{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123147,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123147,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3147","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"T\u00f6ten Atomkraftwerke Embryos?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich frage den Bundesrat: Ist er bereit, eine Studie zum Thema \"sex odds\" im Kontext von ionisierender Strahlung in der Umgebung von schweizerischen Atomanlagen in Auftrag zu geben, nachdem die von ihm formulierten Bedingungen daf\u00fcr erf\u00fcllt sind?</p>","ReasonText":"<p>Eine im Herbst 2010 publizierte wissenschaftliche Arbeit von Kusmierz/Scherb wies eine hochsignifikante Ver\u00e4nderung des Geschlechts-Zahlenverh\u00e4ltnisses bei Lebendgeburten (\"sex odds\") in der Umgebung von Atomanlagen nach. Die Studie belegt, dass im 35-Kilometer-Radius um Schweizer Atomanlagen herum 4,2 Promille der erwarteten M\u00e4dchengeburten fehlen, in der Umgebung von Beznau mit ihren zwei AKW, dem PSI und dem Zwila sogar 7,3 Promille. Der Bundesrat sagte in der Fragestunde vom 6. Dezember 2010, dass er sich erst vertieft mit diesen beunruhigenden Erkenntnissen befassen wolle, wenn die Studie Kusmierz/Scherb in einer anerkannten wissenschaftlichen Zeitschrift publiziert worden sei und sich weitere Experten ge\u00e4ussert h\u00e4tten. Das ist in der Zwischenzeit geschehen, die Studie wurde im \"Environmental Science and Pollution Research\" ver\u00f6ffentlicht. Ferner hat eine Studie des nieders\u00e4chsischen Landesgesundheitsamtes die Ergebnisse von Kusmierz/Scherb zu \"sex odds\"-Ver\u00e4nderungen in der Umgebung des nuklearen Transportbeh\u00e4lterlagers Gorleben vollumf\u00e4nglich best\u00e4tigt. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit ist \u00fcber die Publikation der Studie von Kusmierz/Scherb informiert. Diese Studie befasst sich mit dem Verh\u00e4ltnis zwischen der Anzahl lebendgeborener Jungen und M\u00e4dchen (\"sex odd\") ab den 1950er-Jahren bis zu Beginn der 2000er-Jahre. Die Autoren versuchen, einen Zusammenhang zwischen beobachteten zeitlichen Ver\u00e4nderungen und einer Exposition mit ionisierender Strahlung festzustellen.</p><p>In einer detaillierten Analyse der Studie (Oktober 2011) kommt die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr Strahlenschutz und \u00dcberwachung der Radioaktivit\u00e4t (KSR) zum Schluss, dass die beobachteten Ver\u00e4nderungen durch die nat\u00fcrlichen Schwankungen aufgehoben werden oder dass wichtige St\u00f6rfaktoren im Zusammenhang mit dem Geburtsgeschlecht nicht ber\u00fccksichtigt worden sind. In ihrer Stellungnahme (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/ksr-cpr/04320/04356/04835/index.html?lang=de\">http://www.bag.admin.ch/ksr-cpr/04320/04356/04835/index.html?lang=de</a>) weist die KSR zudem auf schwerwiegende methodologische M\u00e4ngel hin, was die Glaubw\u00fcrdigkeit der Studie deutlich verringert.</p><p>Die Schlussfolgerungen der Studie sind daher nicht \u00fcberzeugend und liefern keine zwingenden Argumente daf\u00fcr, dass die von internationalen Organisationen wie der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) oder dem Wissenschaftlichen Ausschuss der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen der atomaren Strahlung (Unscear) publizierten Einsch\u00e4tzungen des Risikos angezweifelt werden m\u00fcssten.</p><p>Der Bundesrat ist der Ansicht, dass das Geschlechterverh\u00e4ltnis kein geeigneter Indikator ist, um eine bedeutende statistische Erh\u00f6hung des strahlenbedingten Risikos nachzuweisen. Er ist der Meinung, dass die Studie von Unscear \u00fcber die Auswirkungen der Dosen infolge des Unfalls in Fukushima und die Interdisziplin\u00e4re Europ\u00e4ische Initiative zur Erforschung der Wirkung niedriger Strahlendosen Melodi (Multidisciplinary European Low Dose Initiative) zweifelsohne mehr Antworten liefern d\u00fcrften als die Finanzierung einer weiteren Studie \u00fcber das Geschlechterverh\u00e4ltnis. F\u00fcr die Studie von Unscear (<a href=\"http://www.unscear.org/unscear/fr/fukushima.html\">http://www.unscear.org/unscear/fr/fukushima.html</a>) werden 2013 an der Generalversammlung der Mitgliedstaaten 60 internationale Expertinnen und Experten einen Schlussbericht \u00fcber die Expositionsdosen und die gesundheitlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Unfall von Fukushima vorlegen. Die wichtigsten wissenschaftlichen Themen, mit denen sich Melodi (<a href=\"http://www.melodi-online.eu/\">http://www.melodi-online.eu/</a>) befasst, sind die Dosis-Wirkungsbeziehung in Bezug auf Krebs, die individuelle Radiosensibilit\u00e4t und die Inzidenz von anderen Auswirkungen als Krebs bei niedrigen Strahlendosen. Diese dauerhafte europ\u00e4ische Plattform, an der auch die Schweiz teilnimmt, beinhaltet sowohl die Epidemiologie als auch die Radiobiologie. Diese Kombination ist f\u00fcr ein konsolidiertes Verst\u00e4ndnis der Auswirkungen von niedrigen Strahlendosen und eine solide Einsch\u00e4tzung der Resultate von zahlreichen ver\u00f6ffentlichten Studien entscheidend.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1337126400000)\/","SubmittedBy":"Fehr Hans-J\u00fcrg","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1395360000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"66|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690548071713)\/","SubmissionDate":"\/Date(1331683200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4902,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Energie|Gesundheit"}}