{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123388,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123388,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3388","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Tunnelsicherheit am Fall des Gotthards","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gem\u00e4ss einer am 26. M\u00e4rz 2012 ver\u00f6ffentlichten Studie der Beratungsstelle f\u00fcr Unfallverh\u00fctung (BFU) l\u00e4sst sich beim Gotthardtunnel der Bau einer zweiten R\u00f6hre nicht aus Gr\u00fcnden der Verkehrssicherheit rechtfertigen (<a href=\"http://www.bfu.ch/German/medien/Positionspapiere/PP_Gotthardroehre_d.pdf\">http://www.bfu.ch/German/medien/Positionspapiere/PP_Gotthardroehre_d.pdf</a>).</p><p>Wie die Studie aufzeigt, hat die Polizei in den elf Jahren zwischen 1999 und 2009 im Gotthard-Strassentunnel 137 Unf\u00e4lle mit 53 leichtverletzten, 26 schwerverletzen und 17 get\u00f6teten Verkehrsteilnehmenden registriert. Laut BFU w\u00fcrde ein Ausbau auf zwei einspurig in eine Richtung befahrbare R\u00f6hren die Zahl der Unf\u00e4lle nur marginal senken. Ausserdem sei der Ausbau des Gotthard-Strassentunnels auch aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden nicht gerechtfertigt. Die f\u00fcr das Projekt veranschlagten 2 Milliarden Franken wiesen kein gutes Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis auf. Laut BFU w\u00fcrde bei dieser Betriebsart der verkehrssicherheitstechnische Gewinn auf die vierzig Jahre Lebensdauer des Tunnels gerechnet 200 Verunfallte betragen (144 leichtverletzte, 36 schwerverletzte und 20 get\u00f6tete Verkehrsteilnehmende).</p><p>Als Erg\u00e4nzung und zum Vergleich mit den eingangs genannten Zahlen f\u00fcge ich hinzu, dass im Seelisbergtunnel zwischen 1991 und 2011 eine get\u00f6tete Person, 6 Schwerverletzte und 26 Leichtverletzte zu beklagen waren.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Gibt es Wahrscheinlichkeitsrechnungen, welche die Unfallraten eines im Gegenverkehr befahrenen Tunnels (wie des Gotthards) und eines richtungsgetrennten Tunnels (wie des Seelisbergs) vergleichen? Falls ja, was besagen sie?</p><p>2. Teilt der Bundesrat das Fazit der BFU, dass 200 \"eingesparte\" Unfallopfer kein gutes Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis darstellen und somit den Ausbau auf zwei R\u00f6hren nicht rechtfertigen?</p><p>3. Wie hoch ist das Risiko und welches sind die Konsequenzen einer Frontalkollision zwischen Fahrzeugen, die sich in einem im Gegenverkehr befahrenen Tunnel kreuzen, gem\u00e4ss den Analysen der in der Vergangenheit erfolgten Unf\u00e4lle?</p><p>4. Ist der Bundesrat nicht auch der Auffassung, dass der Faktor Sicherheit ein wichtiges, wenn nicht gar entscheidendes Kriterium im Entscheidprozess sein soll, der die Zukunft des Gotthard-Strassentunnels bestimmt?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die schweizerischen Autobahnen geh\u00f6ren mit durchschnittlich weniger als zwei get\u00f6teten Menschen pro Milliarde gefahrener Kilometer zu den sichersten in Europa. Statistisch gesehen ist das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, in einem Autobahntunnel sogar leicht geringer als auf offener Strecke.</p><p>1. Die Beratungsstelle f\u00fcr Unfallverh\u00fctung (BFU) f\u00fchrte 2004 eine Studie durch, die diverse Faktoren hinsichtlich ihres Einflusses auf die Verkehrssicherheit in Autobahntunnel untersuchte. Die Studie kam zum Schluss, dass neben der Tunnell\u00e4nge, der Breite des Banketts, dem Verkehrsaufkommen und dem Anteil Schwerverkehr insbesondere auch die Anzahl der R\u00f6hren einen signifikanten Einfluss auf das Unfallgeschehen im Tunnel hat. Diese Studie bildete eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Wahrscheinlichkeitsberechnungen zum Unfallgeschehen, welche die bfu 2012 im Rahmen des Road Safety Impact Assessments zu den verschiedenen Sanierungsvarianten f\u00fcr den Gotthard-Strassentunnel durchf\u00fchrte. F\u00fcr den Gotthard-Strassentunnel ergaben die Untersuchungen, dass sich die Zahl der Verunfallten um gut die H\u00e4lfte reduzieren liesse, wenn statt eines Tunnels mit Gegenverkehr zwei Tunnel mit Einbahnverkehr (ohne Kapazit\u00e4tsausbau) zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.</p><p>2. Der Bericht der BFU kommt zum Schluss, dass mit zwei Tunnels mit Einbahnverkehr die Zahl der Verletzten innert vierzig Jahren um etwa 180 und der Get\u00f6teten um 20 Personen reduziert werden kann. Der daraus nebst der Vermeidung menschlichen Leides entstehende volkswirtschaftliche Nutzen kann beziffert werden: Gest\u00fctzt auf die gleichen Ans\u00e4tze, die f\u00fcr die Quantifizierung der Via-sicura-Massnahmen verwendet wurden, ergibt sich \u00fcber vierzig Jahre eine Reduktion der volkswirtschaftlichen Kosten um rund 90 Millionen Franken. Dem stehen Mehrkosten von etwa einer Milliarde Franken gegen\u00fcber, die f\u00fcr den Bau einer zweiten R\u00f6hre im Vergleich zu den Sanierungsvarianten ohne zweite R\u00f6hre entstehen. Aus volkswirtschaftlicher Optik braucht es daher neben dem Sicherheitsargument noch weitere Gr\u00fcnde, um eine zweite R\u00f6hre am Gotthard zu rechtfertigen.</p><p>3. Betrachtet man die Unfalltypen in Tunnel, so fallen anteilsm\u00e4ssig insbesondere Auffahrunf\u00e4lle, Schleuder- und Selbstunf\u00e4lle ins Gewicht. Eine geringere Rolle spielen Fahrstreifenwechsel und Begegnungsunf\u00e4lle, zu denen auch Frontalkollisionen geh\u00f6ren. Allerdings sind die Auswirkungen von letzteren meist gr\u00f6sser: Zwei der drei grossen Ungl\u00fccksf\u00e4lle (im Gotthard-Strassentunnel 2001 und im Viamala-Tunnel 2006), die sich in den letzten Jahren in Schweizer Nationalstrassentunnels ereigneten, sind auf Streifkollisionen zwischen Fahrzeugen, die in entgegengesetzter Richtung fuhren, zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dieser Unfalltyp kommt in Tunnels mit Einbahnregime nicht vor. Auch in solchen Tunnels k\u00f6nnen sich jedoch gravierende Unf\u00e4lle ereignen.</p><p>4. Die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung, wozu auch die Sicherheit im Strassenverkehr z\u00e4hlt, ist dem Bundesrat ein zentrales Anliegen. Gleichzeitig hat der Bundesrat bei allen seinen Entscheidungen auch weiteren sozialen, \u00f6kologischen und wirtschaftlichen Aspekten Rechnung zu tragen. Bei seinem Entscheid f\u00fcr eine zweite Gotthardr\u00f6hre ohne Kapazit\u00e4tserweiterung ber\u00fccksichtigte der Bundesrat daher nicht nur das Sicherheitsargument. Ausschlaggebend waren insbesondere das bessere Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis dieser Variante im Vergleich mit Sanierungsvarianten ohne zweite R\u00f6hre, aber mit kostspieligen und nicht nachhaltigen Verladeanlagen, sowie politische Aspekte.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1344988800000)\/","SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1348790400000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"48","Category":null,"Modified":"\/Date(1690537798507)\/","SubmissionDate":"\/Date(1336003200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4903,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Verkehr"}}