{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20124028,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20124028,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"12.4028","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Garantie des Bundes f\u00fcr gen\u00fcgend \u00c4rztenachwuchs","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Versorgung der Schweiz mit gen\u00fcgend einheimischem \u00c4rztenachwuchs zu gew\u00e4hrleisten. Zu diesem Zweck soll er einen umfassenden Entwurf ausarbeiten, damit der Numerus clausus f\u00fcr die Zulassung zum Medizinstudium an das erforderliche Niveau angepasst werden kann. Alle Massnahmen, die wirksam sein k\u00f6nnen, sollen dabei in Betracht gezogen werden. So k\u00f6nnten oder k\u00f6nnte:</p><p>1. die ETH dazu erm\u00e4chtigt werden, einen Bachelor-Titel in Medizin zu verleihen;</p><p>2. Kosten von medizinischen Fakult\u00e4ten der kantonalen Universit\u00e4ten vermehrt \u00fcbernommen werden;</p><p>3. eine oder mehrere dieser medizinischen Fakult\u00e4ten in Bundeskompetenz \u00fcbernommen werden;</p><p>4. im Tessin eine medizinische Fakult\u00e4t errichtet werden.</p><p>Zus\u00e4tzlich soll sich der Bundesrat an die Kantonsspit\u00e4ler wenden und daf\u00fcr sorgen, dass dort ausreichend Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen.</p><p>Gleichzeitig soll er die n\u00f6tigen Massnahmen treffen, damit es eine gerechte Verteilung der praktizierenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte auf die Allgemeinmedizin und die Spezialmedizin gibt. Zudem soll er f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckend gleichm\u00e4ssige Verteilung sorgen.</p>","ReasonText":"<p>Bundesrat Didier Burkhalter erl\u00e4uterte, dass zurzeit j\u00e4hrlich rund 700 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte ausgebildet werden; das Ziel m\u00fcssten jedoch 1200 bis 1300 sein.</p><p>Dieser \u00c4rztemangel ist auf den Numerus clausus zur\u00fcckzuf\u00fchren, der seit 1998 f\u00fcr das Humanmedizinstudium an den Universit\u00e4ten Basel, Bern, Freiburg und Z\u00fcrich gilt. An den Universit\u00e4ten Genf, Lausanne und Neuenburg wird nach dem ersten Studienjahr stark gesiebt. J\u00e4hrlich bewerben sich rund 3400 Personen f\u00fcr ein Medizinstudium, allerdings wird nur knapp ein Drittel von ihnen an einer medizinischen Fakult\u00e4t angenommen.</p><p>Das Durchschnittsalter der praktizierenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzte betr\u00e4gt 48,5 Jahre. In der Altersgruppe der 45- bis 49-J\u00e4hrigen gibt es mehr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte als in der Altersgruppe der 35- bis 39-J\u00e4hrigen. Die Mehrheit der Personen, die k\u00fcrzlich das Medizinstudium abgeschlossen haben, sind Frauen, von denen die meisten kein Vollzeitpensum anstreben. Um diesem vorprogrammierten \u00c4rztemangel vorzubeugen, werden in der Schweiz Fachkr\u00e4fte mit einem ausl\u00e4ndischen \u00c4rztediplom angestellt. 2009 stammten von insgesamt 30 166 praktizierenden \u00c4rztinnen und \u00c4rzten 7132 aus dem Ausland, was einem Ausl\u00e4nderanteil von 24 Prozent entspricht. Das Ziel war es, das Angebot zu verringern, um die Nachfrage und somit auch die Belastung der Krankenversicherung einzud\u00e4mmen; diese Erwartungen haben sich nicht erf\u00fcllt, denn aufgrund des Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommens kommen EU-Staatsangeh\u00f6rige in die Schweiz und kompensieren so den hiesigen \u00c4rztemangel. Die Lage versch\u00e4rft sich zunehmend: Letztes Jahr wurden in der Schweiz 700 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte diplomiert, gleichzeitig wurden 1000 ausl\u00e4ndische Fachkr\u00e4fte \"importiert\". Die Schweiz hat keine Kontrolle \u00fcber die Qualit\u00e4t von deren Ausbildung oder \u00fcber deren Integration in der Bev\u00f6lkerung.</p><p>Seit 2008 hat das Parlament schon achtmal versucht, den Bundesrat auf dieses Thema und den damit verbundenen Handlungsbedarf aufmerksam zu machen (08.3608, 09.3210, 10.454, 10.3886, 11.3526, 11.3885, 11.3933, 11.3887). Gem\u00e4ss Artikel\u00a041 der Bundesverfassung ist die Ausbildung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten Sache nicht nur der Kantone, sondern auch des Bundes. Der Bund hat den Inhalt der Vorst\u00f6sse anerkannt, allerdings besitzt er nicht die Kompetenzen, den Kantonen in Bezug auf den Numerus clausus Vorschriften zu machen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Ansicht, dass in der Aus- und Weiterbildung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten Handlungsbedarf besteht, und hat diesbez\u00fcglich bereits konkrete Massnahmen initiiert. Er weist aber darauf hin, dass die kantonalen Universit\u00e4ten und die Universit\u00e4tsspit\u00e4ler und damit die Ausbildung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten in der Verantwortung der Kantone liegen. Eine diesbez\u00fcgliche Erweiterung der Bundeskompetenz hat das Parlament abgelehnt (siehe Motion WBK-N 10.3886 vom 21. Oktober 2010).</p><p>Die Kantone sind sich der Dringlichkeit bewusst und haben bereits eine Erh\u00f6hung der Ausbildungskapazit\u00e4t beschlossen (Z\u00fcrich) oder sind daran, diese zu pr\u00fcfen (Basel, Bern, Genf, Lausanne). Andere Hochschulstandorte \u00fcberlegen sich ebenfalls, einen Beitrag zur medizinischen Ausbildung zu leisten (z. B. St. Gallen, Luzern, Tessin). Dabei hat die Universit\u00e0 della Svizzera italiana vom Tessiner Grossrat bereits ein konkretes Mandat zur Ausarbeitung eines Master-Studiengangs in Medizin erhalten.</p><p>Der Bundesrat begr\u00fcsst jegliche Initiative der Kantone, die zu einer Erh\u00f6hung der Anzahl Ausbildungspl\u00e4tze in der Humanmedizin f\u00fchrt. Wie in seiner Antwort zur Motion Rytz 12.3931 festgehalten, ist er der Ansicht, dass mit den im Rahmen der BFI-Botschaft 2013-2016 vorgesehenen Grundbeitr\u00e4gen sowie mit den zus\u00e4tzlichen IUV-Mitteln die Tr\u00e4gerkantone eine substanzielle finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die sukzessive Erh\u00f6hung der Ausbildungskapazit\u00e4t erhalten. Er ist zudem bereit, das Thema Konsolidierung und Ausbau von Lehre und Forschung der Humanmedizin schwerpunktm\u00e4ssig in der BFI-Botschaft 2017-2020 aufzunehmen.</p><p>Auch der ETH-Bereich pr\u00fcft im Rahmen seiner Autonomie bereits Massnahmen zur St\u00e4rkung der Medizinausbildung. Die beiden ETH streben eine n\u00e4here Zusammenarbeit mit den medizinischen Fakult\u00e4ten an mit dem Ziel, Passerellen in der Ausbildung von medizinischen Fachkr\u00e4ften zu schaffen. So soll es Absolventinnen und Absolventen eines Bachelor-Studiums an den ETH k\u00fcnftig unter bestimmten Bedingungen m\u00f6glich sein, in ein h\u00f6heres Semester eines Medizinstudiums an einer kantonalen Universit\u00e4t \u00fcberzutreten.</p><p>Der Bundesrat weist weiter darauf hin, dass \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in der Wahl ihres Fachgebietes und im Entscheid, wo sie ihren Beruf aus\u00fcben m\u00f6chten, frei sind. F\u00fcr die Facharztausbildung ist das Schweizerische Institut f\u00fcr Weiter- und Fortbildung der FMH zust\u00e4ndig. Trotzdem ist das Thema der Steuerung der Weiterbildung im Lichte der Diskussionen zum Zulassungsstopp von grunds\u00e4tzlichem Interesse. Deshalb wurde dieses auch in der Plattform Zukunft \u00e4rztliche Bildung aufgenommen. Die Attraktivit\u00e4t der Berufsaus\u00fcbung namentlich in der medizinischen Grundversorgung ist aber nicht alleine eine Frage der Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten, sondern auch der strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen. Diesen Herausforderungen wird auch im Masterplan Hausarztmedizin f\u00fcr zuk\u00fcnftige Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte Rechnung getragen.</p><p>Nicht nur wegen fehlender Kompetenzen, sondern insbesondere aufgrund der verschiedenen laufenden Initiativen auf Bundes- wie Kantonsebene sieht der Bundesrat zum heutigen Zeitpunkt keinen weiteren Handlungsbedarf.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1358899200000)\/","SubmittedBy":"Neirynck Jacques","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1418256000000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1690557699907)\/","SubmissionDate":"\/Date(1354492800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":4906,"SubmissionLegislativePeriod":49,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}