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Was macht der Bund?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Uns allen ist noch der Widerstand in Erinnerung, den damals die Einf\u00fchrung des Sexualkundeunterrichts ausgel\u00f6st hatte. Die Einf\u00fchrung entsprach aber einer Notwendigkeit, und heute wird niemand mehr ernsthaft die Berechtigung eines solchen Unterrichts infrage stellen.</p><p>Heutzutage haben Kinder immer fr\u00fcher Zugang zum Internet und damit zu den sozialen Netzwerken. Sie machen dabei m\u00f6glicherweise gef\u00e4hrliche Bekanntschaften oder stellen Bilder von sich ins Netz, deren Verwendung nicht mehr kontrolliert werden kann.</p><p>Nat\u00fcrlich tragen in erster Linie die Eltern mit ihrer Unterst\u00fctzung und mit ihrer Erziehung die Verantwortung, z. B. auch mit der Installation von Filtersoftware, die den Zugang zu bestimmten Seiten sperrt.</p><p>Trotzdem darf der Staat das Ph\u00e4nomen und die damit verbundenen Risiken nicht ignorieren, und er darf seine erzieherische Aufgabe nicht einfach auf die Eltern abw\u00e4lzen, die oft nur \u00fcber ungen\u00fcgende Kenntnisse verf\u00fcgen und mit den neuen Instrumenten weniger vertraut sind als ihre Kinder.</p><p>Im Bewusstsein um diese L\u00fccke wurden verschiedene Vereinigungen gegr\u00fcndet, die professionelle und international anerkannte Ans\u00e4tze zu diesem Thema entwickelt haben. Sie sind daher in der Lage, den Staat mit Sensibilisierungskursen an den Schulen wirksam und unmittelbar zu unterst\u00fctzen.</p><p>In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende Frage:</p><p>Ist auf gesamtschweizerischer Ebene eine Kampagne geplant zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen f\u00fcr die Risiken, die mit der Verwendung des Internets verbunden sind, und wenn ja, ist eine Zusammenarbeit mit den in diesem Bereich t\u00e4tigen Vereinigungen vorgesehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist sich der Problematik bewusst. Er hat deshalb am 11. Juni 2010 das nationale Programm Jugendmedienschutz und Medienkompetenzen (Jugend und Medien) lanciert und das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen mit der Federf\u00fchrung f\u00fcr die Umsetzung beauftragt. Das Programm hat das Thema der Chancen und Gefahren des Internets, von elektronischen Unterhaltungsmedien sowie im Bereich der mobilen Kommunikation aufgenommen und arbeitet dabei mit den Medienbranchen, den Kantonen und zahlreichen Verb\u00e4nden und Organisationen zusammen.</p><p>Verfolgt wird dabei eine Mittlerstrategie, d. h., das Programm wendet sich nicht direkt an Jugendliche, sondern an Eltern und Bezugspersonen. Sie erhalten via die nationale Internetplattform <a href=\"http://www.jugendundmedien.ch\">www.jugendundmedien.ch</a> aktuelle und verl\u00e4ssliche Informationen sowie praktische Hilfestellungen, um Kinder und Jugendliche bei der Mediennutzung aktiv zu begleiten. Die Plattform umfasst auch eine Datenbank mit rund 600 Eintr\u00e4gen aus der ganzen Schweiz zu den bestehenden Informations-, Schulungs- und Beratungsangeboten.</p><p>Dieses Informationsangebot, welches in den letzten zwei Jahren aufgebaut wurde, wird nun in Zusammenarbeit mit nationalen Organisationen und Verb\u00e4nden im Bereich Familie, Schule und Freizeit und durch gezielte Medienarbeit schweizweit verbreitet. Der Bundesrat erachtet dieses Vorgehen als zielf\u00fchrend, da bestehende Informationskan\u00e4le genutzt und die relevanten Stakeholder aktiv einbezogen werden. Dies ist einer breiten \u00f6ffentlichen Sensibilisierungskampagne auf nationaler Ebene vorzuziehen, die auch hinsichtlich des Verh\u00e4ltnisses zwischen Kosten und Nutzen kritisch zu beurteilen ist. Das Programm l\u00e4uft noch bis 2015 und wird mit einer Evaluation abgeschlossen. Ob und gegebenenfalls welche Massnahmen dann noch notwendig sind, wird aufgrund der Ergebnisse zu beurteilen sein.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1361923200000)\/","SubmittedBy":"Poggia Mauro","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1361923200000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|34","Category":null,"Modified":"\/Date(1750804786797)\/","SubmissionDate":"\/Date(1355270400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4906,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Medien und Kommunikation"}}