{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123717,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123717,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3717","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gef\u00e4hrdung der Gesundheit der Schweine","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) ist eine Viruserkrankung der Schweine. Es handelt sich um eine Seuche mit riesigem Schadenspotenzial. Die Schweiz geh\u00f6rt zu den wenigen L\u00e4ndern, die frei von dieser Krankheit sind. Gem\u00e4ss der schweizerischen Tierseuchenverordnung geh\u00f6rt sie zu den auszurottenden Seuchen. Die Gefahr ist aber gross, dass mit Spermaimporten eine Einschleppung von PRRS in die Schweiz droht.</p><p>In diesem Zusammenhang stelle ich folgende Fragen:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Einsch\u00e4tzung, dass eine Einschleppung der Schweineseuche PRRS in die Schweiz zu grossen Sch\u00e4den in der Landwirtschaft, bei deren vor- und nachgelagerten Betrieben (Futterm\u00fchlen, Vermarkter, Schlachth\u00f6fe usw.) und bei den Tierseuchenkassen f\u00fchren w\u00fcrde? Gibt es Berechnungen dazu?</p><p>2. Stimmt er der Ansicht zu, dass eine Ausrottung der PRRS in der Schweiz nach einer Einschleppung kaum mehr m\u00f6glich w\u00e4re?</p><p>3. In der Beantwortung der Interpellation Leu vom 18. M\u00e4rz 2004 stellte der Bundesrat umfassende Abkl\u00e4rungen in Aussicht. Insbesondere sollten aufgrund epidemiologischer Studien sowie von Kosten-Nutzen-Analysen Bek\u00e4mpfungsstrategien ausgearbeitet werden. Welche Studien dieser Art wurden durchgef\u00fchrt und welche Bek\u00e4mpfungsstrategien wurden beschlossen?</p><p>4. Welche Anstrengungen wurden seit der Interpellation Leu vom 18. M\u00e4rz 2004 unternommen, um zus\u00e4tzliche Garantien der EU in Bezug auf PRRS zu erhalten?</p><p>5. Warum stellt der Bundesrat gest\u00fctzt auf Anhang 11 des Abkommens zwischen der Schweiz und der EU \u00fcber den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen nicht h\u00f6here sanitarische Anforderungen an den Spermaimport?</p><p>6. Wie wird die Diskrepanz zwischen den Massnahmen begr\u00fcndet, welche f\u00fcr den Import von lebenden Tieren (auch aus der EU) zur Vorbeugung der Einschleppung von Seuchen inklusive PRRS ergriffen werden (Absonderung und amtstier\u00e4rztliche \u00dcberwachung) und dem Spermaimport, bei welchem in Bezug auf PRRS keinerlei Massnahmen in Kraft sind?</p><p>7. Warum geht die Schweiz so sorglos mit der PRRS-Seuchenfreiheit um, um die sie von den umliegenden L\u00e4ndern mit ihren erfolglosen, jahrelangen Sanierungsversuchen benieden wird?</p><p>8. Ist er sich bewusst, dass nach Einschleppung der PRRS zur Eind\u00e4mmung der Folgesch\u00e4den durch Sekund\u00e4rerreger massiv mehr Antibiotika eingesetzt werden m\u00fcssten, was dem Ziel zur Senkung von Antibiotikaeinsatz zuwiderlaufen w\u00fcrde?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Das Schadenspotenzial von PRRS ist gross, die zu erwartenden Sch\u00e4den bei einem PRRS-Ausbruch in der Schweiz sind jedoch schwer abzusch\u00e4tzen und h\u00e4ngen stark von der Virulenz des Virus und vom Ausmass des Ausbruchs ab. Die finanziellen Verluste in betroffenen Betrieben k\u00f6nnen bei schweren Verl\u00e4ufen mit 150 bis 750 Franken pro Zuchtsau und Jahr beziffert werden.</p><p>2. Wenn die Einschleppung von PRRS fr\u00fch erkannt wird und sich die Seuche noch nicht weit ausgebreitet hat, ist eine Ausrottung durchaus m\u00f6glich. Wenn PRRS jedoch einmal in weiten Teilen der Schweiz vorkommt, k\u00f6nnen nur ausserordentliche Anstrengungen aller Beteiligten zu einer Eind\u00e4mmung der Seuche f\u00fchren.</p><p>3. Die Abkl\u00e4rungen und Risikobeurteilungen haben dazu gef\u00fchrt, dass PRRS in der Tierseuchenverordnung Ende 2006 als auszurottende Seuche eingestuft und entsprechende Bek\u00e4mpfungsmassnahmen festgelegt wurden (Art. 182ff.; SR 916.401). Zudem \u00fcberwachen die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden des Bundes und der Kantone die PRRS Seuchenfreiheit seit 2006 mittels j\u00e4hrlicher Stichproben.</p><p>4./5. Die Schweiz hat darauf hingewirkt, dass die Frage zus\u00e4tzlicher Garantien im gemischten Veterin\u00e4rausschuss und in den zust\u00e4ndigen Gremien der EU gepr\u00fcft wird (Anlage 2 Bst. B Ziff. 8 von Anhang 11 des Abkommens zwischen der Schweiz und der EU \u00fcber den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen). PRRS ist in der EU nicht meldepflichtig und es werden keinem Mitgliedstaat zus\u00e4tzliche Garantien diesbez\u00fcglich gew\u00e4hrt. Es ist daher nicht damit zu rechnen, dass der Schweiz zurzeit solche Garantien gew\u00e4hrt werden k\u00f6nnen.</p><p>Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, dass die notwendigen Vorsichtsmassnahmen von der Schweinebranche selbst getroffen und mitgetragen werden.</p><p>6. Die Diskrepanz ist im Unterschied der Risiken begr\u00fcndet. Die Einfuhr von lebenden Schweinen stellt das gr\u00f6sste Risiko f\u00fcr eine Einschleppung von PRRS dar. Der stetige Anstieg der Anzahl importierter Samendosen von Schweinen in den letzten Jahren erh\u00f6ht jedoch das Risiko f\u00fcr eine Einschleppung von PRRS auf diesem Weg. Das Bundesamt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen hat deshalb eine neue Risikobeurteilung vorgenommen und eine Arbeitsgruppe eingesetzt, in der auch die kantonalen Veterin\u00e4r\u00e4mter und die Schweinebranche vertreten sind. Sie soll Massnahmen zur Risikominimierung definieren. Die Massnahmen sollen m\u00f6glichst bald in Kraft gesetzt werden.</p><p>7. F\u00fcr den Bundesrat hat die Verhinderung der Einschleppung von PRRS hohe Priorit\u00e4t. Die PRRS-Situation wird seit Jahren aufmerksam verfolgt. Dabei wird die Gefahrenlage st\u00e4ndig neu beurteilt, und in Absprache mit der Schweinebranche werden die erforderlichen Massnahmen ergriffen, um das Einschleppungsrisiko gering zu halten.</p><p>8. Infektionen mit PRRS-Viren f\u00fchren zu klinischen Krankheitssymptomen, welche durch die Verabreichung von Antibiotika nicht therapiert werden k\u00f6nnen. Sekund\u00e4rerreger spielen bei dieser Viruskrankheit eine untergeordnete Rolle. Die Auswirkungen eines PRRS-Ausbruchs in der Schweiz sind aber kaum vorhersehbar, weshalb auch ein h\u00e4ufigerer Einsatz von Antibiotika nicht ausgeschlossen werden kann.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1351036800000)\/","SubmittedBy":"M\u00fcller Leo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1411689600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690541999627)\/","SubmissionDate":"\/Date(1347494400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4905,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Landwirtschaft|Gesundheit"}}