{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123206,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123206,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3206","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Grundlagen f\u00fcr ein Screening zu innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Kindern durch Gesundheitsfachpersonen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht \u00fcber die M\u00f6glichkeiten von Screenings zu innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Kindern zu verfassen und Empfehlungen zur Umsetzung zu entwickeln.</p>","ReasonText":"<p>Es ist davon auszugehen, dass 10 bis 30 Prozent aller Kinder im Verlauf ihrer Kindheit h\u00e4usliche Gewalt miterleben, wobei 30 bis 60 Prozent dieser Kinder auch selbst misshandelt werden. Gem\u00e4ss wissenschaftlichen Studien gef\u00e4hrdet die innerfamili\u00e4re Gewalt die gesunde Entwicklung von Kindern und kann ohne Intervention zu Langzeitsch\u00e4digungen f\u00fchren. </p><p>Mit der Aufnahme von Screeningfragen zu innerfamili\u00e4rer Gewalt in die Anamnese der bei der Mehrheit der Kinder regelm\u00e4ssig durchgef\u00fchrten \u00e4rztlichen Entwicklungskontrollen k\u00f6nnen die von h\u00e4uslicher Gewalt betroffenen Kinder fr\u00fchzeitig erfasst und gem\u00e4ss ihren individuellen Bed\u00fcrfnissen unterst\u00fctzt werden. Ziel eines solchen Screenings ist auch, den Kindern zu vermitteln, dass Gesundheitsfachpersonen das Thema kennen, und ihnen die M\u00f6glichkeit zu geben, \u00fcber ihre Gewalterfahrungen zu sprechen.</p><p>Bis jetzt fehlen jedoch wissenschaftliche Grundlagen f\u00fcr ein Screening zu innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Kindern. Die bestehende wissenschaftliche Literatur legt den Fokus auf das Screening zu innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Erwachsenen. Um die Kinder mit den Screeningfragen nicht zu sch\u00e4digen, ist ein evidenzbasierter Fragebogen, der festlegt, was, wie, wann, wo und in welchem Alter gefragt werden soll, unabdingbar. </p><p>Gem\u00e4ss des Berichts \"Gewalt in Paarbeziehungen - Bericht zum Forschungsbedarf\" vom Oktober 2011 sollte der Bereich \"Paargewalt im Familiensystem: Paare und mitbetroffene Kinder\" ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit der n\u00e4chsten Jahre sein. Mit der Untersuchung zum Screening bei Kindern kann eine wichtige Forschungsl\u00fccke dieses Bereichs geschlossen werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Gewalt in der Familie ist f\u00fcr den Bundesrat ein wichtiges Anliegen. In einem Bericht in Erf\u00fcllung des Postulates Fehr Jacqueline 07.3725 vom 5. Oktober 2007 wird sich der Bundesrat demn\u00e4chst mit dieser Thematik befassen.</p><p>F\u00fcr den Bundesrat ist unbestritten, dass die Fr\u00fcherkennung von Kindern, welche von innerfamili\u00e4rer Gewalt wie Misshandlung und Miterleben von Gewalt in der elterlichen Paarbeziehung betroffen sind, wichtig ist und dass dabei den Gesundheitsfachpersonen eine wichtige Rolle zukommt. In der Schweiz werden seit den fr\u00fchen 1990er-Jahren durch Kinder- und Haus\u00e4rzte und -\u00e4rztinnen systematisch Vorsorgeuntersuchungen durchgef\u00fchrt. Die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr P\u00e4diatrie gibt ein Vorsorgemanual und eine Checkliste f\u00fcr diese Vorsorgeuntersuchungen heraus. Die Checklisten wurden im Jahr 2011 im Hinblick auf die Fr\u00fcherfassung von Kindsmisshandlung inklusive h\u00e4uslicher Gewalt revidiert. Zudem hat die Stiftung Kinderschutz Schweiz im selben Jahr zum Thema Kindsmisshandlung einen \"Leitfaden zu Fr\u00fcherfassung und Vorgehen in der \u00e4rztlichen Praxis\" herausgegeben.</p><p>Zur Frage, inwieweit das im Rahmen der kinder\u00e4rztlichen Vorsorgeuntersuchungen bereits vorgesehene Screening zu innerfamili\u00e4rer Gewalt auch angewendet wird und ob diesbez\u00fcglich ein weiterer Handlungsbedarf besteht, liegen noch keine Auswertungen vor. Zur Umsetzung von Screeningverfahren geh\u00f6rt zudem der professionelle Umgang der Gesundheitsfachpersonen mit wahrscheinlichen Gef\u00e4hrdungssituationen: Sie m\u00fcssen wissen, wie sie bei Anzeichen von innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Kindern zu reagieren haben und welche Stelle sie dabei beraten kann.</p><p>Der Bundesrat ist bereit, einen Bericht \u00fcber den Stand der Umsetzung von Screenings zu innerfamili\u00e4rer Gewalt bei Kindern im schweizerischen Gesundheitswesen zu verfassen und basierend darauf bei Bedarf Empfehlungen zur Umsetzung zu entwickeln.</p>  Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.","FederalCouncilProposal":18,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1337126400000)\/","SubmittedBy":"Feri Yvonne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1560816000000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750810470727)\/","SubmissionDate":"\/Date(1331769600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4902,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}