{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20114202,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20114202,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"11.4202","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Einheimische Pflanzenz\u00fcchtung f\u00f6rdern. Wie hoch sind die Kosten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, darzulegen, was die staatlich unterst\u00fctzte Z\u00fcchtung der gebr\u00e4uchlichsten 60 Kulturpflanzenarten der Schweiz kosten w\u00fcrde. </p><p>Unter folgenden Annahmen:</p><p>1. Es sollen permanent pro Art je drei bis sechs robuste einheimische Sorten zur Verf\u00fcgung stehen. </p><p>2. Diese sollen notfalls durch die Landwirte selbst vermehrt werden k\u00f6nnen.</p><p>3. Private Schweizer Z\u00fcchter sollen so weit als m\u00f6glich eingebunden werden.</p><p>4. Die Sorten werden nach \u00f6kologischen Kriterien gez\u00fcchtet.</p><p>Ist er bereit, daf\u00fcr auf die K\u00fcrzung der landwirtschaftlichen Ressortforschung zu verzichten (Konsolidierungsprogramm 2011-2013)?</p>","ReasonText":"<p>Z\u00fcchtung ist in der Schweiz seit 1878 eine \u00f6ffentliche Aufgabe. Die eidgen\u00f6ssischen Forschungsanstalten Agroscope sind f\u00fcr einzelne Pflanzenarten international f\u00fchrend in der Z\u00fcchtung von resistenten, standortangepassten Sorten f\u00fcr nachhaltige Anbausysteme. Dank der liberalen Saatgutgesetzgebung (z. B. M\u00f6glichkeit der \"Nischensorten\") leisten auch kleine Schweizer Unternehmen wichtige Arbeit im Bereich \u00f6kologische Pflanzenz\u00fcchtung (\u00d6PZ).</p><p>Die Kriterien f\u00fcr die \u00d6PZ wurden k\u00fcrzlich durch eine Expertengruppe dem European Consortium for Organic Plant Breeding zur europ\u00e4ischen Harmonisierung vorgelegt (\"Grundlagenpapier zur \u00f6kologischen Pflanzenz\u00fcchtung\", Fibl/Stiftung Mercator, 28. Oktober 2011).</p><p>Zurzeit verschwindet die Vielfalt der einheimischen Sorten schnell. So hat erst k\u00fcrzlich Delley Samen und Pflanzen AG die Schweizer Maisz\u00fcchtung aus finanziellen Gr\u00fcnden einstellen m\u00fcssen. Einheimische Z\u00fcchtungen fehlen auch f\u00fcr wichtige Kulturen. Bei Kartoffel, Gerste, Raps beispielsweise ist die Schweiz vollst\u00e4ndig von ausl\u00e4ndischen Sorten und Saatgutproduzenten abh\u00e4ngig. Kleinere Kulturarten sind f\u00fcr kommerzielle Z\u00fcchtungsunternehmen nicht mehr lukrativ. So gibt es in ganz Europa nur noch zwei Z\u00fcchter f\u00fcr Erbsen und Ackerbohnen. Drei Saatgutanbieter produzieren weltweit 50 Prozent des kommerziell gehandelten Saatguts. Neue Techniken bewirken, dass Pflanzen durch die Landwirte nicht mehr weiter vermehrt werden k\u00f6nnen und diese somit ihr gesetzlich verbrieftes Landwirteprivileg nicht mehr wahrnehmen k\u00f6nnen.</p><p>Dies ist f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit und -souver\u00e4nit\u00e4t alarmierend. Es reduziert die genetische Vielfalt und l\u00e4uft der Strategie Biodiversit\u00e4t Schweiz zuwider. Nicht zuletzt wird die Wahlfreiheit der Konsumenten unzul\u00e4ssig eingeschr\u00e4nkt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat erachtet die Pflanzenz\u00fcchtung zur Verbesserung biologischer und \u00f6konomischer Eigenschaften von Sorten als wichtiges Ziel der Ern\u00e4hrungssicherheit. Entsprechend stellt er den Forschungsanstalten Agroscope Mittel f\u00fcr diese Aufgabe zur Verf\u00fcgung.</p><p>Die Kosten f\u00fcr die Z\u00fcchtung einer neuen Sorte k\u00f6nnen je nach Kulturpflanzenart stark variieren. Nach Auskunft schweizerischer Pflanzenz\u00fcchter d\u00fcrften sie bei den landwirtschaftlichen Arten zwischen 500 000 Franken (Futterpflanzen) und 1,2 Millionen Franken (Mais) liegen. Die Kosten f\u00fcr Neuz\u00fcchtungen bei Spezialkulturen wie Obst oder Weinreben liegen h\u00f6her, u. a. weil die Z\u00fcchtung neuer Sorten hier mehr Zeit in Anspruch nimmt.</p><p>Unter der Annahme, dass:</p><p>- die Entwicklung einer Sorte der Arten des Acker- und Futterbaus in der Schweiz durchschnittlich etwa 750 000 Franken kostet,</p><p>- in der Schweiz gem\u00e4ss Postulat 60 Pflanzenarten z\u00fcchterisch bearbeitet werden sollen,</p><p>- pro Art drei den hiesigen Bedingungen angepasste, konkurrenzf\u00e4hige Sorten zur Verf\u00fcgung stehen sollen und</p><p>- die Sorten mit neuen ausl\u00e4ndischen Sorten konkurrenzf\u00e4hig sind, d. h., dass pro Kulturpflanzenart rund alle drei Jahre eine neue Sorte zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcsste,</p><p>sch\u00e4tzt der Bundesrat die finanziellen Aufwendungen auf etwa 15 Millionen Franken pro Jahr. Aktuell existiert in der Schweiz bei rund 20 landwirtschaftlichen Pflanzenarten eine Z\u00fcchtung, d. h., f\u00fcr die Ausweitung auf 60 Arten w\u00e4ren zus\u00e4tzliche Mittel in H\u00f6he von etwa 10 Millionen Franken erforderlich. Nach Ablauf der Phase der Sortenentwicklung (von der Kreuzung bis zur Sortenzulassung) fallen weitere laufende Kosten f\u00fcr die Reinhaltung, die Basissaatgutproduktion sowie die Vermarktung der Sorten an. Diese Kosten sind im vorgenannten Betrag nicht enthalten.</p><p>Der Bundesrat nimmt das vorliegende Postulat zum Anlass, die berechtigte Frage nach den f\u00fcr eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz wichtigen und damit z\u00fcchterisch zu bearbeitenden Arten mit den interessierten Kreisen zu diskutieren. Das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) wird dazu im Herbst 2012 zu einer Tagung einladen. Es erscheint jedoch unter der aktuellen Ressourcensituation unrealistisch, eine internationale Spitzenstellung bei allen wichtigen Kulturpflanzenarten einnehmen zu wollen.</p><p>Der Bundesrat hat in der Vernehmlassung zum Konsolidierungsprogramm 2011-2013 (KOP 11-13) im Massnahmenpaket 4 die Aufgaben\u00fcberpr\u00fcfung (A\u00dcP) der Ressortforschung vorgesehen. Dabei soll der Haushalt ab 2014 um 30 Millionen Franken durch Priorisierung der Projekte in der Ressortforschung entlastet werden. Bei linearer K\u00fcrzung w\u00e4re die Ressortforschung des BLW mit 7 bis 8 Millionen Franken betroffen, was sich auf die Budgets von Agroscope und Fibl (Forschungsinstitut f\u00fcr biologischen Landbau, Frick) auswirken w\u00fcrde. Ob dabei die Pflanzenz\u00fcchtung im Sinne des Postulates ausgebaut oder zumindest gehalten werden kann, ist eine Frage der Priorit\u00e4tensetzung.</p><p>Der Bundesrat erwartet per Ende Mai 2012 einen Bericht, welcher unter der Federf\u00fchrung des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung und Forschung (SBF) erarbeitet wird. Der Bundesrat wird die Frage der K\u00fcrzung der landwirtschaftlichen Ressortforschung in diesem Zusammenhang entscheiden.</p><p>Die Frage der Notwendigkeit \u00f6ffentlicher bzw. \u00f6ffentlich gef\u00f6rderter Z\u00fcchtung muss im europ\u00e4ischen Kontext betrachtet werden. Eine internationale Arbeitsteilung ist sowohl aus \u00f6konomischer als auch aus wissenschaftlicher Sicht einem Alleingang vorzuziehen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1329868800000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1386892800000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55","Category":null,"Modified":"\/Date(1690503112257)\/","SubmissionDate":"\/Date(1324598400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4901,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft"}}