{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114190,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20114190,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.4190","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schweiz - wie weiter? Hausarztmedizin st\u00e4rken","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Bev\u00f6lkerung ist in gr\u00f6sster Sorge, dass wir in der Schweiz in 10 Jahren faktisch keine Haus\u00e4rzte mehr haben. In 4 bis 5 Jahren wird die H\u00e4lfte der heute praktizierenden Haus\u00e4rzte in Pension gehen, in 9bis 10 Jahren werden es 75 Prozent sein. Eine Folge davon wird sein, dass die haus\u00e4rztliche Versorgung schlechter werden wird, es zu einer Zweiklassenmedizin kommen wird (Patienten mit Hausarzt, der sie zu Hause besucht usw., und Patienten, die nur noch durch Polikliniken und Notfallstationen versorgt werden k\u00f6nnen) und die Gesundheitskosten weiter massiv ansteigen werden. Die Konsequenz ist, dass die Basis unseres Gesundheitssystems damit extrem gef\u00e4hrdet sein wird.</p><p>M\u00fcssten also nicht umgehend Schritte in die Wege geleitet werden? Z. B. um die Attraktivit\u00e4t des Berufes \"Hausarzt\" zu steigern bzw. um zu erm\u00f6glichen, dass dieser Berufsstand die Anerkennung bekommt, welcher er verdient. Die heutige Situation hat sehr viel mit der fehlenden Wertsch\u00e4tzung und den Tarifen zu tun. Man bedenke nur, mit welcher Selbstverst\u00e4ndlichkeit erwartet wird, dass ein Hausarzt jederzeit verf\u00fcgbar ist; im Gegensatz zum Spezialisten ist der Hausarzt auch in der Nacht jederzeit verf\u00fcgbar.</p><p>1. Ist der Bundesrat bereit, zusammen mit den Kantonen dem Haus\u00e4rztemangel entschieden entgegenzutreten? Und einem allf\u00e4lligen Bekenntnis auch Taten folgen zu lassen?</p><p>2. Ist er bereit, mit den Kantonen zusammen finanzielle Mittel f\u00fcr die Ausbildung der Praxisassistenten zur Verf\u00fcgung zu stellen?</p><p>3. Ist er bereit, die Installation eines nationalen Forschungsprogramms \"Hausarztmedizin\" finanziell zu unterst\u00fctzen?</p><p>4. Ist er bereit, mit Tarifkorrekturen (Tarmed) ein Zeichen zugunsten der Haus\u00e4rzte zu setzen?</p><p>5. Ist er bereit, den Notfalldienst als kostenpflichtigen Dienstleistungsauftrag der \u00d6ffentlichkeit finanziell zu honorieren?</p><p>6. Ist er bereit, die Vertretung der Haus\u00e4rzte in gesundheitspolitisch relevanten Kommissionen und Gremien, mit Anspruch auf Mitgestaltung und -entscheidung, zu erm\u00f6glichen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Bund und Kantone sind bereits mit zahlreichen Massnahmen daran, die medizinische Grundversorgung zu st\u00e4rken. Der Volksinitiative \"Ja zur Hausarztmedizin\" hat der Bundesrat einen direkten Gegenentwurf gegen\u00fcbergestellt, welcher im Gegensatz zur Initiative die gesamte Grundversorgung durch alle Gesundheitsberufe st\u00e4rkt, aber der Hausarztmedizin eine zentrale Rolle zuweist. Der direkte Gegenentwurf wird durch ein breites Massnahmenpaket von Bund und Kantonen flankiert: Konkret ist mit der laufenden Revision des Bundesgesetzes \u00fcber die universit\u00e4ren Medizinalberufe (MedBG; SR 811.11) eine St\u00e4rkung der medizinischen Grundversorgung in Aus- und Weiterbildung vorgesehen. Ein neues Weiterbildungsprogramm f\u00fcr Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte wurde per 1. Januar 2011 in Kraft gesetzt. Eine im Dezember 2011 von der Plattform \"Zukunft \u00e4rztliche Bildung\" (Z\u00e4B) eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet konkrete L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zur Erh\u00f6hung der Studienplatzkapazit\u00e4ten. Ein Bericht zuhanden der Z\u00e4B soll gem\u00e4ss Planung bereits im April 2012 vorliegen. \u00dcber das weitere Vorgehen werden insbesondere die in Fragen der Studienplatzkapazit\u00e4ten zust\u00e4ndigen Kantone entscheiden m\u00fcssen.</p><p>F\u00fcr Massnahmen betreffend Abgeltung wird auf die Antworten auf die Fragen 4 und 5 verwiesen. Der Bundesrat verweist in diesem Zusammenhang ebenso auf seine Antwort vom 30. November 2011 auf die Interpellation Schwaller 11.3934, \"Medizinische Grundversorgung durch Anreize sichern\".</p><p>2. Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik hat ein Modell zur Finanzierung der Weiterbildung entwickelt und verabschiedet (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/11724/index.html?lang=de\">http://www.bag.admin.ch/themen/berufe/11724/index.html?lang=de</a>). Dieses Modell sieht vor, dass die Finanzierung der Weiterbildung mit Leistungsvertr\u00e4gen zwischen den Kantonen und allen auf der Spitalliste aufgef\u00fchrten Spit\u00e4lern und Kliniken geregelt wird. Auch die Weiterbildung in Hausarztpraxen (Praxisassistenz) soll gef\u00f6rdert werden, indem die Kantone einen Anteil von 50 bis 75 Prozent der Bruttolohnkosten der Assistenz\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte \u00fcbernehmen. Die F\u00f6rderung der Praxisassistenz ist an Qualit\u00e4tsvorgaben des Schweizerischen Instituts f\u00fcr Weiter- und Fortbildung (SIWF) gekn\u00fcpft. Die GDK schl\u00e4gt eine gesamtschweizerische Zahl von 160 Praxisassistenzen pro Jahr vor. Das Modell sieht keine Mitfinanzierung der Praxisassistenz durch den Bund vor, da er in diesem Bereich \u00fcber keine Kompetenzen verf\u00fcgt.</p><p>3. Der Bundesrat begr\u00fcsst grunds\u00e4tzlich Forschungsaktivit\u00e4ten im Bereich der medizinischen Grundversorgung. Jede nat\u00fcrliche oder juristische Person kann dem Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung (SBF) Vorschl\u00e4ge f\u00fcr nationale Forschungsprogramme (NFP) einreichen. Die eingereichten Vorschl\u00e4ge werden gem\u00e4ss den etablierten Verfahren unter Anwendung der NFP-Kriterien beurteilt.</p><p>4. Die Tarifpartner sind sich einig, dass die Tarifstruktur Tarmed vereinfacht werden soll und die intellektuellen Leistungen gegen\u00fcber den technischen aufgewertet werden sollen. Der Bundesrat kann auf Basis der neuen Rechtsgrundlagen, welche die eidgen\u00f6ssischen R\u00e4te am 23. Dezember 2011 aufgrund der parlamentarischen Initiative 11.429, \"Tarmed. Subsidi\u00e4re Kompetenz des Bundesrates\", geschaffen haben, Anpassungen an der Tarifstruktur vornehmen, wenn sie sich als nicht mehr sachgerecht erweist und sich die Tarifpartner nicht auf eine Revision einigen k\u00f6nnen.</p><p>5. Die Sicherstellung des Notfalldienstes liegt im Verantwortungsbereich der Kantone. Notfallleistungen werden mittels Tarmed-Notfallpauschalen abgegolten. In einem Bericht der Arbeitsgruppe \"Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung der \u00e4rztlichen Grundversorgung GDK-BAG\" werden M\u00f6glichkeiten zur besseren Abgeltung des \u00e4rztlichen Notfalldienstes im Rahmen der Krankenversicherung beleuchtet.</p><p>6. Die Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte sind schon jetzt in s\u00e4mtlichen Arbeitsgruppen, die sich im Rahmen der nationalen Gesundheitspolitik bereits seit 2006 mit der \u00e4rztlichen Grundversorgung befassen, vertreten. Zudem sind sie insbesondere in der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen und in der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Analysen, Mittel und Gegenst\u00e4nde vertreten. Ferner finden regelm\u00e4ssig Gespr\u00e4che zwischen dem Amtsdirektor des BAG und dem Verband der Haus\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte Schweiz statt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1329868800000)\/","SubmittedBy":"Ineichen Otto","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1347580800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690549028230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1324598400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4901,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}