{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123149,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123149,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3149","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Auswirkungen der Abgabe von eidgen\u00f6ssischen F\u00e4higkeitszeugnissen an Handelsmittelschulen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit Artikel\u00a016 Absatz\u00a02 Buchstabe\u00a0a des Bundesgesetzes \u00fcber die Berufsbildung (BBG) wird festgehalten, dass die Vermittlung der beruflichen Grundbildung u. a. in Handelsmittelschulen (HMS) als Institutionen f\u00fcr die Bildung in beruflicher Praxis erfolgen kann. Das Bundesamt f\u00fcr Berufsbildung und Technologie (BBT) hat die Umsetzung dieser Option durch entsprechende Rechtserlasse erm\u00f6glicht. Somit kann das eidgen\u00f6ssische F\u00e4higkeitszeugnis (EFZ) als Kaufmann, Kauffrau auch an einer HMS erlangt werden. Diese Ausbildung erfolgt in der Regel in staatlich finanzierten Vollzeitberufsschulen. </p><p>Die Interpellantin ersucht den Bundesrat um die Beantwortung nachstehender Fragen:</p><p>1. Ist ihm die Problematik bekannt, dass Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, insbesondere im kaufm\u00e4nnischen Bereich Lehrstellen mit geeigneten Lehrlingen zu besetzen, und dass dieses Problem durch die Vollzeitschulangebote der HMS (d. h. staatlich finanzierte Konkurrenz) versch\u00e4rft wird?</p><p>2. Ist es nach seiner Ansicht richtig, dass einerseits die Privatwirtschaft regelm\u00e4ssig f\u00fcr die Arbeitsmarktsituation der Jugendlichen (d. h. f\u00fcr die Jugendarbeitslosigkeit) verantwortlich gemacht und z. B. mittels allgemeinverbindlich erkl\u00e4rten Berufsbildungsfonds in die Pflicht genommen wird, andererseits aber in ihren Bem\u00fchungen um Lehrstellen- und Ausbildungsangebote durch staatlich finanzierte Vollzeitschulen (wie z. B. die HMS) konkurrenziert wird?</p><p>3. Wie beurteilt er die Gefahr, dass stark ausgebaute, staatlich finanzierte Schulangebote im Berufsbildungsbereich praktisch nicht mehr redimensionierbar sind und insbesondere bei demografisch bedingtem R\u00fcckgang der Anzahl Jugendlicher eine problematisch dominante Rolle einnehmen und so die ausgepr\u00e4gt praxisorientierten Ausbildungsmodelle schw\u00e4chen (vgl. Bericht \"Fachkr\u00e4fte f\u00fcr die Schweiz\", S. 30, wo eine solche Situation bei den Gymnasien beobachtet wird)?</p><p>4. Ist er sich bewusst, dass er bei der Einf\u00fchrung dieses Angebots die Kantone einer finanziellen Mehrbelastung aussetzt, die keinen Mehrwert generiert? Hat er dies beabsichtigt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Markenzeichen der Schweizer Berufsbildung ist ihre duale Ausrichtung: Knapp 90 Prozent der Lehrverh\u00e4ltnisse erfolgen in Form einer betrieblich organisierten Grundbildung. Die Jugendlichen erwerben im Betrieb sowie in der Berufsfachschule und in \u00fcberbetrieblichen Kursen die erforderlichen Berufskompetenzen.</p><p>Neben der betrieblich organisierten Grundbildung besteht auch eine Tradition schulisch organisierter Grundbildungen in Form von Vollzeitangeboten wie Handelsmittelschulen, Lehrwerkst\u00e4tten und Informatikschulen. Diese Ausbildungsform ist in der lateinischen Schweiz st\u00e4rker vertreten als in der Deutschschweiz. Was den kaufm\u00e4nnischen Bereich betrifft, erhielten 2010 rund 11 200 Jugendliche ein eidgen\u00f6ssisches F\u00e4higkeitszeugnis als Kauffrau oder Kaufmann. Zus\u00e4tzlich erwarben 2900 Jugendliche einen Abschluss an einer Handelsmittelschule.</p><p>Das 2004 in Kraft getretene Berufsbildungsgesetz stellt sicher, dass die schulisch organisierten Grundbildungen auf die Vorgaben der jeweiligen Bildungsverordnungen abgestimmt sind. Insbesondere ist der Praxisbezug zu gew\u00e4hrleisten, so dass die Jugendlichen arbeitsmarktbezogen ausgebildet werden.</p><p>1./2. Gem\u00e4ss Ergebnissen des Lehrstellenbarometers, der jeweils im April und August im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Berufsbildung und Technologie (BBT) erhoben wird, und den monatlichen Trendumfragen bei den Kantonen pr\u00e4sentiert sich der Lehrstellenmarkt zur Zeit weitgehend stabil. Allerdings bekunden Betriebe insbesondere im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich sowie teilweise im Dienstleistungsbereich zunehmend M\u00fche, leistungsstarke Jugendliche zu rekrutieren. Diese Schwierigkeiten sind auf verschiedene Gr\u00fcnde zur\u00fcckzuf\u00fchren: abnehmende Sch\u00fclerzahlen, abnehmendes Interesse der Jugendlichen an den jeweiligen Berufen und die Kompetenzen der Jugendlichen am Ende der obligatorischen Schulzeit.</p><p>Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt setzen sich daf\u00fcr ein, dass die Betriebe weiterhin \u00fcber qualifizierten Berufsnachwuchs verf\u00fcgen. Wichtigste Massnahmen sind interessant gestaltete Berufe, F\u00f6rderung der Berufsmaturit\u00e4t und Berufswerbung durch die Verb\u00e4nde. Zudem erm\u00f6glichen Br\u00fcckenangebote, Coaching- und Mentoring-Angebote und individuelle Begleitungen, dass die Jugendlichen die Anforderungen einer beruflichen Grundbildung erf\u00fcllen.</p><p>In Erg\u00e4nzung zur betrieblich organisierten Grundbildung stehen Ausbildungspl\u00e4tze in Vollzeitschulen bereit. Der Bund ist sich der Konkurrenzsituation bewusst, insbesondere in der aktuellen Phase, wo der Lehrstellenmarkt weitgehend stabil ist. Er steht im Dialog mit den Kantonen (vgl. auch Antwort zu Fragen 3 und 4). Verschiedene Kantone wie der Kanton Neuenburg sind daran, das Angebot an Vollzeitschulen zugunsten betrieblicher Ausbildungspl\u00e4tze zu \u00fcberpr\u00fcfen.</p><p>3./4. Der Vollzug des Berufsbildungsgesetzes erfolgt vor Ort durch die Kantone. Sie legen fest, in welchem Umfang sie schulisch organisierte Angebote bereitstellen und diese finanzieren. In den letzten zwanzig Jahren betrug der Anteil der Eintretenden in eine schulische Voll- oder Teilzeitausbildung jeweils zwischen 10 bis 12 Prozent gemessen an allen Eintretenden der beruflichen Grundbildung. Aufgrund der abnehmenden Sch\u00fclerzahlen in den n\u00e4chsten Jahren k\u00f6nnte es jedoch zu einer Konkurrenz zwischen der betrieblichen organisierten Grundbildung und Vollzeitschulen kommen. Der Bund beobachtet diese m\u00f6glichen Entwicklungen. Gem\u00e4ss einer Studie der Universit\u00e4t Bern halten beispielsweise allgemein bildende Schulen (Gymnasien) die absoluten Sch\u00fclerzahlen bei einem demographischen R\u00fcckgang eher konstant (vgl. Schweizerische Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung, Bildungsbericht Schweiz 2010, S. 144).</p><p>Die Berufsbildungskosten der Kantone werden j\u00e4hrlich durch das BBT erhoben. Dabei werden die Kosten f\u00fcr die schulische und betriebliche berufliche Grundbildung separat erhoben. Ein Vergleich dieser Kostendaten erlaubt es den Kantonen, ihre eigenen Kosten in einen Kontext zu stellen und allf\u00e4llige R\u00fcckschl\u00fcsse f\u00fcr eine Anpassung des Angebots daraus zu ziehen. Es ist vorgesehen, dieses Steuerungsinstrument mit weiteren Indikatoren zu erg\u00e4nzen, so dass die Kantone \u00fcber zus\u00e4tzliche Vergleichszahlen und Steuerungsinformationen verf\u00fcgen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1336521600000)\/","SubmittedBy":"Umbricht Pieren Nadja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1339718400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32","Category":null,"Modified":"\/Date(1779233300880)\/","SubmissionDate":"\/Date(1331683200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4902,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung"}}