr\u00e4vention und Palliative Care weiter f\u00f6rdern. </p><p>Aufgrund dieses Entscheides beauftragte der Bundesrat das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI), die Weiterf\u00fchrung der Ende 2012 auslaufenden Strategie Palliative Care zu pr\u00fcfen und die Kantone weiterhin bei der Einf\u00fchrung des Programms \"B\u00fcndnis gegen Depression\" zu unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr haben im August 2011 der Bund (Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, BAG, Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen, BSV, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft, Seco), die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) und die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz eine Vereinbarung f\u00fcr das \"Netzwerk Psychische Gesundheit\" unterzeichnet. Die Gesch\u00e4ftsstelle dieses Netzwerkes ist bei der Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz angesiedelt und soll die kantonalen B\u00fcndnisse gegen Depression fachlich unterst\u00fctzen. Auch sind weitere Kantone zu gewinnen, die das wissensbasierte Programm einf\u00fchren. </p><p>Im Bericht \"Palliative Care, Suizidpr\u00e4vention und organisierte Suizidhilfe des Bundesrats\" (2011) wird aufgezeigt, dass insbesondere \u00e4ltere Menschen, Alleinlebende und Menschen mit m\u00e4ssigem bis schlechtem Gesundheitszustand einem h\u00f6heren Risiko der sozialen Isolation ausgesetzt sind. Der Bundesrat erkannte einen diesbez\u00fcglichen Handlungsbedarf und beauftragte das EDI, eine interdepartementale Arbeitsgruppe einzusetzen. Diese wird bis Mitte 2013 dem Bundesrat Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbst\u00e4tigkeit und Pflege von unheilbar kranken Angeh\u00f6rigen vorschlagen. </p><p>Gem\u00e4ss der Antwort des Bundesrates vom 27. August 2008 auf die Interpellation Maury Pasquier 08.3320, \"Pr\u00e4vention von Suizid bei jungen Menschen. Verpflichtungen einhalten\", sind wirksame Massnahmen der Suizidpr\u00e4vention f\u00fcr Kinder und Jugendliche in die allgemeine Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung zu integrieren. Da Suizidversuche und Suizide oft mit Suchtproblemen zusammenh\u00e4ngen, f\u00f6rdert das BAG im dritten \"Massnahmenpaket Drogen\" (MaPADro) und im \"Nationalen Programm Alkohol\" Projekte der Fr\u00fcherkennung und Fr\u00fchintervention bei gef\u00e4hrdeten Kindern und Jugendlichen. Im laufenden Nationalen Programm \"Ern\u00e4hrung und Bewegung\" (NPEB) wird ein gesunder Lebensstil gef\u00f6rdert, der sich gerade f\u00fcr Jugendliche positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirkt. \u00dcber die Programme hinaus f\u00fchrt das BAG das \"bildung+gesundheit\" Netzwerk Schweiz, welches Pr\u00e4ventions- und Gesundheitsf\u00f6rderungsaktivit\u00e4ten in den Schulen koordiniert. Das BSV unterst\u00fctzt das telefonische Beratungsangebot mit der Nummer 147 der Pro Juventute. F\u00fcr weiterf\u00fchrende Massnahmen zur Suizidpr\u00e4vention fehlen dem Bund zurzeit die gesetzlichen Grundlagen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1323388800000)\/","SubmittedBy":"Ingold Maja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1497225600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750810242570)\/","SubmissionDate":"\/Date(1317340800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4820,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}