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Frage","BusinessTypeAbbreviation":"Fra.","Title":"K\u00f6rperverletzungen. Opfer besser sch\u00fctzen, T\u00e4ter zur Rechenschaft ziehen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Immer h\u00e4ufiger werden Jugendliche grundlos im Ausgang zusammengeschlagen und verletzt, sodass sie im Spital behandelt werden m\u00fcssen.</p><p>1. M\u00fcssen die Krankenkassen (Selbstbehalt) der Gesch\u00e4digten die Spitalbehandlung bezahlen?</p><p>2. Oder m\u00fcssen die T\u00e4ter f\u00fcr die Kosten aufkommen?</p><p>3. Oft haben die T\u00e4ter einen Migrationshintergrund und sind zahlungsunf\u00e4hig. Wie werden diese Gewaltt\u00e4ter bestraft?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Verletzungen infolge einer Schl\u00e4gerei werden als Unfall betrachtet. Untersteht eine verletzte Person der obligatorischen Unfallversicherung nach dem UVG, muss sie sich an den Behandlungskosten nicht beteiligen. Soweit keine Unfallversicherung aufkommt, gew\u00e4hrt die soziale Krankenversicherung Leistungen bei Unfall (Art. 1a Abs. 2 KVG). Die Krankenversicherer m\u00fcssen in diesen F\u00e4llen somit die Kosten f\u00fcr medizinische Leistungen f\u00fcr Personen tragen, die in eine Schl\u00e4gerei verstrickt sind. Dabei muss die betroffene Person auch einen Teil der Kosten \u00fcbernehmen, also Franchise und Selbstbehalt. In der Schweiz muss eine Person, die einer anderen widerrechtlich einen Schaden zuf\u00fcgt, diesen Schaden ersetzen (Art. 41 OR). Das gilt insbesondere auch bei Straftaten. Somit hat ein T\u00e4ter seinem Opfer alle durch die Straftat verursachten Sch\u00e4den zu ersetzen. Dazu geh\u00f6ren unter Umst\u00e4nden auch eine Genugtuungsleistung und die vom Opfer zu tragenden Kosten. Daneben haben Opfer von Delikten auch gest\u00fctzt auf das Opferhilfegesetz Anspruch auf Entsch\u00e4digung und Genugtuung. Unabh\u00e4ngig von einem Migrationshintergrund bemisst sich die Strafe nach dem Verschulden des T\u00e4ters (Art. 47 StGB). Dabei ist auch das Verhalten des T\u00e4ters nach der Tat zu ber\u00fccksichtigen, insbesondere, ob er alle ihm zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, um den angerichteten Schaden zu ersetzen (Art. 48 Bst. d StGB). Hat er das getan, so wirkt sich das strafmildernd aus; wenn nicht, droht eine h\u00f6here Strafe. Ist der T\u00e4ter zahlungsunf\u00e4hig und sind die Voraussetzungen f\u00fcr einen bedingten Vollzug nicht erf\u00fcllt, so kann sogar eine kurze Freiheitsstrafe unbedingt ausgesprochen werden. </p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1300060800000)\/","SubmittedBy":"Geissb\u00fchler Andrea Martina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1300111200000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"12","Category":null,"Modified":"\/Date(1721762152680)\/","SubmissionDate":"\/Date(1300060800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4817,"SubmissionLegislativePeriod":48,"FirstCouncil1":null,"FirstCouncil1Name":null,"FirstCouncil1Abbreviation":null,"FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Recht Allgemein"}}