{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123603,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123603,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3603","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Versorgungsmodelle f\u00fcr chronischkranke Menschen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Vorlage Managed-Care ist bei der Bev\u00f6lkerung auf grosse Skepsis gestossen. Tiefere Ursache des Misstrauens d\u00fcrfte sein, dass Managed-Care-Modelle einer Versicherungslogik folgen. Vertr\u00e4ge zwischen Krankenkassen und \u00c4rztenetzwerken auf der einen Seite und Vertr\u00e4ge zwischen den Krankenkassen und den Versicherten auf der anderen stehen im Zentrum. Damit drohen die Patienteninteressen \u00fcber kurz oder lang in den Hintergrund zu r\u00fccken. Managed-Care-Modelle sind zudem Modelle, die nur teilweise auf die tats\u00e4chlichen Herausforderungen (chronischkranken Menschen) fokussieren und auch nur teilweise \u00fcber die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte hinaus andere Gesundheitsberufe integrieren. Ebensowenig gesichert ist die Zusammenarbeit zwischen ambulanten und station\u00e4ren Versorgungsstrukturen.</p><p>Expertinnen und Experten sind sich deshalb weitgehend einig: Der Versicherungsansatz ist bereits \u00fcberholt. Gefragt sind Modelle, die von der Versorgung her und damit von den Patientinnen und Patienten her denken. Die Fachwelt spricht von Chronic Care, weil insbesondere die Zunahme an chronischen Erkrankungen neue Versorgungsmodelle erfordert.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Welche M\u00f6glichkeiten sieht er, Chronic-Care-Modelle (in Zusammenarbeit mit den Instituten f\u00fcr Hausarztmedizin und den Fachhochschulen f\u00fcr Gesundheitsberufe) zu entwickeln und zu f\u00f6rdern? Welche Rolle soll den Kantonen zukommen?</p><p>2. Sollten sich die Krankenkassen weiterhin weigern, in die Versorgung chronisch kranker Menschen (z. B. durch den Aufbau von Diabetes-Netzwerken usw.) zu investieren: Wer soll an deren Stelle den Lead \u00fcbernehmen?</p><p>3. Welche Rolle kommt nach Ansicht des Bundesrates der F\u00f6rderung der Patienten- und der Angeh\u00f6rigenkompetenzen zu? Wie sieht er in diesem Bereich die Kompetenzverteilung zwischen Bund, Kantonen und Verb\u00e4nden? Wer ist f\u00fcr diese Entwicklung verantwortlich, und wie soll diese Verantwortung wahrgenommen werden?</p><p>4. Wie k\u00f6nnen Chronic-Care-Modelle in eine Strategie zur Sicherung der Grundversorgung eingebaut werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat nimmt in seiner Antwort Bezug auf das Chronic-Care-Modell, welches am Mac Coll Institute for Healthcare Innovation in Seattle im Rahmen eines US-weiten staatlichen Pilotprojektes (Improving Chronic Illness Care, ICIC) entwickelt wurde (<a href=\"http://www.improvingchroniccare.org\">www.improvingchroniccare.org</a>) und als prim\u00e4rmedizinisches ambulantes Versorgungskonzept in verschiedenen L\u00e4ndern in unterschiedlicher Konkretisierung angewendet wird. Das Cronic-Care-Modell beinhaltet viele Inhalte zu organisatorischen Aspekten wie auch regulativen Rahmenbedingungen (inklusive Versicherungs- und Anreizsysteme) auf verschiedenen Zust\u00e4ndigkeitsebenen und bedingt eine gemeinsame Interaktion der verschiedenen gesundheitspolitischen Organisationen und Verantwortungstr\u00e4ger.</p><p>1. F\u00fcr die medizinische Versorgung sind gem\u00e4ss Bundesverfassung die Kantone zust\u00e4ndig. Aus dieser Sicht sind dem Handlungsspielraum des Bundes Grenzen gesetzt. Die M\u00f6glichkeiten des Bundes liegen in der Beeinflussung der Rahmenbedingungen. Diese betreffen insbesondere im Bereich Gesundheitspersonal die Ausbildungscurricula, die sich an den ver\u00e4nderten Bed\u00fcrfnissen orientieren und ideale Erg\u00e4nzungen der Berufsgruppen sowie interprofessionelle Kooperationen erm\u00f6glichen sowie im Bereich E-Health hinsichtlich Optimierung der Informationssysteme (z. B. Strategie E-Health, Versichertenkarte, Gesetzesvorlage elektronisches Patientendossier). Weiter sind im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Versicherungsbedingungen zu nennen, die die integrierte Versorgung und Qualit\u00e4t der Betreuung f\u00f6rdern (z. B. besondere Versicherungsformen, Risikoausgleich, Diseasemanagementprogramme und Hochrisikopool). Geeignete Versicherungssysteme sind im Bereich der kostenintensiven Betreuung chronisch Kranker ein zentrales Element.</p><p>Die im Chronic-Care-Modell ber\u00fccksichtigten Kampagnen oder Programme zur F\u00f6rderung des Bewusstseins f\u00fcr eine optimierte Krankheitsbetreuung, der F\u00f6rderung der Teilnahme am Modell sowie Pr\u00e4ventionsmassnahmen sind grunds\u00e4tzlich Aufgabe der Kantone. Im Bereich Verh\u00fctung oder Fr\u00fcherkennung nicht \u00fcbertragbarer chronischer Krankheiten verf\u00fcgt der Bund zurzeit \u00fcber keine gesetzlichen Grundlagen. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde der Entwurf f\u00fcr ein Bundesgesetz \u00fcber Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung erarbeitet und dem Parlament \u00fcberwiesen. Weitere Aktivit\u00e4ten des Bundes in Zusammenarbeit mit Partnern sind unter Ziffer 4 dargestellt.</p><p>2. Die Gestaltung optimaler Versorgungsstrukturen f\u00fcr chronischkranke Menschen ist eine Verbundaufgabe der zust\u00e4ndigen Akteure, insbesondere der Leistungserbringer, Versicherer und Kantone.</p><p>3. Die Aspekte des Chronic-Care-Modells hinsichtlich F\u00f6rderung des Selbstmanagements werden als wichtiges Element erachtet. Die Gestaltung von Schulungsinhalten ist grunds\u00e4tzlich durch die Leistungserbringer oder Gesundheitsligen vorzunehmen. Hinsichtlich Finanzierung von Angeboten zum Erlernen des Selbstmanagements ist grunds\u00e4tzlich eine Verg\u00fctung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung m\u00f6glich, wie dies beispielsweise bei der Diabetesberatung heute schon der Fall ist. Entsprechende Antr\u00e4ge sind der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen zu unterbreiten und die Leistungspflicht ist vom Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) zu beschliessen.</p><p>4. Bund und Kantonen ist die zuk\u00fcnftige Ausgestaltung der Versorgungsmodelle ein wichtiges Anliegen. Im Rahmen des Dialogs nationale Gesundheitspolitik wurde unter Begleitung einer Arbeitsgruppe ein Bericht \"Neue Versorgungsmodelle f\u00fcr die medizinische Grundversorgung\" erarbeitet und im April 2012 ver\u00f6ffentlicht. Ferner wurde im Jahre 2011 unter der Schirmherrschaft des EDI-Vorstehers ein Projekt \"QualiCCare\" gestartet, in welchem anhand von zwei ausgew\u00e4hlten chronischen Erkrankungen (Lungenerkrankung, Diabetes) konkrete Massnahmen auf verschiedenen Ebenen und Zust\u00e4ndigkeitsbereichen f\u00fcr eine optimierte und koordinierte Behandlung erarbeitet werden. Es handelt sich um ein breit abgest\u00fctztes Projekt, dessen Ansatz mit Implementierungsprojekten getestet und evaluiert werden soll. Die darin gewonnenen Erkenntnisse werden Grundlagen f\u00fcr sp\u00e4tere Massnahmen zur Verbesserung der Versorgung chronisch kranker Menschen sein. Auch der vom EDI gemeinsam mit der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und in Absprache mit anderen relevanten Partnern lancierte Masterplan \"Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung\" geht Problembereiche in der medizinischen Grundversorgung an und f\u00f6rdert damit indirekt auch die Versorgung chronischkranker Menschen. Der Bundesrat beabsichtigt, die erw\u00e4hnten Projekte im Rahmen der geltenden Zust\u00e4ndigkeiten zwischen Bund und Kantonen umzusetzen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1346803200000)\/","SubmittedBy":"Fehr Jacqueline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1403222400000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690489925210)\/","SubmissionDate":"\/Date(1339718400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4904,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}