{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20123919,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20123919,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.3919","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Suizidpr\u00e4vention schweizweit auf das Niveau des Kantons Zug anheben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Welche M\u00f6glichkeiten - auch finanzielle - sieht der Bundesrat, die Suizidpr\u00e4vention in der Schweiz auszubauen und auf das Niveau des Kantons Zug anzuheben?</p><p>2. Mit welchen Instrumenten will er den Kantonen Anreize schaffen, dieser Aufgabe eine h\u00f6here Bedeutung beizumessen? Was h\u00e4lt der Bundesrat von Finanzhilfen, Unterst\u00fctzung bei Konzepten, Wissenstransfer, Definition von Standards, Weiterbildung, Tagungen? Welche weiteren M\u00f6glichkeiten sieht er?</p><p>3. Welche gesetzlichen Bestimmungen w\u00e4ren denkbar, um die Kantone zu einer wirksamen Suizidpr\u00e4vention zu verpflichten?</p>","ReasonText":"<p>Alle sechs Stunden nimmt sich in der Schweiz ein Mensch das Leben. Das sind vier Tote pro Tag oder 1300 pro Jahr. Damit sterben viermal mehr Menschen durch Selbstt\u00f6tung als im Strassenverkehr. Das Leid vervielfacht sich, weil Selbstt\u00f6tungen auch f\u00fcr die zur\u00fcckgebliebenen Familien grosse Belastungen sind.</p><p>F\u00fcr die Pr\u00e4vention im Strassenverkehr werden gem\u00e4ss Recherchen des \"Beobachters\" auf Bundesebene rund 45 Millionen Franken ausgegeben, f\u00fcr die Suizidpr\u00e4vention rund 100 000 Franken.</p><p>Wir m\u00fcssen vermuten, dass nur ein kleiner Teil dieser Menschen des Lebens wirklich \u00fcberdr\u00fcssig ist. Von den sch\u00e4tzungsweise 20 000 Menschen, die einen Suizidversuch \u00fcberleben, sterben die allermeisten einen nat\u00fcrlichen Tod. Denn gerade eine von zehn Personen, die einen Selbstt\u00f6tungsversuch macht, begeht einen sogenannten Bilanzsuizid, entscheidet also aufgrund einer schweren Krankheit oder von Schmerzen, wirklich aus dem Leben zu scheiden.</p><p>Trotz dieser alarmierenden Zahlen fristet die Suizidpr\u00e4vention in der Schweiz ein k\u00e4rgliches Dasein. Joachim Eder, ehemaliger Gesundheitsdirektor des Kantons Zug und heutiger St\u00e4nderat, meinte k\u00fcrzlich in der \"Neuen Z\u00fcrcher Zeitung\", dass die Schweiz in Sachen Suizidpr\u00e4vention gegen\u00fcber vergleichbaren L\u00e4ndern rund dreissig Jahre zur\u00fcckliege. Er hat als Gesundheitsdirektor gehandelt und die Pr\u00e4vention im Kanton Zug deutlich verbessert. So gilt die Suizidpr\u00e4vention des Kantons Zug heute als schweizerischer Benchmark.</p><p>Dass sich Suizidpr\u00e4vention lohnt, wird klar, wenn man bedenkt, dass Suizide und Suizidversuche Folgekosten in Milliardenh\u00f6he verursachen.</p><p>Auch wenn die Suizidpr\u00e4vention nicht direkt in die Kompetenz des Bundes f\u00e4llt, kommen ihm doch wichtige Koordinationsaufgaben zu.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Ansicht der Interpellantin, dass die Problematik der hohen Suizidrate ein bedeutsames Thema der \u00f6ffentlichen Gesundheit darstellt und das 2003 im Kanton Zug eingef\u00fchrte und inzwischen in weiteren Kantonen umgesetzte B\u00fcndnis gegen Depression einen wichtigen Beitrag zur Suizidpr\u00e4vention leisten kann, geht doch 80 bis 90 Prozent aller Suizide eine Depression voraus. Aufgrund der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sieht er allerdings nur geringe M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Ausbau der Suizidpr\u00e4vention. Zudem ist zu beachten, dass Suizide verschiedene Ursachen haben k\u00f6nnen und die Suizidpr\u00e4vention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt.</p><p>1. Die F\u00f6rderung, Erhaltung und Wiederherstellung der psychischen Gesundheit ist seit 2002 im Rahmen des Dialogs nationale Gesundheitspolitik ein gemeinsames Thema von Bund und Kantonen. So hat das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit die Nutzungsrechte f\u00fcr die lizenzierten Materialien des Aktionsprogramms B\u00fcndnis gegen Depression erworben. Diese werden unentgeltlich an interessierte kantonale und regionale B\u00fcndnispartner in der Schweiz abgegeben. Im Dezember 2011 wurde zudem das Netzwerk Psychische Gesundheit Schweiz gegr\u00fcndet. Das Netzwerk basiert auf einem Zusammenarbeitsvertrag zwischen drei Bundesstellen (Bundesamt f\u00fcr Gesundheit, Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen, Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft) einerseits und der Gesundheitsdirektorenkonferenz sowie der Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz andererseits. Die durch das Netzwerk gef\u00f6rderte Koordination und Vernetzung der im Bereich der F\u00f6rderung und Erhaltung der psychischen Gesundheit t\u00e4tigen Akteure unterst\u00fctzt und erleichtert den Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die B\u00fcndnisse gegen Depression sind seit der Gr\u00fcndung des Netzwerkes fester Bestandteil desselben und sollen in Zukunft weiterentwickelt und im Rahmen der auf Bundes- und Kantonsebene zur Verf\u00fcgung stehenden Budgetmittel unterst\u00fctzt werden.</p><p>2./3. Der Bund verf\u00fcgt \u00fcber keine gesetzlichen Grundlagen f\u00fcr Finanzhilfen zur F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung der Aktivit\u00e4ten der Kantone im Bereich der Suizidpr\u00e4vention. Er verf\u00fcgt ebenso wenig \u00fcber eine gesetzliche Grundlage, um die Kantone zu verpflichten, im Bereich Suizidpr\u00e4vention mehr zu tun. Bisher wurde es angesichts der kantonalen Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Sicherstellung der Krankheitsverh\u00fctung und die Gesundheitsversorgung auch nicht als sinnvoll erachtet, entsprechende gesetzliche Bestimmungen vorzusehen.</p><p>Der Bund ist jedoch im Sinne einer Unterst\u00fctzung der kantonalen Aktivit\u00e4ten im Bereich der Suizidpr\u00e4vention gerne bereit, sein Engagement im Bereich der Erarbeitung und Bereitstellung von Datengrundlagen und der F\u00f6rderung der Zusammenarbeit und des Wissenstransfers weiterzuf\u00fchren. Er ist zudem bereit, zusammen mit den Kantonen zu pr\u00fcfen, ob weitere Massnahmen zur Unterst\u00fctzung des Engagements der Kantone im Bereich Suizidpr\u00e4vention notwendig und umsetzbar sind.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1354233600000)\/","SubmittedBy":"Fehr Jacqueline","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1411689600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690535611267)\/","SubmissionDate":"\/Date(1348790400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4905,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}