{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20120056,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20120056,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.056","BusinessType":1,"BusinessTypeName":"Gesch\u00e4ft des Bundesrates","BusinessTypeAbbreviation":"BRG","Title":"Volkswahl des Bundesrates. Volksinitiative","Description":"Botschaft vom 16. Mai 2012 zur Volksinitiative \u00abVolkswahl des Bundesrates\u00bb","InitialSituation":"<p><b>Das Parlament will den Bundesrat auch k\u00fcnftig selber w\u00e4hlen und dies nicht dem Volk \u00fcberlassen. Es empfiehlt Volk und St\u00e4nden die Initiative abzulehnen. Die beiden Kammern sehen in einer Volkswahl des Bundesrates grosse Nachteile f\u00fcr das Funktionieren des politischen Systems der Schweiz. Eine Volkswahl w\u00fcrde insbesondere die Regierungst\u00e4tigkeit negativ beeinflussen, indem sich die Bundesratsmitglieder quasi einem Dauerwahlkampf stellen m\u00fcssten. Die R\u00e4te f\u00fcrchten zudem eine Schw\u00e4chung der Stellung des Parlamentes gegen\u00fcber der Regierung. Ein vom Volk gew\u00e4hlter Bundesrat k\u00f6nnte sich dem Parlament gegen\u00fcber weniger verpflichtet f\u00fchlen. </b></p><p>Die Volksinitiative \"Volkswahl des Bundesrates\" ist am 7. Juli 2011 mit 108 826 g\u00fcltigen Unterschriften eingereicht worden. Sie verlangt, dass der Bundesrat nicht mehr durch die Bundesversammlung, sondern durch das Volk gew\u00e4hlt wird. Die Wahl w\u00fcrde nach dem Majorzverfahren und parallel zur Erneuerung des Nationalrates erfolgen. F\u00fcr die franz\u00f6sischsprachige und die italienischsprachige Minderheit w\u00e4ren zwei Bundesratssitze garantiert. Die Bundespr\u00e4sidentin oder der Bundespr\u00e4sident w\u00fcrden nicht mehr von der Bundesversammlung, sondern vom Bundesrat gew\u00e4hlt. (Quelle : Botschaft des Bundesrates)</p><p></p><p>Die Idee, den Bundesrat durch das Volk und nicht mehr durch die Bundesversammlung w\u00e4hlen zu lassen, ist nicht neu. Schon bei der Gr\u00fcndung des Bundesstaats war die Volkswahl ein Thema und zweimal - 1900 und 1942 - sind entsprechende Initiativen an der Urne gescheitert.</p>","Proceedings":"<p>Im <b>St\u00e4nderat </b>monierten die Bef\u00fcrworter der Initiative, die Bundesratswahlen seien nicht transparent und dienten zur Hauptsache dem Machtkalk\u00fcl der Parteien. Die Gegner der Initiative wiesen darauf hin, dass die Bundesr\u00e4te in einen zeitraubenden und teuren Dauerwahlkampf getrieben w\u00fcrden; letztlich sei eine \"Amerikanisierung\" des Systems zu bef\u00fcrchten. Auf klare Ablehnung stiess die Quote f\u00fcr die lateinischen Sprachgruppen: Filippo Lombardi (CE, TI) kritisierte, dass die italienische Schweiz so \u00fcberhaupt keine Chance mehr haben werde, einen eigenen Bundesrat zu stellen. Die kleine Kammer sprach sich schliesslich mit 35 zu 6 Stimmen gegen das Volksbegehren aus.</p><p>Im <b>Nationalrat </b>machten die Bef\u00fcrworter der Initiative geltend, dass ihr Begehren die direkte Demokratie st\u00e4rke. Die Volkswahl erlaube es den W\u00e4hlern und W\u00e4hlerinnen die Pers\u00f6nlichkeiten ihres Vertrauens in die Landesregierung zu schicken. Die Gegner argumentierten, der Dauerwahlkampf w\u00fcrde den Bundesr\u00e4te belasten. Konkordanz und Kollegialit\u00e4tsprinzip w\u00fcrden bei Annahme der Initiative ausgehebelt. Auch Bundesr\u00e4tin Simonetta Sommaruga argumentierte gegen die Initiative. Sie wies darauf hin, dass der Bundesrat mit der Volkswahl gegen\u00fcber dem Parlament markant gest\u00e4rkt w\u00fcrde. Dies k\u00f6nne namentlich bei der Oberaufsicht zu Unklarheiten f\u00fchren. Auch w\u00fcrden die Bundesr\u00e4te zu Wahllokomotiven f\u00fcr ihre Parteien, was nicht dem Wunsch der Bev\u00f6lkerung nach m\u00f6glichst unabh\u00e4ngigen Personen in der Regierung entspreche. Zwei Kommissionsminderheiten stellten den Antrag, der Initiative einen direkten Gegenvorschlag entgegenzustellen: Eine gr\u00fcn-rote Minderheit stellte den Antrag, den Bundesrat auf neun Mitglieder zu erweitern und die Vertretung der Sprachr\u00e4ume im Bundesrat in der Verfassung zu verankern. Balthasar Gl\u00e4ttli (G, ZH) schloss sich zwar der Forderung nach Volkswahl an, wollte aber ebenfalls den Bundesrat auf neun Mitglieder vergr\u00f6ssern und die Transparenz der Finanzierung des Wahlkampfes durch die Verfassung vorschreiben. Die grosse Kammer folgte diesen Vorschl\u00e4gen nicht; sie lehnte es mit 120 zu 61 Stimmen ab, der Initiative einen Gegenvorschlag beizuf\u00fcgen. Schliesslich sprach auch sie sich mit 129 zu 43 Stimmen gegen das Volksbegehren aus. </p><p></p><p><b>In der Schlussabstimmung wurde der Bundesbeschluss im St\u00e4nderat mit 34 zu 5 Stimmen und im Nationalrat mit 137 zu 49 angenommen.</b></p><p></p><p><b>Die Volksinitiative wurde in der Volksabstimmung vom 9. Juni 2013 mit 76,3\u00a0Prozent Nein-Stimmen und von 20 Kantonen und 6 Halbkantonen abgelehnt.</b></p>","DraftText":null,"SubmittedText":null,"ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":null,"BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1355443200000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|421","Category":"I","Modified":"\/Date(1770757660460)\/","SubmissionDate":"\/Date(1337126400000)\/","SubmissionCouncil":null,"SubmissionCouncilName":null,"SubmissionCouncilAbbreviation":null,"SubmissionSession":4904,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Parlament"}}