{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20121135,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20121135,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.1135","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Welche Folgen f\u00fcr die \u00f6ffentliche Politik der Zukunft hat der massive Informationsverlust aufgrund der neuen Volksz\u00e4hlung?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Von 1850 bis 2000 wurde in der Schweiz alle zehn Jahre eine Volksz\u00e4hlung durchgef\u00fchrt, wobei jedes Wohngeb\u00e4ude, jede Wohnung, jeder Haushalt und jede Person anhand einer Reihe von Erhebungsmerkmalen erfasst wurden. Weil diese Merkmale miteinander verkn\u00fcpft wurden (Zuordnung jeder Person zu einem Haushalt, jedes Haushalts zu einer Wohnung, jeder Wohnung zu einem Geb\u00e4ude), entstand in vielen Bereichen ein getreues Abbild der Schweiz. Nach der Volksz\u00e4hlung 2000 wurde beschlossen, das Erhebungsverfahren zu \u00e4ndern und von Fragebogenerhebungen zu Registererhebungen (Einwohnerregister) \u00fcberzugehen und diese mit unterschiedlich detaillierten Stichprobenerhebungen zu erg\u00e4nzen (vgl. Registerharmonisierungsgesetz vom 23. Juni 2006 und Volksz\u00e4hlungsgesetz vom 22. Juni 2007). Diese \u00c4nderungen wurden auf Anregung des Bundesamtes f\u00fcr Statistik vorgenommen. Nur wenige in diesem Bereich t\u00e4tige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler \u00e4usserten sich skeptisch gegen\u00fcber den vermeintlichen Einsparungen, die man sich vom Verfahrenswechsel erhoffte. Die erste Volksz\u00e4hlung nach neuem System wurde 2010 durchgef\u00fchrt.</p><p>Dieser Neuerung f\u00e4llt jedoch die Vielfalt der gesammelten Daten zum Opfer. Der Verlust an Informationen zur Person ist massiv, denn heute werden nur noch Informationen zum Geschlecht, zum Alter, zum Zivilstand, zur Nationalit\u00e4t, zum Aufenthaltsstatus und zur Migration der Wohnbev\u00f6lkerung erfasst. Informationen zur Sprache, zur Religion, zur Ausbildung, zum erlernten und ausge\u00fcbten Beruf, zum T\u00e4tigkeitsstatus, zur Stellung im Beruf, zu sozioprofessionellen Kategorien, zum Besch\u00e4ftigungsgrad und zur Pendlermobilit\u00e4t (Verkehrsmittel, Zielort) gehen im Rahmen der neuen Volksz\u00e4hlung v\u00f6llig verloren.</p><p>Der neue Erhebungsmodus zieht schwerwiegende Konsequenzen nach sich in Bezug auf die Informationen, die einzelne Gebiete der Schweiz betreffen. Eine vergleichende Analyse der Daten ist, ausser f\u00fcr sehr grosse Gebiete, nicht mehr m\u00f6glich. Dadurch sind wir territorial gesehen kurzsichtig geworden - eine neue, seit der Gr\u00fcndung der modernen Schweiz unbekannte Situation. Vom ver\u00e4nderten Modus ist auch die Erfassung der Pendlerstr\u00f6me stark betroffen, die per se sehr detailliert sein muss. Die Pendlerstr\u00f6me spielen f\u00fcr die Definition der Agglomerationen sowie f\u00fcr deren Entwicklung eine entscheidende Rolle. Auch bei der Gestaltung der \u00f6ffentlichen Politik im Bereich der infrastrukturellen Entwicklung, in die Dutzende Milliarden Franken investiert werden, spielt das Pendlerverhalten eine wichtige Rolle.</p><p>Deswegen stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>1. Wie beurteilt er das neue Volksz\u00e4hlungssystem?</p><p>2. Schliesst er sich der Kritik in Bezug auf den Informations- und Qualit\u00e4tsverlust an, der mit der neuen Volksz\u00e4hlung einhergeht?</p><p>3. Gedenkt er, Massnahmen zu ergreifen, um das Erhebungssystem zu verbessern und gewisse M\u00e4ngel zu beheben?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die \u00f6ffentliche Statistik in der Schweiz hat den Auftrag, repr\u00e4sentative Ergebnisse \u00fcber den Zustand und die Entwicklung von Bev\u00f6lkerung, Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung, Forschung, Raum und Umwelt bereitzustellen. Die Volksz\u00e4hlung liefert wichtige Informationen zu diesen Themenbereichen.</p><p>Das Parlament hat am 22. Juni 2007 das totalrevidierte Bundesgesetz \u00fcber die eidgen\u00f6ssische Volksz\u00e4hlung verabschiedet. Seit 2010 wird die Volksz\u00e4hlung im Einjahresrhythmus und in neuer Form durch das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) durchgef\u00fchrt und ausgewertet. Thematisch sind die Informationen breiter ausgelegt, indem das neue System neben den Registerauswertungen und der j\u00e4hrlichen Strukturerhebung mit thematischen Statistiken erg\u00e4nzt wird. Um die Aussagekraft der Daten in Bezug auf die r\u00e4umliche Tiefensch\u00e4rfe zu erh\u00f6hen, k\u00f6nnen die Kantone und St\u00e4dte die Stichproben f\u00fcr ihr Gebiet aufstocken. Zu den einzelnen Fragen des Fragestellers nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:</p><p>1. Der Bundesrat ist \u00fcberzeugt, dass mit dem neuen Volksz\u00e4hlungssystem ein zeitgem\u00e4sses Instrument eingef\u00fchrt wurde. Der heute stark beschleunigte wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel kann nur durch abgestimmte und entwicklungsf\u00e4hige Statistiksysteme abgebildet und analysiert werden. Das neue Volksz\u00e4hlungssystem entspricht diesen Anforderungen. Es ist ausbaubar, und weitere Datenbest\u00e4nde k\u00f6nnen problemlos integriert werden - beispielsweise zus\u00e4tzliche Registerdaten. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen gegen\u00fcber der traditionellen Volksz\u00e4hlung rund 100 Millionen Franken eingespart werden.</p><p>2. Die aktuelle und zeitnahe Abbildung beispielsweise der Pendlerbewegungen ist durch die nur alle zehn Jahre durchgef\u00fchrte Vollerhebung nicht mehr zielf\u00fchrend. Die Dynamik in den Zwischenjahren einer traditionellen Volksz\u00e4hlung ist zu gross geworden. Diese gesellschaftlichen Realit\u00e4ten und deren Auswirkungen k\u00f6nnen dank dem neuen, j\u00e4hrlichen Volksz\u00e4hlungssystem deutlich besser abgebildet werden.</p><p>Auch die Informationen zur Sprache und Religion sind nicht verlorengegangen. Sie wurden mit der Ver\u00f6ffentlichung der ersten Resultate der Strukturerhebung 2010 im Juni 2012 erstmals publiziert und werden nun ebenfalls j\u00e4hrlich vorliegen. Ebenso werden mit der Strukturerhebung Informationen zum erlernten Beruf, zum ausge\u00fcbten Beruf, zur Stellung im Beruf, zur Verkehrsmittelwahl bei den Pendlern oder zur Erwerbst\u00e4tigkeit neu j\u00e4hrlich erhoben, ausgewertet und publiziert.</p><p>3. Das BFS pr\u00fcft laufend die weitere Nutzung von vorhandenen Registerdaten, um auf diese Weise die Datenverf\u00fcgbarkeit weiter auszubauen. Das Volksz\u00e4hlungssystem ist zudem so angelegt, dass die r\u00e4umliche Pr\u00e4zision laufend verbessert wird. Der Systemaufbau ist in dieser Hinsicht weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen. Nachdem die Einf\u00fchrungsphase mittlerweile abgeschlossen ist, wird auch eine raschere Publikation der Resultate angestrebt. Der Bundesrat sieht keinen weiter gehenden Handlungsbedarf.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1360713600000)\/","SubmittedBy":"Comte Rapha\u00ebl","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1360713600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4","Category":null,"Modified":"\/Date(1750804734080)\/","SubmissionDate":"\/Date(1355443200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":4906,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik"}}